Die Energiepreise in Dortmund werden sinken

DEW21 senkt die Preise für Gas und Strom in der Grundversorgung

Außenansicht des Gebäudes der DEW21
In der Zentrale der DEW21 am Günter-Samtlebe-Platz wurden die Strom- und Gaspreise neu kalkuliert. Foto: Helmut Sommer für Nordstadtblogger.de

DEW21 senkt die Preise für Gas und Strom in der Grundversorgung. Die sinkenden Preise erklärt der Dortmunder Versorger mit sinkenden Steuern und Abgaben sowie günstigerer Beschaffung. Wegen teurer Beschaffungsverträge, musste die DEW21-Chefin 2024 ihren Posten räumen.

Preise für Strom und Gas werden günstiger

Die Kilowattstunde Strom reduziert sich von 41,5 Cent auf 36,4 Cent. In der Erdgasgrundversorgung sinkt der Arbeitspreis von 14,8 Cent/kWh auf 12,8 Cent/kWh. Die Grundpreise bleiben sowohl in der Strom- als auch in der Erdgasgrundversorgung stabil.

Durch die Preissenkung ergibt sich für einen Musterhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 2.000 kWh Strom eine Ersparnis von rund 103 Euro. In der Erdgasversorgung spart ein Musterhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 12.000 kWh zukünftig rund 245 Euro. Die Änderungen treten ab 1. April in Kraft.

Die Grundversorgung ist das Standardangebot der örtlichen Versorger für alle, die keinen besonderen Tarif buchen. Allgemein sind die Preise in der Grundversorgung höher als in anderen Tarifen. Laut Daten der Bundesnetzagentur beziehen rund ein Viertel der Stromkunden ihren Bedarf aus der Grundversorgung, bei Gaskunden liegt der Anteil bei 16 Prozent. 

Die Beschaffung von Strom und Gas wird billiger

Ein Grund für die sinkenden Preise sind , dass „DEW21 die Energiemengen zu deutlich attraktiveren Konditionen beschaffen können als in den vergangenen Jahren“, teilte das Unternehmen mit. Im Jahr 2024 musste Heike Heim – frühere Chefin des Versorgers und amtierende Stadtwerke-Chefin – ihren Posten räumen, weil sie Beschaffungsverträge zu überhöhten Preisen abgeschlossen hatte.

Archivfoto: Thomas Engel für Nordstadtblogger.de

Der zweite Faktor für die Senkund sind Anpassungen bei Steuern, Abgaben und Umlagen. Hier gibt das Unternehmen die sinkenden Kosten an die Kunden in der Grundversorgung weiter. Ebenfalls würden diese Einsparungen an die Kunden anderer Tarife weitergegeben wie vertraglich vereinbart, teilte DEW21 mit.

Bei dem Skandal um hohe Preise hatte DEW21 auch festgestellt, dass Kunden falsche Beträge für Steuern und Abgaben in Rechnung gestellt und erhöhte Zahlungen eingezogen. Laut Berichten in der Fachpresse waren mehr als 71.000 Verträge betroffen und 25 Mio. Euro mussten an Kunden erstattet werden.

Die betroffenen Kunden unterrichtet der Versorger im Laufe des Februar über die Preisanpassung. Fragen zu den neuen Energiepreisen beantwortet DEW21 in seinen Servicezentren.


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