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Begleitprogramm: Digitale Führungen und Fahrradtouren durch die Nordstadt auf den Spuren des Jugendstils

Das Entrée der Ausstellung lässt den BesucherInnen in die Pariser Weltausstellung eintauchen. Dort erwarb Albert Baum, Gründungsdirektor des MKK, den Grundstock der heutigen Jugendstil-Sammlung. Foto: Roland Gorecki

Von Joachim vom Brocke

Das bislang größte Begleitprogramm bietet das Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) für die seit Dezember laufende Ausstellung „Rausch der Schönheit. Die Kunst des Jugendstils“. Im Angebot sind digital geführte Spaziergänge, eine digitale Schnitzeljagd, Bus- und Fahrradtouren, Exkursionen, Vorträge und eine Tanzvorführung in der Rotunde des Museums an der Hansastraße.

Mehrere Epochen haben Spuren in Dortmund hinterlassen – Förderung durch NRW-Stiftung

Die Tour beginnt am Alten Hafenamt in der Nordstadt mit seinem schönen Mosaikfußboden. Foto: Alex Völkel

Gefördert wird das reichhaltige Programm von der NRW-Stiftung Natur, Heimat, Kultur mit 25 000 Euro. Franz-Josef Kniola, Ehrenpräsident der von Johannes Rau im Jahr 1986 gegründeten Stiftung. Mit der Ausstellung feiern drei Institutionen runde Geburtstage: das Museum wurde im letzten Jahr 135 Jahre, die Museumsgesellschaft besteht seit 110 Jahren und die Stiftung für das Museum gibt es seit 20 Jahren.

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Drei Fahrradtouren durch die Nordstadt sind im Frühjahr geplant (30. 3., 18. 5. und 15. 6.) Über zwei Stunden geht es per Pedes durch das größte zusammenhängende Gründerzeitviertel in NRW. Mehrere Epochen haben hier Spuren hinterlassen. Allein 117 eingetragene Baudenkmale sind in der städtischen Denkmalliste erfasst.

Viele Gebäude zwischen Hafen und Hoeschpark sind dem Jugendstil zuzuordnen. Mit der Braunschweiger ist eine Straße dieser Ära sogar komplett erhalten geblieben. Die Tour beginnt am alten Hafenamt mit seinem schönen Mosaikfußboden und endet auf dem Nordmarkt.

Schnitzeljagd mit der App „Actionbound“ durch den Dortmunder Osten

Viele Spuren des Jugendstils sind im Dortmunder Osten zu entdecken – Häuser-Fassaden und Grabmale auf dem Ostfriedhof. Die kostenlose App „Actionbound“ auf dem Smartphone leitet wie bei einer Schnitzeljagd von Ort zu Ort. An jeder Station gibt es Themen, Anregungen, Aufgaben zu lösen. Die Tour startet am Museum, dauert anderthalb Stunden und kann einzeln oder in einer Gruppe jederzeit durchlaufen werden.

Freuen sich über ein umfangreiches Rahmenprogramm für die Ausstellung „Rausch der Schönheit. Foto: J.v. Brocke

Ein weiterer digitaler Spaziergang führt vom Ostfriedhof zum MKK. Auf dem Weg erhält man mit einem QR-Code-Scanner auf dem Smartphone demnächst an verschiedenen Stationen mehr Informationen über Kunst und Architektur. Das Angebot steht auch nach Ausstellungsende zur Verfügung.

Geführte Spaziergänge zu Fuß und mit dem Fahrrad leiten TeilnehmerInnen an zwölf Samstagen durch die Stadt. Stadtführer Wolfgang Kienast verspricht: „Irre, was man dabei alles entdecken kann“. Spuren des Jugendstils sind im Kreuz- und Unionviertel, im Kaiserstraßenviertel, in Hörde und in der Nordstadt zu entdecken.

Bustouren gibt es am 9. März, 13. April und 1. Juni. Zeile sind die Immanuelkirche in Marten, die Lutherische in Asseln und die Zeche Zollern und Bövinghausen. Außerdem steht am 4. Mai eine Fahrt nach Hagen auf dem Programm. Der Hagener Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus beauftragte 1900 den Architekten und Gesamtkünstler Henry van de Velde mit dem Innenausbau des vom ihm gestifteten Museums. Mit van de Velde realisierte Osthaus später die Künstlerkolonie Hohenhagen sowie das Wohnhaus Hohenhof. Diese Häuser werden ebenso besucht wie das Riemerschmidt-Haus im Stadtteil Emst.

 „Schmetterling des Jugendstils“: Tänzerin erinnert an den Serpentinentanz

Choreographin Ola Maciejewska erinnert live an die Tänzerin Loïe Fuller. Foto: Martin Argyroglo

Der Jugendstil beeinflusste auch Tanz und Mode. Die Tänzerin Loie Fuller wurde als „Schmetterling des Jugendstils“ bezeichnet. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts mit ihrem fulminanten Serpentinentanz in Paris weltberühmt.

In zwei Live-Performances lässt die polnisch-französische Choreographin Opa Maciejewska am Donnerstag, 7. Februar, in der Rotunde den Schmetterling wieder Flügel schlagen. Zuvor gibt es eine Einführung von Eva Wagner. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Polnischen Institut in Düsseldorf.

Mode im April: Fantastische Bekleidung von den Kelten bis zum Jugendstil zeigt in der Rotunde des Museums der Dortmunder Verein elffeast am 6. April. Was Manga mit Jugendstil zu tun hat, erfahren Interessierte am 19. Mai. Die japanische Ästhetik inspirierte die Kunst des Jugendstils – und umgekehrt.

Drei Exkursionen der VHS Dortmund führen zu Juwelen des Jugendstils nach Brüssel, Antwerpen und Wien. Darüber hinaus bietet die VHS neun Vorträge (jeweils donnerstags um 18 Uhr) mit namhaften Referenten an. Dabei geht es im Dortmund und den Jugendstil, um den Jugendstil im Spiegel der Kunstkritik bzw. um die Kunst in Wien um 1900. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei.

Die Vitrine mit der Blütengläsersammlung ist ein besonderer Blickfang. Foto: Roland Gorecki

Mehr Informationen:

  • Ein kostenlos erhältlicher Flyer informiert detailliert über das Rahmenprogramm. Das Programm gibt als pdf auch im Internet: mkk.dortmund.de
  • Die Ausstellung „Rausch der Schönheit. Die Kunst des Jugendstils“ ist bis zum 23. Juni im Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, zu sehen.
  • Eintritt: 6 Euro normal, ermäßigt 4 Euro. Für Kinder unter 18 Jahren kostenlos. Führungen kosten 3 Euro pro Person zusätzlich zum Eintritt. 

 

 

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7 Gedanken über “Begleitprogramm: Digitale Führungen und Fahrradtouren durch die Nordstadt auf den Spuren des Jugendstils

  1. MKK Dortmund (Pressemitteilung)

    Im Rausch der Schleier: Tanz-Performance zur Jugendstil-Ausstellung im MKK

    Der Jugendstil beeinflusste alle Kunstformen – auch den Tanz. Als „Schmetterling des Jugendstils“ wurde Loïe Fuller bezeichnet, die Ende des 19. Jahrhunderts mit ihrem fulminanten Serpentinentanz in Paris berühmt wurde. Am Donnerstag, 7. Februar, 20 Uhr zeigt das Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) im Begleitprogramm seiner Jugendstil-Ausstellung ein hochkarätiges Gastspiel: Die polnisch-französische Choreografin Ola Maciejewska erinnert in ihrem Programm „Loïe Fuller: Research“ an die Serpentinentänze und entwickelt sie zu einer zeitgenössischen Performance weiter. Zuvor gibt es eine Einführung der Tanzdramaturgin Eva Wagner. Die Veranstaltung wird unterstützt vom Polnischen Institut Düsseldorf. Eintritt: 12 Euro.

    Loïe Fuller ist einer der wichtigsten Avantgarde-Künstlerinnen und Erneuerinnen des Tanzes. Zur Weltausstellung in Paris im Jahre 1900 ließ sie ein eigenes Theater bauen, um die von ihr entwickelten und patentierten Inszenierungen aus Tanz, meterlangen Stoffkaskaden und raffiniertem Lichtdesign einem großen Publikum zu präsentieren. Ola Maciejewskas Neu-Interpretation dieser Theaterrevolution wurde 2011 uraufgeführt und seitdem zu renommierten Tanzfestivals eingeladen, u.a. zu „Tanz im August Berlin“, der „Biennale de la Danse“ in Lyon sowie in zahlreiche Museen wie das Centre Pompidou in Paris und das Museo Reina Sofia in Madrid.

    Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte präsentiert noch bis zum 23. Juni seine große Jugendstil-Sammlung in der Ausstellung „Rausch der Schönheit“. Die Ausstellung zeigt auf rund 1000 Quadratmetern herausragende Stücke international bekannter Künstler aus der Zeit um 1900 – vom Werbeschild bis zur Vase, von der Fliese bis zum Fauteuil, von Gemälden, Scherenschnitten und Skulpturen bis zu kompletten Wohnungseinrichtungen.

    Museum für Kunst und Kulturgeschichte
    Hansastraße 3, 44137 Dortmund
    Telefon: (0231) 50-25522
    E-Mail: mkk@stadtdo.de
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  2. MKK Dortmund (Pressemitteilung)

    „Jugendstil – ein neuer Impuls für Europa“: VHS-Vortrag im Museum für Kunst und Kulturgeschichte

    Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte präsentiert noch bis zum 23. Juni seine große Jugendstil-Sammlung in der Ausstellung „Rausch der Schönheit“. Im Begleitprogramm spricht Frank Scheidemann von der VHS am Donnerstag, 14. Februar, 18 Uhr in der Rotunde des MKK (Hansastr. 3) über die europäische Dimension der Kunstrichtung. Die Veranstaltung ist kostenlos.

    Während sich in England bereits ab der Mitte des 19. Jahrhunderts Künstler, Literaten und Architekten in der Arts-and-Crafts-Bewegung zusammenschlossen und eine Erneuerung von Kunst und Handwerk forderten, entwickelten sich in Katalonien unter der Bezeichnung „Modernisme“ ab 1885 ähnliche Bestrebungen. Fast parallel kam es in Frankreich, vor allem in Paris und Nancy, zum „Art nouveau“. In Belgien hatten Victor Horta und Henry van de Velde großen Einfluss auf die Entwicklung des Jugendstils.

    Dass es sich nicht nur um eine Frage des Stils handelte, sondern um eine neue Lebensauffassung, wird besonders in Deutschland deutlich. Hier bezieht sich der Begriff „Jugendstil“ auf die im Mai 1896 erstmals erschienene Wochenzeitschrift „Jugend“. Ein Jahr später wurde in Wien die Secession gegründet, ein Zusammenschluss innovativer Künstler, die, wie im übrigen Europa auch, die traditionellen Kunstvorstellungen ablehnten. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges eroberte die Idee von einem alle Lebensbereiche umfassenden Stil ganz Europa.

    Die Ausstellung zeigt auf rund 1000 Quadratmetern herausragende Stücke international bekannter Künstler aus der Zeit um 1900 – vom Werbeschild bis zur Vase, von der Fliese bis zum Fauteuil, von Gemälden, Scherenschnitten und Skulpturen bis zu kompletten Wohnungseinrichtungen. Dabei geht es auch um Dortmunder Geschichte und Geschichten.

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    Hansastraße 3, 44137 Dortmund
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  3. MKK Dortmund

    Jugendstil in Hörde: Ein Spaziergang im „Rausch der Schönheit“

    Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte präsentiert derzeit erstmals seine große Jugendstil-Sammlung in vollem Umfang: Die Ausstellung „Rausch der Schönheit. Die Kunst des Jugendstils“ zeigt auf rund 1000 Quadratmetern herausragende Stücke international bekannter Künstler aus der Zeit um 1900. Aber auch im Dortmunder Stadtbild finden sich viele Zeugen des Jugendstils – auch in Hörde. Ein geführter Spaziergang am Samstag, 16. Februar, 14 bis 15.30 Uhr macht darauf aufmerksam. Die Teilnahme kostet 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. Anmeldungen unter (0231) 50-26028 oder info.mkk@stadtdo.de

    Bis zur Eingemeindung 1928 war Hörde eigenständig und hatte mit seiner Hermannshütte sogar einen Vorsprung gegenüber dem benachbarten Dortmund – industriell gesehen. Vom damaligen Selbstbewusstsein legen repräsentative Gebäude noch heute Zeugnis ab, belegt auch durch Hinterlassenschaften aus dem Jugendstil. Großzügig geplante Häuser findet man exemplarisch an der Hörder Rathausstraße. Bescheidener, jedoch nicht weniger interessant sind Straßenzüge südlich der Bahnlinie, etwa in der Umgebung des Hörder Neumarkts. Der Spaziergang beginnt und endet an der Schlanken Mathilde und führt durch beide Seiten des Viertels.

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  4. MKK Dortmund (Pressemitteilung)

    Jugendstil in Hörde: Ein Spaziergang im „Rausch der Schönheit“

    Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte präsentiert derzeit erstmals seine große Jugendstil-Sammlung in vollem Umfang: Die Ausstellung „Rausch der Schönheit. Die Kunst des Jugendstils“ zeigt auf rund 1000 Quadratmetern herausragende Stücke international bekannter Künstler aus der Zeit um 1900.

    Aber auch im Dortmunder Stadtbild finden sich viele Zeugen des Jugendstils – auch in Hörde. Ein geführter Spaziergang am Samstag, 23. März, 14 bis 15.30 Uhr macht darauf aufmerksam. Die Teilnahme kostet 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. Anmeldungen unter (0231) 50-26028 oder info.mkk@stadtdo.de

    Bis zur Eingemeindung 1928 war Hörde eigenständig und hatte mit seiner Hermannshütte sogar einen Vorsprung gegenüber dem benachbarten Dortmund – industriell gesehen. Vom damaligen Selbstbewusstsein legen repräsentative Gebäude noch heute Zeugnis ab, belegt auch durch Hinterlassenschaften aus dem Jugendstil.

    Großzügig geplante Häuser findet man exemplarisch an der Hörder Rathausstraße. Bescheidener, jedoch nicht weniger interessant sind Straßenzüge südlich der Bahnlinie, etwa in der Umgebung des Hörder Neumarkts. Der Spaziergang beginnt und endet an der Schlanken Mathilde, Stadtführer Wolfgang Kienast führt durch beide Seiten des Viertels.

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  5. MKK Dortmund (Pressemitteilung)

    Jugendstil in der Nordstadt: Mit dem Fahrrad vom Hafen zum Nordmarkt

    Im Dortmunder Stadtbild finden sich viele Spuren des Jugendstils – auch in der Nordstadt. Unter kundiger Führung kann man sie nun entdecken: Am Samstag, 30. März, 14 Uhr (bis 16.15 Uhr) leitet Stadtführer Wolfgang Kienast Interessierte mit dem Fahrrad vom Hafenamt bis zum Nordmarkt. Die Teilnahme kostet 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. Anmeldungen unter (0231) 50-26028 oder info.mkk@stadtdo.de

    Die Dortmunder Nordstadt gilt als größtes zusammenhängendes Gründerzeitviertel in NRW. Mit der Eröffnung des Bahnhofs anno 1847 begann die zügige Entwicklung des Stadtteils. In der Folge haben mehrere Epochen eindrückliche Spuren hinterlassen – allein 117 eingetragene Baudenkmale in der städtischen Denkmalliste zeugen davon. Viele Gebäude zwischen Hafen und Hoeschpark sind dabei dem Jugendstil zuzuordnen. Mit der Braunschweiger ist eine Straße dieser Ära sogar komplett erhalten geblieben.

    Die Radtour gehört zum Begleitprogramm der Ausstellung Ausstellung „Rausch der Schönheit. Die Kunst des Jugendstils“ im Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Das MKK präsentiert derzeit erstmals seine große Jugendstil-Sammlung in vollem Umfang: Die zeigt auf rund 1000 Quadratmetern herausragende Stücke international bekannter Künstler aus der Zeit um 1900.

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  6. MKK Dortmund (Pressemitteilung)

    Der westdeutsche Impuls: VHS-Vortrag zur Jugendstil-Ausstellung im MKK

    Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte präsentiert noch bis zum 23. Juni seine große Jugendstil-Sammlung in der Ausstellung „Rausch der Schönheit“. Im Begleitprogramm der VHS Dortmund spricht Dr. Gerda Breuer am Donnerstag, 23. Mai, 18 Uhr in der Rotunde des MKK (Hansastr. 3) über den „Westdeutschen Impuls“. Eintritt und Vortrag sind frei.

    „Kunst und Technik – eine neue Einheit“ lautete die Formel des Bauhausdirektors Walter Gropius. Das Industriegebiet zwischen Rhein und Ruhr war prädestiniert dafür, sie in modernes Design umzusetzen. Zwar galt das heutige NRW mit seiner dichten Landschaft von Schwerindustrie und traditionellem Gewerbe zur damaligen Zeit als kulturlose Werkstatt der Nation, tatsächlich jedoch war der Boden für eine umfassende Reform des Designs in den von gründerzeitlichem Reichtum geprägten Städten im Westen reichlich vorbereitet worden. Der Vortrag geht anhand zahlreicher Beispiele auf den wesentlichen Beitrag des Westens zur gestalterischen Modernisierung Deutschlands ein.

    Museum für Kunst und Kulturgeschichte
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  7. MKK Dortmund (Pressemitteilung)

    Berauschende Bilanz der Jugendstil-Ausstellung: 22.000 kamen ins MKK – erfolgreiche Angebote bleiben erhalten

    Am vergangenen Sonntag ist die große Jugendstil-Ausstellung „Rausch der Schönheit. Die Kunst des Jugendstils“ am Museum für Kunst und Kulturgeschichte nach über sechsmonatiger Laufzeit erfolgreich zu Ende gegangen. Die Erwartungen der Ausstellungsmacher wurden dabei übertroffen: Rund 22.000 Besucherinnen und Besucher haben die Schau gesehen und waren voll des Lobes. Der Katalog ist ausverkauft, mehr als 100 Führungen wurden organisiert. Auch das Begleitprogramm war ein voller Erfolg: Die Spaziergänge und Radtouren zum Jugendstil in der Stadt waren stets ausgebucht, die Vorträge und Veranstaltungen gut besucht.

    Die Ausstellung wurde vom Museum in Zusammenarbeit mit der Stiftung für das MKK und der Dortmunder Museumsgesellschaft e.V. realisiert. Letztere machte dem Museum zusammen mit der Reinoldigilde zu Dortmund Geschenke für die Jugendstilsammlung in Höhe von rund 100.000 Euro. Beide Fördereinrichtungen, Stiftung und Gesellschaft, unterstützten das Museum auch beim Einwerben von Drittmitteln zur Finanzierung des Projektes. So konnte die Jugendstil-Ausstellung ihrem Titel gerecht werden – es war ein Schwelgen im „Rausch der Schönheit“.

    Die Dortmunder Museumsgesellschaft verabschiedete sich bei ihrem Sommerfest eine Woche vor Ende der Laufzeit von der Schau mit einem Konzert mit der Mezzosopranistin Ileana Mateescu. Sie interpretierte meisterhaft Lieder von Richard Strauss, Gustav Mahler und Hugo Wolf und begeisterte das anwesende Publikum. Beide Fördereinrichtungen vertritt Udo Mager als Vorstands- und Stiftungsratsvorsitzender.

    Für die Dortmunderinnen und Dortmunder gibt es ein Wiedersehen mit dem Jugendstil: Zum einen wandert ein großer Teil der gezeigten Objekte zurück in die Dauerausstellung. Zum anderen werden die Spaziergänge und Fahrradexkursionen zum Jugendstil in der Reihe „Spaziergänge zur Kunst im öffentlichen Raum“ fortgesetzt. Auch der digitale Spaziergang zum Jugendstil im Kaiserviertel mit der App „Actionbound“ lädt weiterhin dazu ein, den Jugendstil an Fassaden und auf dem Friedhof zu entdecken. Die rund 1,5-stündige, digitale Schnitzeljagd führt vom MKK bis zum Ostfriedhof und ist kostenlos.

    Der Katalog zur Ausstellung soll eine zweite Auflage erleben und wird dann im Museumsshop erhältlich sein. Auch eine Dokumentation der erfolgreichen Ausstellung ist geplant.

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