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Auszeichnung von Vivawest-Beständen am Lütgenholz mit „Zuhause sicher!“ – Stadt fördert Hof- und Fassadenprogramm

Freuen sich über die kriminalpräventiven Modernisierungen im Wohnquartier Lütgenholz: OB Ullrich Sierau, Polizeipräsident Gregor Lange und Haluk Serhat, Generalbevollmächtigter von Vivawest. Foto (5): Vivawest

Bei der Modernisierung des Quartierbereichs Lütgenholz in der Dortmunder Nordstadt hat Vivawest unter anderem die Gebäude energetisch saniert, neue Balkone angestellt sowie Fassaden und Außenanlagen umgestaltet. Im Zuge dieser Maßnahmen, der eine Befragung von AnwohnerInnen vorausging, wurde auch die Sicherheit für die MieterInnen in den 184 Wohnungen deutlich erhöht. Dafür gab es im Beisein von Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Polizeipräsident Gregor Lange die Plakette „Zuhause sicher!“. – Unterdessen hat der Dortmunder Stadtrat auf seiner letzten Sitzung am 14. November auf Vorschlag des Verwaltungsvorstands beschlossen, im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms einen Teil der weiteren im Borsigplatz-Quartier vom Wohnungsunternehmen geplanten Modernisierungsmaßnahmen mit 20 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten oder knapp 100.000 Euro zu bezuschussen: es geht um die Hof- und Fassadengestaltung.

Hof-und Fassadenprogramm als zentraler Baustein für „Neue Urbanität“ von Stadt gefördert

Die Fassadengestaltung an den Beständen der Vivawest rund um den Borsigplatz soll das Identifikationspotential der Wohnumgebung erhöhen.

Bereits 2016 hatte der Rat der Stadt die Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes Dortmund-Nordstadt auf den Weg gebracht und die Verwaltung beauftragt, die vorgeschlagenen Projekte zur Beantragung von Fördermitteln weiter zu qualifizieren und zur Förderung anzumelden. Das Konzept beinhaltet ein umfassendes Paket mit Maßnahmen, die zukünftig den Stadtbezirk prägen sollen. Ein zentraler Baustein des Programmschwerpunktes „Neue Urbanität“ ist das Hof-und Fassadenprogramm.

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Grundsätzliches Ziel im Rahmen der Programmumsetzung Soziale Stadt Dortmund war es, private ImmobilieneigentümerInnen und vereinzelt auch Wohnungsunternehmen zu motivieren, in ihre Immobilie zu investieren. Dies auch in Form einer ansprechenden Gestaltung der Hausfassade mit Licht oder einer künstlerischen Farbgestaltung. Damit werden die entsprechenden Quartiere aufgewertet und nach außen bildhaft vermittelt, dass in der Nordstadt neue Akzente gesetzt werden.

Von den rund 3.000 Wohnungen in der Dortmunder Nordstadt, die Vivawest bewirtschaftet, gehören rund 900 Wohneinheiten zum  Quartier Borsigplatz. Insbesondere im westlichen Bereich hatten sich soziale Problemlagen verdichtet: Kleinkriminalität, Drogenkonsum, Verschmutzung öffentlicher Flächen usf. Dies führt zu einer sinkenden Lebens-und Aufenthaltsqualität für BewohnerInnen, einem Rückgang sozialer Beziehungen und von Kontakten zwischen den Menschen im Viertel, letztlich zu einer geringeren Wohnzufriedenheit und relativ hohen Wegzugsabsichten.

Soziale Problemlagen um Borsigplatz erzeugen Handlungsbedarf – Vivawest investiert

Um dieser Problematik entgegenzuwirken, hatte die Vivawest Wohnen GmbH eine Gesamtstrategie zur Quartiersentwicklung am Standort „Borsigplatz-West“ konzipiert, welche sich auch auf den östlichen Bereich des Quartiers übertragen lässt. Zur Ermittlung der Problemlagen und Bedarfe wurde eine BewohnerInnen-Befragung sowie eine „Ideenwerkstatt Innenhöfe“ durchgeführt.

Aufbauend auf diese Hinweise sowie auf die eigenen Analyseergebnisse, erfolgte eine Unterteilung in sechs Mikroquartiere mit entsprechenden Einzelmaßnahmen. Mit der Umsetzung wurde zunächst im Quartiersbereich Lütgenholz begonnen; er umfasst 21 Gebäude mit 184 Wohnungen sowie weitläufige Außenanlagen.

Für die dort anstehenden Modernisierungsarbeiten erarbeitete Vivawest gemeinsam mit der Dortmunder Polizei ein Konzept zur städtebaulichen Kriminalprävention. Mit dem ausgewiesenen Präventionswissen der Ordnungshüter wurden die Außenanlagen so gestaltet, dass sie keine Verstecke und uneinsehbare Bereiche mehr bieten.

Sicherheit und Wohnqualität – Unternehmen glaubt an die Dortmunder Nordstadt

Die neue Wegeführung bietet klare Sichtachsen. Zusammen mit dem Beleuchtungskonzept, das sämtliche Hauseingänge, Wege und Plätze dunkelfeldfrei ins Licht setzt, wird so dazu beigetragen, sogenannte Angsträume zu beseitigen. 

Auch in den Gebäuden wurde die Sicherheit gegen Einbruch und ungebetenen Besuch verbessert. Die Wohnungseingangstüren sowie Fenster und Balkontüren sind durch den Einbau von mechanischen Elementen technisch so ausgestattet, dass sie ebenfalls die Anforderungen der städtebaulichen Kriminalprävention erfüllen. Zudem lässt sich unter anderem aus der Wohnung heraus das Licht im Hausflur anschalten, um jederzeit sehen zu können, wer an der Wohnungstür steht. 

„Die Modernisierung des Quartiers Lütgenholz ist ein erster Schritt der großangelegten Modernisierung unseres Bestands im Bereich Borsigplatz West. Davon werden in den kommenden Jahren 830 Wohnungen profitieren. Wir glauben an die Nordstadt und möchten unseren Teil dazu beitragen, dass die Menschen hier gern und sicher leben“, betonte Haluk Serhat, Generalbevollmächtigter von Vivawest.

Wohnungsunternehmen arbeitet mit Stadt Dortmund und Dortmunder Polizei Hand in Hand

„Die Nordstadt ist ein lebenswerter Stadtteil mit einem enormen Potential und spielt eine wesentliche Rolle in der kommunalen Stadtentwicklung. Wir kommen dabei jeden Tag einen Schritt weiter voran, wissen aber um die Herausforderungen, die es dabei gibt. Deshalb sind wir froh, viele Partner wie Vivawest an der Seite zu haben, die uns dabei unterstützen, diesen Stadtteil weiter nach vorne zu bringen“, ist OB Ullrich Sierau optimistisch. 

Vivawest-Bestände Lütgenholz. Foto: Thomas Engel

Das Polizeipräsidium Dortmund ist Mitglied des Netzwerks „Zuhause sicher!“. Dessen Ziel ist es, Menschen für Einbruchschutz zu sensibilisieren und auf dem Weg zu einem sicheren Zuhause zu beraten. Das Netzwerk wurde von Polizeibehörden gegründet und setzt sich gemeinsam mit Kommunen und Unternehmen für eine Stärkung der Kriminalprävention ein. 

„Uns als Polizei Dortmund liegt die Sicherheit der Dortmunder, aber vor allem auch ihr Sicherheitsgefühl am Herzen. Gerade in der Nordstadt sind wir daher seit Jahren mit viel Aufwand tätig. Jede Anstrengung und jede Maßnahme, die uns dabei unterstützt, den Bewohnerinnen und Bewohnern noch mehr Sicherheit zu geben, begrüßen wir daher natürlich. Dieses Projekt hat uns gezeigt, dass wir diesbezüglich in Vivawest einen zuverlässigen Kooperationspartner gefunden haben“, freut sich auch der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange. 

Weitere Modernisierungen der Vivawest-Bestände rund um den Borsigplatz geplant

Abgeschlossene Fassendengestaltung und Modernisierung im Quartiersbereich Lütgendholz.

Seit 2017 hat Vivawest rund 6,5 Millionen Euro in die Modernisierung der Bestandsgebäude und des Wohnumfeldes im Teilquartier Borsigplatz-West investiert. Das ist auch der Stadt Dortmund nicht entgangen. Aus diesem Grund hatte der Verwaltungsvorstand für die Sitzung des Dortmunder Stadtrates am 14. November einen Beschlussvorschlag zur Förderung des Hof-und Fassadenprogramms eingebracht.

Zur Begründung der Initiative seitens des Verwaltungsvorstandes hatte Planungsdezernent Ludger Wilde zuvor darauf verwiesen, dass Vivawest einer der „großen Bestandhalter“ von Wohnraum sei. Mit Investitionen, die ein sichtbares Zeichen im Quartier setzten, dessen Wahrnehmung und Image verbesserten.

Mikroquartiere aus Beständen des Unternehmens westlich vom Borsigplatz. Quelle: Vivawest

Bei einem Gesamtvolumen des anvisierten Hof- und Fassadenprogramms in Höhe von 496.700 Euro ergibt sich ein städtischer Eigenanteil von 99.340 Euro als Zuschuss für die Quartiersaufwertung um den Borsigplatz. Damit kann das Wohnungsbauunternehmen in den kommenden Jahren die sowieso geplante, sukzessive Modernisierung weiterer Bestände im Borsigplatzquartier auch unter diesem Aspekt vorantreiben.

Vorgesehen für die auf den Weg gebrachte städtische Förderung sind Höfe und Fassaden in den Mikroquartieren C und D sowie im Baufeld Ost. Durch die Aufwertung der Fassaden – insbesondere im Mikroquartier C – soll die besondere architektonische Identität des Ensembles für das gesamte Quartier wiederhergestellt und ein sichtbares Zeichen für die Nordstadt gesetzt werden.

Hof-und Fassadenprogramm soll in gewählten Mikroquartieren bis 2020 realisiert werden

Wie schon im Quartiersbereich Lütgenholz soll die geplante Neugestaltung von Fassaden und Außenanlagen es ermöglichen, dass die Bewohner und Gäste sich wieder vermehrt im Außenbereich aufhalten können. Mit dem Effekt erhöhter sozialer Kontrolle in den Beständen und angrenzenden öffentlichen Bereichen.

Neben einer Verbesserung der Sicherheit für die AnwohnerInnen durch Auflösung aktueller Angsträume ist darüber hinaus geplant, mit der künstlerischen Gestaltung einiger Fassaden die Tradition zu den Themen „BVB“ und „Hoesch“ wieder in den Vordergrund zu heben und die Identifikation der Bewohner mit ihrem Quartier zu reaktivieren.

Durch eine begleitende Imagekampagne, die nicht Gegenstand der städtischen Förderung ist, will Vivawest zusätzlich zu den baulichen Maßnahmen das Image des Quartiers nachhaltig verbessern. Ziel des Wohnungsbauunternehmens ist es, die Planungen möglichst schnell umzusetzen, um so einen nachhaltigen Effekt im gesamten Quartier zu erreichen: die Maßnahmen im Rahmen des Hof-und Fassadenprogramms in den Mikroquartieren C, D und Ost sollen bis 2020 realisiert werden.

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