
Mit frischen Tomaten, Gesprächen mit Seniorinnen und Senioren sowie dem Sortieren von Hilfsspenden hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Dortmund ehrenamtliches Engagement gewürdigt. Anlass war der erste bundesweite „Ehrentag“ rund um den Geburtstag des Grundgesetzes am Freitag, 23. Mai. Unter dem Motto „Für dich. Für uns. Für alle.“ besucht Steinmeier bis Freitag, 30. Mai, zahlreiche Mitmach-Aktionen in Deutschland.
Hilfe für das „Internationale Senioren-Frühstück gegen Einsamkeit“
In Dortmund führte ihn sein Besuch zunächst ins Haus der Vielfalt des Verbunds der sozial-kulturellen Migrantenvereine Dortmund (VMDO).

Dort half er gemeinsam mit NRW-Integrationsministerin Verena Schäffer und Oberbürgermeister Alexander Kalouti bei den Vorbereitungen für das „Internationale Senioren-Frühstück gegen Einsamkeit“. Dabei schnitten die Gäste Brot, Tomaten und Gurken und kamen mit Ehrenamtlichen sowie Seniorinnen und Senioren ins Gespräch.
Das Frühstück ist Teil der Projekte „KulSa“ und „Café Via – Vielfalt im Alter“. Sie richten sich an ältere Menschen mit Migrationsgeschichte und sollen Einsamkeit, Sprachbarrieren und soziale Isolation überwinden. Insgesamt nahmen Mitglieder aus 13 internationalen Seniorengruppen teil, darunter ukrainische, türkische, arabische, iranische, kurdische und russischsprachige Gruppen.
Demokratie: „Die Verfassung ist nicht vom Himmel gefallen“
Steinmeier hob die Bedeutung des Engagements hervor. „Die Verfassung ist nicht vom Himmel gefallen“, sagte der Bundespräsident. Demokratie lebe davon, „dass Menschen sich für Demokratie in diesem Lande einsetzen“.

Besonders beeindruckt zeigte er sich davon, dass im Projekt Einsamkeit und Migration gemeinsam gedacht würden. Der VMDO gilt als wichtiger Akteur der Dortmunder Integrationsarbeit.
Seit 2008 vernetzt der Verbund Migrantenorganisationen und engagiert sich in den Bereichen Bildung, Teilhabe und Seniorenarbeit. Das Projekt „KulSa“ wurde 2025 mit dem Dortmunder Integrationspreis ausgezeichnet.
Besuch des Bundespräsidenten als besondere Anerkennung ihrer Arbeit
Nach dem Besuch im Haus der Vielfalt ging es für den Bundespräsidenten weiter in den Dortmunder Hafen zum Verein „Grenzenlose Wärme – Refugee Relief Work“. In einer Lagerhalle sortierte Steinmeier gemeinsam mit Ehrenamtlichen Sachspenden für Hilfspakete.

Die Hilfen gehen unter anderem an Menschen in ukrainischen Grenzregionen. Auch dort nahm sich der Bundespräsident Zeit für Gespräche mit Helferinnen und Helfern. Viele Ehrenamtliche empfanden den Besuch als besondere Anerkennung ihrer Arbeit.
Beim VMDO blieb vor allem ein Satz vieler Seniorinnen und Senioren in Erinnerung: „Wir fühlen uns gesehen.“

