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Zur Ruhe kommen in turbulenten Zeiten: Finden Sie zu sich selbst im Labyrinth in der St. Petri-Stadtkirche Dortmund

Mechthild Schwarzenberger und Matthias von Westerholt stellten das Labyrinth in der Stadtkirche vor. Es soll die Verunsicherungen und Verwirrungen in der Corona-Krise symbolisieren. Foto: Stephan Schütze

Ein Labyrinth aus Steinen ziert aktuell den Kirchraum von St. Petri. Wer die Stadtkirche am Dortmunder Westenhellweg besucht, kann darin Wege ausprobieren, Ziel und Ausweg suchen oder einfach auf dem eigenen Weg durch die vermeintlichen Irrgänge zur Ruhe kommen. Fünf Gänge führen durch das Labyrinth. Die Corona-Abstandsregeln geben vor, dass jede und jeder die runden Wege nur einzeln betritt.

Labyrinth kann noch bis zum 5. August besucht werden

„Sich allein auf den Weg machen“ sei die Herausforderung für jeden, der die Mitte finden will, sagte Mechthild Schwarzenberger, die Vorsitzende des Freundinnen- und Freundeskreises St. Petri e. V. bei der Vorstellung der Aktion. Auf den Weg machen „in einen Gang, der einem ziemlich verworren vorkommt.“ Damit stehe das Labyrinth in St. Petri in diesem Jahr für die Verwirrungen und Unsicherheiten dieser aktuellen Corona-Zeit. ___STEADY_PAYWALL___

Immer aber, so Mechthild Schwarzenberger, könne man schließlich zur Mitte gelangen. Was unüberschaubar erscheine, sei letztlich doch kein Irrgarten. Ein Ankommen am Ziel, übertragen ein Ankommen bei Gott und sich selbst, ist möglich. So passt sich die runde Form ein in die tragenden Säulen der Kirche. Sie ist darin umschlossen und geborgen.

Auch Pfarrer Matthias von Westerholt, der mit seiner Evangelischen Studierenden-Gemeinde am kommenden Sonntag um 18 Uhr einen Gottesdienst in dem Kirchenlabyrinth feiert, sieht darin ein Spiegelbild der gegenwärtigen Gemütslage. „So richtig angekommen in dieser Zeit ist, glaube ich, noch niemand“, sagt er. „Und einen sicheren Ausweg kennt auch noch niemand“, gerade so, wie derjenige, der sich mitten im Labyrinth befindet. Es gehe vielmehr darum, die innere Ausrichtung zu finden, den Kompass, mit dessen Hilfe man sich und sein Leben auszurichten schafft – eine eigene Standortbestimmung.

Wer sich auf den Weg zur Mitte des Labyrinths in St. Petri machen möchte, kann das noch bis zum 5. August tun. Geöffnet ist die Stadtkirche dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr sowie zu den Gottesdiensten.

 

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