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Vorrang für den Schiffsgüterverkehr: Geplante Sperrung der Schleuse Henrichenburg wird um ein Jahr verschoben

Die gegenwärtig für den Schiffsverkehr gesperrte Schleuse Henrichenburg Foto: Dortmunder Hafen AG

Mehrfach wurde die für den Schiffsverkehr existenzielle Schleuse Henrichenburg gesperrt. Foto: Hafen AG

Die für den Sommer geplante Vollsperrung der Schleuse Henrichenburg wird um ein Jahr verschoben. Statt vom 15. August bis zum 28. September 2020 wird die Schleuse reparaturbedingt vom 14. August bis zum 24. September 2021 für den Schiffsverkehr von und nach Dortmund gesperrt sein.

Wichtige Logistikdrehscheibe wird daher in diesem schwierigen Wirtschaftsjahr geöffnet bleiben

Die Schleuse am Schiffshebewerk in Waltrop-Henrichenburg muss erneut gesperrt werden. Foto: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich

Die Schleuse am Schiffshebewerk in Henrichenburg. Foto: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich

Das gab das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich gegenüber der Dortmunder Hafen AG bekannt. ___STEADY_PAYWALL___

Uwe Büscher, Vorstand der Dortmunder Hafen AG, begrüßt die Verschiebung der Vollsperrung. „Der Dortmunder Hafen hat die Daseinsvorsorge im östlichen Ruhrgebiet während der Corona-Krise engagiert unterstützt und wird als Logistikdrehscheibe nun ihren Teil zur Erholung der Konjunktur beitragen.“

„Dass jetzt nahtlos Baustoffe, Mineralöl, Container und andere Güter über die Wasserstraße bis Dortmund transportiert werden können, freut uns und die Hafenanlieger“, betont der Hafenchef. Durchschnittlich werden im Dortmunder Hafen allein per Binnenschiff Güter im Umfang von rund zwei Millionen Tonnen umgeschlagen.

Die Schleuse Henrichenburg ist für Schiffe von und nach Dortmund der einzige Zugang und kann nicht umfahren werden. Sie wird vom Bund betrieben und unterhalten. 2018 wurden erhebliche Mängel an der Untertoranlage festgestellt.

Hafenanlieger fordern seit Jahren den Bau einer zusätzlichen Schleusenkammer

Das Container-Terminal Dortmund (CTD) platzt aus allen Nähten. Der Hafenbahnhof soll Entlastung bringen.

Das Container-Terminal Dortmund (CTD) hängt von der Schleuse ab. Archivbild: Alex Völkel

Die Schleuse wurde daraufhin in 2019 für Instandsetzungsarbeiten gesperrt, die nach der ursprünglichen Planung in 2020 hätten abgeschlossen werden sollen. Konkret handelt es sich dabei um Erneuerungen der Lagerungen, Dichtungen und Anbauteile der Untertore.

Die Dortmunder Hafen AG und der Verein der Dortmunder Hafenanlieger fordern seit Jahren den Bau einer zusätzlichen Schleusenkammer – auch, um in Krisenfällen zuverlässige Logistikketten gewährleisten zu können.

Im Verkehrsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags wird derzeit darüber beraten, den Bau einer zweiten Schleuse beim Bundesverkehrsminister einzufordern.

 

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