
Die Diskussion um das Thema Winternothilfe für Obdachlose hat nach mehreren Todesfällen in der Dortmunder Innenstadt an Fahrt aufgenommen. Ein Zeichen setzte die Initiative „Schlafen statt Strafen“. Sie organisierte ein Info-Camp und einen Gedenkrundgang für obdachlose Menschen. Daran nahmen rund 25 Personen teil. Andreas, Tobi und Anna von der 2022 gegründeten Initiative machten an Orten Halt, um über die Menschen erzählen, die dort gestorben sind.
„Schlafen statt Strafen“ hält Mahnwache in Gedenken an Kälte-Tote ab
„Im Januar 2023 hat sich die Bürgerinitiative ‚Schlafen statt Strafen‘ gegründet und mit dem Protest angefangen. Damals ging das sogar eine Woche lang,“ erzählte Anna. „Deshalb haben wir gesagt, wir wollen einmal im Jahr so eine 48-Stunden-Mahnwache machen, dass wir halt auch nachts Sachen rausgeben, aber halt auch explizit solche Veranstaltungen machen, um mal zu informieren und Aufmerksamkeit zu generieren.“

Und darüber freue sie sich: „Wir haben ein paar neue Leute bei ‚Schlafen statt Strafen‘, ein paar neue Gesichter. Wir freuen uns über alle neuen Gesichter“, so Anna.
Es war viel los an diesem Samstag in der Dortmunder City rund um die Reinoldikirche. Bestes Wetter zum Einkaufen und Flanieren oder um einen Kaffee in einer der Außengastronomien zu trinken.
An der Kampstraße Ecke Katharinenstraße gab es beim Stand des Vereins Kaffee, Kuchen, eine warme Suppe. Aber auch Hygieneartikel und ein Gespräch. Denn hier an diesem zentralen Ort haben die Mitglieder von „Schlafen statt Strafen“ ihren orangen Pavillon für drei Tage aufgestellt.
Hier kamen Menschen zusammen, Obdachlose, aber auch andere Menschen, um sich einen Kaffee oder eine warme Suppe zu holen, und sich zu informieren. Und unweit des Pavillons standen auch zwei Dixie-Klos. Denn was für Menschen mit festem Wohnsitz selbstverständlich ist – nämlich, ein Dach über dem Kopf, ein Bett, ein Klo – ist für die Obdachlosen eben nicht selbstverständlich. Hier startet der Gedenkrundgang.
Gewalt gegen Obdachlose führte schon zu mehreren Toden
Die erste Station war eine Laterne direkt am Hauptbahnhof, inmitten von aus dem Bahnhof strömenden Menschen. An dem Tag saß hier auch ein Mann auf dem Boden, neben ihm ist ein Fahrrad an die Laterne gekettet. „Am 5. Oktober 2024 ist hier Remo zusammengetreten worden“,erzählte Andreas. „Er ist dann im Krankenhaus verstorben.“

Beklommene Stille herrschte unter den Rundgangsteilnehmer:innen. An diesem jetzt so belebten Ort schien das, was Andreas erzählt, unvorstellbar, monströs. Andreas weiter: „Wer keine Wohnung hat und die Tür hinter sich zumachen kann, ist dem ausgeliefert. Also hat Obdachlosigkeit da ein Stück weit seinen Anteil dran.“
„Am 27. Januar 2025 ist hier dann ein 48-jähriger Obdachloser zwischen dem Haupteingang und dem Taxistand tot aufgefunden worden – Thomas, ein polnischer Staatsbürger. Am 29. September 2025 dann ein Messerangriff auf einen 39-jährigen Obdachlosen“, zieht er eine vorläufige Bilanz.
Der Bahnhof als privatisierter Raum ist eine Grauzone für Bettelei
„Der Bahnhof ist ein Ort, an dem man wirklich generell die Frage stellen kann, wem gehören eigentlich öffentliche Orte, wem gehört eigentlich die Stadt? Es ist ein Ort, den alle Menschen irgendwie benutzen und eigentlich mit der öffentlichste Ort in so einer Stadt, wo alle Leute aus allen Schichten eigentlich zusammenkommen“, fügte Tobi hinzu. „Aber da ist es halt so, dass diese öffentlichen Orte privatisiert werden, wo dann plötzlich Security die Macht darüber hat, wer hier eigentlich sein darf und wer nicht. Mit so Folgen wie, dass eben Leute massiv einfach verdrängt werden.“

Früher, so berichtete Andreas, hielt die Bahnhofsmission Betten bereit, Übernachtungsmöglichkeiten für eine Nacht. „Wenn man hier am Bahnhof gestrandet war, konnte man übernachten und bekam für den nächsten Tag eine Fahrkarte für die Weiterfahrt.“
Und Tobi weiter: „Das Gleiche gilt für Toiletten. Im Prinzip gibt es hier öffentliche Toiletten, die aber auch kommerzialisiert werden. Und wenn man den Euro nicht hat, dann bleibt einem nichts anderes übrig als irgendwo draußen das Geschäft zu verrichten. Das Problem gäbe es nicht, wenn es hier eine öffentliche Toilette gäbe.“
Zentrale Forderungen von „Schlafen statt Strafen“ an den Oberbürgermeister und die Ratsfraktionen sind eine gut durchdachte und niedrigschwellige Winternothilfe, ausreichend Plätze in menschenwürdigen Notschlafstellen ohne Zugangsbarrieren, durchgängig geöffnete Wärmeorte, ein Kältebus und ein sofortiger Stopp der Kriminalisierung armer und obdachloser Menschen.
Wie am besten auf Notlagen bei Obdachlosen reagieren?
Vom Bahnhof aus leiteten Tobi, Andreas und Anna die Gruppe weiter zum Freistuhl an der Kampstraße. „Hier ist der Yetkin gestorben, in der Nacht zum 22. Januar 2022, es war schweinekalt. Die Behörden sagten hinterher, er sei aus medizinischen Gründen in Verbindung mit Alkohol gestorben. Also nicht, weil er bei Minusgraden hier im Rollstuhl gesessen hat“, so Andreas.

„Viele kannten ihn, er saß im Rolli, hatte seit seiner Geburt eine Rückgratverkrümmung. Wir stehen jetzt genau hier, wo er gestorben ist. Er war ein super Schachspieler, guter Sänger und Gitarrenspieler“, erinnert der Aktivist.
Auf die Frage, ob und wann Passanten auf eine Notlage eines Obdachlosen aufmerksam werden und wie sie handeln, betont Anna von „Schlafen statt Strafen“: „Es ist sehr unterschiedlich, wann Leute angesprochen werden, es hängt total davon ab, ob Leute die Zivilcourage und im Moment auch das Selbstvertrauen haben, das zu machen. Wir empfehlen halt mit ein bisschen Distanz, wenn man sich nicht sicher ist, zu fragen, ob die Person Hilfe braucht.“
In Gedenken an die Obdachlose Marlies
Auch in diesem Jahr sind wieder obdachlose Menschen verstorben. Eine dieser Obdachlosen war die 74-jährige Marlies, die am 24. Januar 2026 starb. Durch die Kälte belastet und weil sie zuletzt ihren angestammten Schlafplatz wechseln musste. Kerzen und Blumen erinnern auch an diesem Samstag an ihrem letzten Schlafplatz an Marlies, die bei vielen bekannt war, weil sie viele Dinge mit sich führte und ihr Lager mit Schirmen und Koffern umgeben war.

Tobi von „Schlafen statt Strafen“ weiß zu berichten: Sie hatte für jeden einen Rat und verschenkte auch an diejenigen noch etwas, die noch weniger hatten, als sie selbst.
Betroffenheit macht sich in den Gesichtern der Teilnehmer:innen breit. Ein Pärchen am „Platz von Hiroshima“ trinkt seinen Coffee to Go auf einer Bank. Ganz in der Nähe hatte Marlies ihren Stammplatz.
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Reaktionen
Zur Veröffentlichung der LeSuBiA-Dunkelfeldstudie: Gewaltbetroffenheit wohnungsloser Menschen – ein Dunkelfeld im Dunkelfeld (PM BAG W)
Mit der heute veröffentlichten Dunkelfeldstudie LeSuBiA liegen nach Jahren wieder umfassende Daten mit alarmierenden Erkenntnissen (Link am Ende) zur Gewaltbetroffenheit in Deutschland vor. Gleichzeitig muss festgestellt werden, dass wohnungslose Frauen, Männer und TIN*-Personen ohne festen Wohnsitz in der Studie gar nicht auftauchen.
„Ausgerechnet in einer Studie zum Dunkelfeld bleiben Menschen im Schatten, die besonders häufig von Gewalt betroffen sind. Denn die Studie erfasst nur die in Privathaushalten lebende Bevölkerung mit Meldeadresse und Hauptwohnsitz in Deutschland, das ist deutlich zu kurz gegriffen und nicht nachvollziehbar“, sagt Sabine Bösing, Geschäftsführerin der BAG Wohnungslosenhilfe.
Was die Daten verschweigen und was wir sehen
Als BAG Wohnungslosenhilfe führen wir seit Jahren ein Pressemonitoring zu Gewalttaten gegen wohnungslose Menschen durch (https://www.bagw.de/de/themen/gewalt/uebersicht ). Was wir dokumentieren, ist erschreckend – und nur die Spitze des Eisbergs. Wohnungslose Menschen erleben strukturelle, physische, psychische und sexualisierte Gewalt – auf der Straße, in Notunterkünften oder in prekären Wohnsituationen.
Besonders betroffen sind wohnungslose Frauen. Viele fliehen vor Partnerschaftsgewalt und werden wohnungslos. In der Wohnungslosigkeit sind sie erneut einem extrem hohen Risiko sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt. Frauen leben häufig in verdeckter Wohnungslosigkeit – sie übernachten auch zusammen mit Kindern vorübergehend bei Bekannten oder gehen prekäre Abhängigkeitsverhältnisse ein, um nicht auf der Straße schlafen zu müssen.
Diese Notlösungen sind oft mit sexualisierter Gewalt und Ausbeutung verbunden. Gleichzeitig meiden viele Frauen gemischtgeschlechtliche Notunterkünfte aus Angst vor weiterer Gewalt. Geschlechtsspezifische Schutzräume fehlen vielerorts. „Ihre Lebensrealitäten bleiben auch in dieser Dunkelfeldstudie weitgehend unsichtbar – ein Dunkelfeld im Dunkelfeld“, so Sabine Bösing.
Die BAG W fordert:
– Gezielte Forschung zur Gewaltbetroffenheit wohnungsloser Menschen mit geschlechtsspezifischem Fokus
– Einbeziehung besonders vulnerabler Gruppen in künftige Dunkelfeldstudien
– Ausbau niedrigschwelliger, geschlechtssensibler Schutz- und Hilfsangebote
– Ausreichend sichere Schutzräume speziell für wohnungslose Frauen
Link zur Dunkelfeldstudie LeSuBiA: https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Forschung/ForschungsprojekteUndErgebnisse/Dunkelfeldforschung/LeSuBiA/Ergebnisse_Publikationen/ergebnisse_node.html
Nordstadtblogger-Redaktion
Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version ist uns ein Fehler unterlaufen. Marlies ist nicht erfroren. Richtig muss es heißen:
Auch in diesem Jahr sind wieder obdachlose Menschen verstorben. Eine dieser Obdachlosen war die 74-jährige Marlies, die am 24. Januar 2026 starb. Durch die Kälte belastet und weil sie zuletzt ihren angestammten Schlafplatz wechseln musste. Kerzen und Blumen erinnern auch an diesem Samstag an ihrem letzten Schlafplatz an Marlies, die bei vielen bekannt war, weil sie viele Dinge mit sich führte und ihr Lager mit Schirmen und Koffern umgeben war.
Prävention von Wohnungslosigkeit braucht politischen Rückenwind (BAG Wohnungslosenhilfe e. V.)
Vierzig Jahre nach Einführung des Fachstellenkonzepts zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit ist Prävention aktueller denn je. Steigende Zahlen von Wohnungsnotfällen, ein angespannter Wohnungsmarkt und wachsende soziale Ungleichheit verschärfen das Risiko eines Wohnungsverlustes für immer mehr Menschen. Vor diesem Hintergrund laden die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) und die Diakonie Schleswig-Holstein zur Präventions- und Fachstellentagung „Prävention braucht Rückenwind!“ nach Kiel.
Bewährtes Konzept, unzureichende Umsetzung
Bereits 1987 empfahl der Deutsche Städtetag mit dem Fachstellenkonzept ein Organisationsmodell, das Prävention, Beratung und Koordination bündelt. Der Grundgedanke gilt bis heute: Wohnungsverlust zu verhindern ist sozial wie volkswirtschaftlich sinnvoller, als die Folgen von Wohnungslosigkeit aufzufangen. Doch das Ziel bleibt unerreicht: Die Zahl der Menschen in Wohnungsnotfallsituationen steigt, während Kommunen und freie Träger zunehmend unter Druck geraten. Die aktuellen Hochrechnungen der BAG W machen das Ausmaß deutlich: Mindestens 1.029.000 Menschen waren 2024 in Deutschland wohnungslos – Tendenz steigend.
„Der Erhalt der Wohnung ist für die Menschen die beste Lösung, menschlich wie finanziell“, sagt Sabine Bösing, Geschäftsführerin der BAG W. „Vierzig Jahre nach Einführung des Fachstellenkonzepts wissen wir, was wirkt. Was fehlt, ist nicht das fachliche Wissen, sondern der konsequente politische Wille, Prävention flächendeckend zu stärken.“
Politik und Praxis im Dialog
Im Vorfeld der Tagung erklärt Aminata Touré, Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein: „Wer seine Wohnung verliert, verliert weit mehr als nur vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Er verliert Sicherheit, Stabilität und die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Wohnungslosigkeit entsteht nicht plötzlich, sondern ist häufig die Folge sozialer, finanzieller oder gesundheitlicher Belastungen. Gerade Frauen geraten durch Trennung und Gewalt in existenzielle Notlagen. Deshalb sind frühzeitige Beratung und wirksame Prävention so wichtig. Als Land stärken wir seit vielen Jahren die Wohnungslosenberatungsstellen der freien Wohlfahrtsverbände und unterstützen Projekte, die gewaltbetroffenen Frauen bei der Wohnungssuche helfen. Außerdem setzen wir uns nachdrücklich für eine Sozialpolitik ein, die Menschen in schwierigen Lebenslagen verlässlich zur Seite steht“, so Touré.
„Unsere Erfahrungen in Schleswig-Holstein zeigen, Prävention in der Wohnungslosenhilfe wirkt“, sagt Heiko Naß, Vorstand Diakonisches Werk Schleswig-Holstein. „In den Städten und Gemeinden, in denen es präventive Angebote gibt, kann in vielen Fällen der Verlust von Wohnraum vermieden werden. Aus Sicht der Diakonie sollten solche Angebote flächendeckend eingeführt und mit bestehenden Beratungsstellen der Wohnungslosenhilfe verknüpft werden. Diese werden von Betroffenen meist als niedrigschwelliger wahr- und besser angenommen. Zudem können so gestaltete Angebote eine längerfristige und nachhaltige Begleitung der von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen sicherstellen, um erneute Mietschulden zu vermeiden. Dabei besteht auch die Möglichkeit, auf die Expertise anderer Beratungsstellen, zum Beispiel der Schuldner-, Lebens- und Sozialberatung, zurückzugreifen.“
Die Tagung greift zentrale Herausforderungen präventiver Arbeit auf: Datenschutzfragen, wirksame Mietschuldenberatung, die Zusammenarbeit mit Vermietenden sowie neue Problemlagen auf angespannten Wohnungsmärkten, etwa Wohnungsnotfälle trotz gesicherten Einkommens. Praxisbeispiele verdeutlichen die Wirksamkeit zentraler Fachstellen und den Bedarf an ihrem flächendeckenden Ausbau in ganz Deutschland.
Zugleich formulieren die Veranstalter*innen konkrete sozialpolitische Forderungen: Eine ordentliche Kündigung soll durch Schonfristzahlung analog zur außerordentlichen Kündigung geheilt werden können, um Wohnungsverluste frühzeitig abzuwenden. Kritisch diskutiert werden außerdem Reformvorhaben im SGB II, die aus Sicht der Fachpraxis das Risiko von Wohnungslosigkeit erhöhen. Hervorgehoben wird dabei auch die Bedeutung regionaler und überregionaler Vernetzung, um erfolgreiche Ansätze zu verankern und Prävention nachhaltig zu stärken.
Eines ist klar: Präventive Wohnungsnotfallhilfe ist unverzichtbar, aber sie braucht mehr politischen Rückhalt, verlässliche Finanzierung und klare Zuständigkeiten. Die Tagung in Kiel setzt mit über 70 Teilnehmenden ein starkes Zeichen dafür.
Überwindung von Wohnungsnot braucht handlungsfähige Kommunen (PM BAG W)
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) unterstützt den Aktionstag „Kommunen am Limit“ des Deutschen Städtetages am 22. Juni 2026. Für wohnungslose Menschen hat die Unterfinanzierung der Kommunen direkte Folgen: Sie gefährdet menschenwürdige Unterbringung und den Weg zurück in eigenen Wohnraum. Ohne stabile kommunale Finanzen wird sich die Wohnungsnot weiter verschärfen.
Kommunen tragen die Hauptverantwortung dafür, wohnungslose Menschen im Rahmen der kommunalen Notunterbringung unterzubringen. Gleichzeitig sind sie die entscheidenden Akteur*innen, wenn es darum geht, Wohnungslosigkeit zu verhindern, Lebenssituationen zu stabilisieren und Menschen in Wohnungsnot zurück in dauerhaften Wohnraum zu vermitteln. All das kostet Geld; Geld, das vielen Kommunen schlicht fehlt.
In Deutschland waren laut Hochrechnungen der BAG W 2024 mindestens 1.029.000 Menschen wohnungslos. Wer die Finanzlage der Kommunen weiter austrocknet, verschärft diese Notlage. Wenn Hilfen nicht in vollem Umfang gewährt werden, Hilfeangebote schließen müssen, Sozialarbeiter*innenstellen wegfallen und Kooperationen mit Wohnungsunternehmen mangels Kapazität nicht mehr gepflegt werden können, verlieren Menschen ihre letzte Chance auf ein Dach über dem Kopf.
„Die kommunale Finanzkrise ist keine abstrakte Haushaltsdebatte. Sie entscheidet darüber, ob Menschen heute Nacht ein Bett haben und morgen eine Wohnung finden. Es braucht die entschiedene Unterstützung von Bund und Ländern“, bekräftigt Sabine Bösing, Geschäftsführerin der BAG W.
Die BAG W schließt sich dem Aktionstag der Kommunen an: Nur handlungsfähige Kommunen können aktiv und umfassend Wohnungs- und Obdachlosigkeit überwinden. Sie brauchen ausreichende Ressourcen, um ihrer Verantwortung der sozialen Daseinsvorsorge nachzukommen.