
Die Pflegebranche in Dortmund wächst – trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Im Jahr 2025 waren insgesamt 15.840 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Pflegeberufen tätig. Anlässlich des Tags der Pflege am 12. Mai 2026 weist die Agentur für Arbeit darauf hin: „Pflege ist weit mehr als ein Beruf. Sie ist gesellschaftlich unverzichtbar und bietet sichere Beschäftigung, gute Verdienstmöglichkeiten und langfristige Perspektiven.“
Beschäftigung und Löhne in der Dortmunder Pflege steigen weiter
In Dortmund arbeiteten im Jahr 2025 insgesamt 15.840 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Pflegeberufen. Damit stieg die Zahl erneut um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit deutlich stärker als die allgemeine Beschäftigungsentwicklung. Die Arbeitskräftenachfrage in der Pflege bleibt weiterhin hoch, besonders examinierte Fachkräfte werden dringend gesucht. In Dortmund suchen rund 80 Prozent der Arbeitslosen jedoch eine Tätigkeit auf Helferniveau.
Die Zahl der arbeitslosen Pflegehelfer:innen übersteigt das Angebot an gemeldeten Stellen damit deutlich. Gute Perspektiven haben insbesondere Menschen, die sich zur Pflegefachkraft qualifizieren oder weiterbilden möchten. Der Bedarf an höher qualifizierten Fachkräften bleibt damit ein zentraler Engpass im Dortmunder Pflegearbeitsmarkt.
Neben der Beschäftigung entwickeln sich auch die Löhne in der Pflege positiv. Das Medianentgelt für Pflegekräfte lag in Dortmund zuletzt (Stichtag 31. Dezember 2024) bei 4.204 Euro brutto im Monat und damit über dem gesamtstädtischen Median von 4.124 Euro. Innerhalb der vergangenen vier Jahre sind die Medianentgelte in Pflegeberufen um rund 20 Prozent. Damit fiel der Anstieg deutlich stärker aus als im Durchschnitt aller Berufsgruppen.
Beschäftigungsstruktur verändert sich – vielfältige Wege in die Pflege
Die Pflege bleibt zwar weiterhin überwiegend weiblich geprägt: Rund 78 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind Frauen. Gleichzeitig steigt der Anteil der Männer kontinuierlich. Seit 2021 nahm ihre Zahl um rund 15 Prozent zu. Auch flexible Arbeitszeitmodelle spielen weiterhin eine wichtige Rolle – rund 46 Prozent der Beschäftigten arbeiten in Teilzeit.

„Viele Vorstellungen über Pflegeberufe sind längst überholt. Pflege bietet heute sichere Beschäftigung, gute Entwicklungsmöglichkeiten und deutlich bessere Verdienstchancen als oft vermutet wird. Gleichzeitig ermöglichen flexible Arbeitszeitmodelle vielen Beschäftigten eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hinzu kommt: Pflege ist sinnstiftend und gesellschaftlich unverzichtbar. Wer sich für Pflege entscheidet, entscheidet sich für einen Beruf mit Zukunft“, betont Heike Bettermann, Dortmunder Arbeitsagenturchefin.
Die Pflege bietet zudem vielfältige Einstiegsmöglichkeiten. Neben der klassischen dreijährigen Ausbildung zur Pflegefachkraft gibt es auch die ein- bis zweijährige, theoriereduzierte Pflegeassistenz-Ausbildung. Darüber hinaus eröffnen Umschulungen und Weiterqualifizierungen gute Chancen auf einen dauerhaften Arbeitsplatz in der Branche.
Mehr Informationen:
- Die Agentur für Arbeit unterstützt Jugendliche und Erwachsene, die sich für eine Tätigkeit im Pflegebereich interessieren. Weitere Informationen und individuelle Beratungstermine können telefonisch über die kostenlose Hotline 0800 4 5555 00 oder online unter www.arbeitsagentur.de vereinbart werden. Für Ausbildungsinteressierte steht zudem die Berufsberatung im Jugendberufshaus Dortmund zur Verfügung (Telefon 0231 842 9800).

