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Zehn Jahre danach: Der Deutsche Mieterbund e. V. lädt zur Gesprächsrunde über die Folgen der LEG-Privatisierung ein

Der „Kleine Hannibal“ (im Hintergrund) in der Bornstraße ist eines der größten LEG-Objekte in Dortmund.

Wie verteilen sich die Kosten von Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten? Warum ist die Betriebskostenabrechung so hoch? An wen kann ich mich mit meinen Problemen wenden? Dies sind nur einige der Fragen und Probleme, die die Mieter der LEG-Wohnungen seit des Privatisierungsverkaufs von 2008 umtreiben.

Veranstaltung mit Gesprächsrunden zu diversen aktuellen Themen und Problemen

Aus diesem Anlass lädt der Deutsche Mieterbund NRW e. V. in enger Kooperation mit seinen Partnern , verdi NRW, dem Fachbereich besondere Dienstleistungen und Mieterforum Ruhr e.V. und dem Mieterverein Dortmund am Freitag, 13. April zu einer Veranstaltung mit verschiedenen Gesprächsrunden rund um die Folgen und Auswirkungen des damaligen Verkaufs ein.

Zu Gast werden unter anderem Aktive aus der Volksinitiative gegen den Verkauf sein, die einen Rückblick auf die Phase der Privatisierung werfen und den Weg über den Börsengang im Jahr 2013 bis heute beleuchten. Wie es sich heute bei der LEG wohnt und welche Probleme LEG-MieterInnen belasten, ist Thema der zweiten Gesprächsrunde.

Teure Modernisierungsmaßnahmen, fehlerhafte Betriebskostenabrechnungen und die immer wieder beklagte schlechte Erreichbarkeit der LEG seit Schließung der LEG-Service-Büros im Herbst 2016 werden hier Thema sein.

Der Mieterverein Dortmund bittet aus organisatorischen Gründen um Anmeldung

Mieter der LEG-Wohnungen im Gespräch mit Dr. Tobias Scholz (Mieterverein) Foto: Thomas Engel

Welche Forderungen sich daraus an die LEG und die Politik aus Sicht von Mietervereinen, Mieterbeiräten und Beschäftigten stellen, ist Gegenstand im dritten Teil der Veranstaltung. Auch die Folgen des Auslaufens der Sozialcharta für LEG-Mieter und Beschäftigte werden diskutiert.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet im Theater im Depot in der Immermannstraße 29 in der Dortmunder Nordstadt statt. Aus organisatorischen Gründen bitten die Veranstalter um Anmeldung. Besucher können ab 16.30 Uhr zum Depot kommen. Das Programm beginnt um 17 Uhr und endet voraussichtlich gegen 20.15 Uhr.

Die Anmeldung kann per E-Mail, Fax oder Brief unter Angabe der jeweiligen Kontaktdaten an die Adresse des Deutschen Mieterbundes NRW.e .v., Kreuzstraße 60 in 40210 Düsseldorf erfolgen. Die Faxnummer lautet 0211/58 60 09-29. Die E-mail Adresse lautet anmeldung@dmb-nrw.de

Zehn Jahre nach dem Verkauf: Wie geht es für die MieterInnen weiter?

Vor genau zehn Jahren privatisierte die von CDU und FDP geführte Landesregierung die landeseigene Wohnungsgesellschaft LEG sowie deren Tochtergesellschaften. Das Land NRW gab damit die Kontrolle über 93.000 Wohnungen aus der Hand. Und damit ein wichtiges Instrument, um preisgünstigen Wohnraum zu garantieren.

Käufer waren die von der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs aufgelegten Whitehall Real Estate Funds. Die LEG-Volksinitiative, getragen durch ein breites Bündnis aus Mietervereinen, Mieterbeiräten, Betriebsräten der LEG, Gewerkschaften und Parteien, verfehlte damals knapp das Quorum für eine erneute Befassung mit der Privatisierung im Landtag.

Eine im Privatisierungsvertrag enthaltene Sozialcharta für Mieter und Beschäftigte sollte die Folgen der Privatisierung abfedern. Ende August 2018 läuft die Sozialcharta mit Ausnahme einzelner Regelungen aus.

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