Cargovibe UG und Wailand GmbH: Zwei start2grow-Preise für Dortmunder Start-Ups

Wirtschaftsförderung Dortmund zeichnet Gründer:innen aus

Gruppenfoto von allen Firmen bei der Preisverleihung
start2grow-Abschlußveranstaltung im Depot am 6. März mit allen Teilnehmer:innen Andreas Buck für Wirtschaftsförderung Dortmund

Beim Finale von start2grow, dem bundesweiten Gründungswettbewerbs der Wirtschaftsförderung Dortmund, sind am 6. März zehn Gründungsteams für ihre innovativen Geschäftsideen ausgezeichnet worden. Der Wettbewerb existiert seit 25 Jahren und zählt mit 101 eingereichten Businessplänen und 94.000 Euro Preisgeld zu den größten Deutschlands. Auf Einladung der Wirtschaftsförderung Dortmund präsentierten sich die 20 Teams mit den besten Businessplänen in der Sparkasse Dortmund. In kurzen Pitches stellten die Gründer:innen ihre Geschäftsmodelle vor und beantworteten anschließend die Fragen der start2grow-Jury.

20 Teams hatten Businesspläne präsentiert

„Unsere diesjährigen Gewinnerteams zeigen, wie viel Innovationskraft in der deutschen Gründungsszene steckt“, so Heike Marzen, Geschäftsführerin der Dortmunder Wirtschaftsförderung und Mitglied der start2grow-Jury. „Und auch Dortmunder Start-ups mischen im nationalen Gründungsgeschehen ganz vorne mit, wie die sehr guten Platzierungen von cargovibe und wailand zeigen“.

Drei Männer mit Urkunden in der Hand
Philipp Bracht, Leon Schumacher und Michel Schrick von der cargovibe UG machten den zweiten Platz Andreas Buck

Die UG cargovibe aus Dortmund erhielt den zweiten Preis. Das Start-up entwickelt eine KI-gestützte Plattform, die Fahrerinnen und Fahrer von LKWs, Speditionen sowie Infrastrukturangebote miteinander verbindet und so für mehr Planbarkeit und Effizienz in der Logistik sorgt.

Den dritten Platz kann auch ein Dortmunder Unternehmen für sich verbuchen: Die wailand GmbH setzt ebenso KI ein. Mit seiner Plattform erleichtert das Start-up die Arbeit von Ingenieurinnen und Ingenieuren, indem es Engineering-Systeme und Prozesse miteinander vernetzt und die Entstehung von Produktvarianten automatisiert.

Gewinner-Team: Firma analysiert Brückenschäden

Den ersten Platz erhält die Spree Monitoring GmbH aus Berlin. Das Start-up um Julia Hau und Sven Focht entwickelt ein innovatives Monitoringsystem, das Schäden an Brücken frühzeitig erkennt. Mithilfe von Ultraschall-Technologie lassen sich notwendige Sanierungen gezielter planen und läßt sich die Sicherheit von Bauwerken erhöhen.

Ein Mann und eine Frau mit einer Urkunde in der Hand
Julia Hau und Sven Focht von Spree Monitoring GmbH aus Berlin gewonnen den ersten Preis Andreas Buck

Neben der Technologie überzeugte die Jury vor allem das große Marktpotenzial der Lösung. Start2grow begleitet Gründerinnen und Gründer auf dem Weg von der Geschäftsidee zum eigenen Unternehmen.

Neben Preisgeldern und Workshops profitieren die Teilnehmenden von einem bundesweiten Netzwerk aus ehrenamtlichen Coaches, Investorinnen und Investoren sowie erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Sonderpreis für Dortmunder Gründer:innen

Den diesjährigen Sonderpreis des TechnologieZentrumDortmund (TZDO) sichern sich ebenfalls wailand und cargovibe. Beide erhalten je 5.000 Euro, um ihre individuellen Wachstumspläne am Standort voranzutreiben.

„cargovibe und wailand zeigen mit ihren Lösungen, welches enorme Potential in branchenspezifischen KI-Anwendungen liegt“, sagt TZDO-Geschäftsführer Dirk Stürmer. „Wir zeichnen mit unserem Sonderpreis zwei vielversprechende Teams aus, die KI in die Industrie bringen und daher perfekt zu Dortmund passen“.

start2grow-Jubiläum schafft feierlichen Rahmen

Die Preisverleihung stand ganz im Zeichen des 25. start2grow-Jubiläums. Neben Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti nahmen zahlreiche Alumni, Mitglieder des ehrenamtlichen Coaching-Netzwerks sowie langjährige Partner des Wettbewerbs teil. Erstmals standen in diesem Jahr zudem zwei start2grow-Alumni auf der Bühne, um die Laudationen für die Preisträger*innen zu halten: Dörte Schabsky, Gründerin des Co-Working-Anbieters Work Inn (heute Rivvers), und Dr. Ingo Dahm.

Dahm, Erfinder eines Grundlagenpatents für mobiles Ticketing, nahm mit seinem Unternehmen Tel-a-Ticket 2001 am Wettbewerb teil. Die Teilnahme habe ihm „beigebracht, wie man Unternehmen aufbaut und durch Krisen führt“, erklärte er. Die Auszeichnung habe ihm zudem wichtigen Rückenwind gegeben – zu einem Zeitpunkt, als kaum jemand an das Potenzial mobiler Ticketbestellungen glaubte.

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