WHH und DKH laden zu Gesprächen übers Älterwerden mit Migrationsgeschichte

Talkreihe „Lebensfäden“ über Ankommen, Bleiben und Weitergeben

Familien auf dem Weg zum DKH
Die neue Talkreihe „Lebensfäden: Vom Ankommen, Bleiben und Weitergeben“ beleuchtet das Thema Alter(n) und Migration in Dortmund. Archivfoto: Alex Völkel für Nordstadtblogger.de

Die neue Talkreihe „Lebensfäden: Vom Ankommen, Bleiben und Weitergeben – Alter(n) trifft Migration“ widmet sich dem Älterwerden von Menschen mit Migrationsgeschichte und rückt bislang wenig beachtete Perspektiven in den Mittelpunkt. Zwei Veranstaltungen im Mai und November 2026 laden zum offenen Austausch ein.

Zweiteilige Talkreihe startet im WHH

Die Reihe „Lebensfäden“ lenkt den Blick auf das Älterwerden von Menschen mit Migrationsgeschichte und stellt Fragen, die im Alltag oft untergehen. So entsteht ein Raum für ehrliche Einblicke in persönliche Lebenswege.

Der erste Termin, der zweiteiligen Talkreihe findet am 27. Mai um 18 Uhr im Wilhelm-Hansmann-Haus (WHH) statt. Der zweite Termin folgt am 18. November um 18 Uhr im Dietrich-Keuning-Haus. Der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist nötig.

Die Reihe entsteht durch die Zusammenarbeit mehrerer Partner. Dazu zählen der Fachdienst für Senioren der Stadt Dortmund, die Fachstelle Alter und Migration, das Wilhelm-Hansmann-Haus, das Dietrich-Keuning-Haus, die TU Dortmund, die FH Dortmund sowie der Verbund der sozial-kulturellen Migrantenvereine in Dortmund e. V..

Persönliche Geschichten stehen im Mittelpunkt

Die Moderation übernehmen Prof. Dr. Martina Brandt, Lehrstuhl für Sozialstruktur und Soziologie alternder Gesellschaften an der TU Dortmund, und Prof. Dr. Emra Ilgün-Birhimeoğlu, Professorin für Migration, Integration und Partizipation an der FH Dortmund.

Seniorenbegnungsstätte Wilhelm-Hansmann-Haus in der Märkischen Straße
Das Wilhelm-Hansmann-Haus ist in der Märkischen Straße ist eine städtische Seniorenbegegnungsstätte.

Gemeinsam mit den eingeladenen Gästen diskutieren sie zentrale Fragen: Wie verlaufen Lebenswege älterer Zugewanderter? Welche Barrieren erschweren gesellschaftliche Teilhabe – und welche Faktoren fördern sie? Wie können Begegnung und Dialog zu mehr Verständnis und Zusammenhalt beitragen? Welche Brücken können Begegnung und solidarische Nachbarschaften schlagen?

Die Gäste bringen ihre individuellen Lebenswege und Erfahrungen zwischen Ankommen, Bleiben und Weitergeben ein. Sie sprechen über Herausforderungen im Alltag und darüber, was gesellschaftliche Teilhabe stärkt. Am 27. Mai berichten Mahbube Peukert und Gazi Mansuroğlu aus ihrem Leben. Am 18. November bereichert Şahizer Alaca die Reihe. Beide Abende werden musikalisch von İmam Yıldırım begleitet.

Vielfalt prägt das Älterwerden in Dortmund

In Dortmund lebt eine wachsende Gruppe älterer Menschen mit Migrationsgeschichte. Rund ein Viertel der über 60-Jährigen gehört dazu. Bei den Babyboomern ist der Anteil noch höher. In den Geburtsjahrgängen 1955 bis 1969 liegt er bei 27,87 Prozent.

Außenansicht Keuing.Haus
Das Dietrich-Keuning-Haus ist das Stadtteil- und Kulturzentrum der Nordstadt. Foto: Alexander Völkel für nordstadtblogger.de

Diese Zahlen zeigen, dass Vielfalt das Älterwerden in Dortmund zunehmend prägt. Trotzdem fehlen viele Stimmen im öffentlichen Diskurs. Genau hier setzt die neue Talkreihe an und dreht die Perspektive. Sie holt Menschen auf die Bühne, die sonst selten gehört werden, schafft Begegnung auf Augenhöhe und bringt unterschiedliche Lebenswelten zusammen.

Die Abende sollen zum Nachdenken anregen, Gespräche fördern und dazu beitragen, Vorurteile abzubauen. Wer zuhört, versteht mehr und handelt vielleicht bewusster.

Termine und Anmeldung im Überblick:

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