Nordstadtblogger

„bodo“ ‑ das Straßenmagazin im September 2018

Die Septemberausgabe des Straßenmagazins ist jetzt mit Schorsch Kamerun, Aladin El-Mafaalani, den Barber Angels, Zwangsräumungen, Stolpersteinen, Null-Euro-Scheinen, 30 Jahren Endstation und 70 Tomatensorten erschienen. 2,50 Euro, die Hälfte für die Verkäufer, nur auf der Straße. Der Musiker und Theatermacher Schorsch Kamerun kommt als selbsternannter Gentrifizierer und wertet die Dortmunder Nordstadt auf. Ein Porträt.

„Wir müssen nichts tun, wir werden uns nicht verändern und wenn alle sich Mühe geben, ist alles harmonisch.“ Für den Soziologen Aladin El-Mafaalani sind das drei falsche Grundannahmen in der Zuwanderungsdebatte. In seinem soeben erschienen Buch „Das Integrationsparadox“ beschreibt er Konflikte als Zeichen gelingender Integration. Ein Interview.

Sozialarbeit und Biogemüse: „Hier bekommen alle eine Chance, auch die Besonderen“, sagt Rita Breker-Kremer. Sie leitet die Gärtnerei des Werkhofs Dortmund und meint damit sowohl die seltenen Sorten, die nach Demeter-Standards angebaut werden, als auch die 40 Mitarbeitenden.

Der Torbogen der alten BO-Fabrik zwischen Suppenküche und bodo-Anlaufstelle ist an diesem Sommervormittag Bochums bestbesuchter Friseursalon. Dutzende Wohnungslose sind gekommen, um sich von den Barber Angels die Haare schneiden zu lassen. In den schwarzen Lederkutten stecken Profifriseure aus ganz NRW. Eine Reportage.

In Dortmund werden im Schnitt jeden Tag zwei Wohnungen zwangsgeräumt. Im kleineren Bochum ist es jeden zweiten Tag eine. Die meisten Geschichten dahinter machen keine Schlagzeilen, sie taugen nicht zum Skandal, sondern sind komplizierte Verkettungen von Schicksalsschlägen und Nachlässigkeiten, von Überforderung und unterlassener Hilfeleistung. Wie die von Gordon.

Weitere Themen: Das Bochumer „endstation.kino“ wird 30, womöglich rechtswidrige Durchsuchung im Kulturzentrum „Langer August“, Thomas Zighan und „Tanz auf Ruinen“, kranke Kastanien, Djelem Djelem, Tod eines Obdachlosen in Dortmund, „sozialwidriges Verhalten“ und ALG II sowie der kommentierte Veranstaltungskalender mit vielen Verlosungen.

bodo lädt ein:

Am 15. September wird erstmals ein Stolperstein im Gedenken an einen von den Nationalsozialisten ermordeten Dortmunder Wohnungslosen verlegt. Der bodo e.V. lädt am 14. September um 19 Uhr in den Buchladen des Vereins zu einer Vorabenddiskussion mi t dem Historiker Dr. Frank Ahland und dem stellvertretenden Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Markus Günnewig. Für einen musikalischen Rahmen sorgen „Minor Swing“ mit Stücken im Stile Django Reinhardts. Schwanenwall 36 38, Beginn 19 Uhr, Eintritt frei.

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Ein Gedanke zu “„bodo“ ‑ das Straßenmagazin im September 2018

  1. BODO Beitrags Autor

    Stadt von unten: Soziale Stadtführung mit „bodo“ in Dortmund

    Bei den meisten Stadtführungen geht es für Touristinnen und Touristen an markante Orte: Wirkungsstätten bekannter Persönlichkeiten, bedeutende Plätze und Bauten. Die Sozialen Stadtführungen von „bodo“ haben ein anderes Thema: Wohnungslosigkeit. Und bieten zugleich die Möglichkeit, auch die eigene Stadt einmal mit anderen Augen zu sehen. Am kommenden Samstag, 8. September, um 11 Uhr geht „bodo“ zum nächsten Mal auf Tour durch Dortmund.

    Mit einem Verkäufer des gleichnamigen Straßenmagazins geht es etwa 2,5 Stunden lang zu Orten, die essenziell für wohnungs- und obdachlose Menschen in Dortmund sind: das „Gast-Haus“, die Übernachtungsstelle, der Tagesaufenthalt, die Bahnhofsmission. Orte, an denen es etwas zu Essen und Duschen gibt, medizinische Hilfe, Beratung und ein offenes Ohr. Die Sozialen Stadtführungen finden immer am zweiten Samstag des Monats in Dortmund statt, individuelle Führungen für Gruppen sind ebenfalls buchbar.

    Soziale Stadtführung mit „bodo“
    am Samstag, 8. September 2018, um 11 Uhr
    Treffpunkt: „bodo“-Buchladen, Schwanenwall 36‑38, 44135 Dortmund

    Anmeldung telefonisch: 0231 ‑ 950 978 0,
    Kostenbeitrag: 5 Euro (2,50 Euro erm.)

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