Personalmangel sorgt für Engpässe in Fast der Hälfte der 86 Kitas

Viele Krankheitsfälle: „Katholische Kitas Ruhr“ bittet um Verständnis für Einschränkungen

Entspannt spielen und lernen - in vielen Kitas sieht die Realität derzeit anders aus. (Symbolbild)
Entspannt spielen und lernen – in vielen Kitas in Dortmund sieht die Realität derzeit leider anders aus. (Archivbild) Foto: Sergey Novikov für depositphotos.com

Fast die Hälfte der 86 Kitas der Katholische Kindertageseinrichtungen Östliches Ruhrgebiet gGmbH können derzeit nicht ihr vollständiges Betreuungsangebot anbieten. Grund dafür sind sehr viele Krankmeldungen von Mitarbeiter:innen aufgrund von Infektionskrankheiten sowie ein Mangel an Fachkräften. Geschäftsführer Thorsten Herrmann und Birgit Sprenger, die Leiterin des Fachbereichs Pädagogik, kennen die dadurch entstehenden Sorgen vieler Eltern. Die Trägergesellschaften würden aktuell alles tun, um die Auswirkungen auf das Betreuungsangebot so gering wie möglich zu halten.

Bildung von Notfallgruppen und auch Kitaschließungen

„Wir versuchen, die Situation zu entspannen, können aber Einschränkungen zurzeit leider nicht immer verhindern“, bittet Thorsten Herrmann um Verständnis. Bei Krankheitsvertretungen und Stellenbesetzungen arbeiten die Träger inzwischen schon mit insgesamt sieben Personaldienstleitstern zusammen. Aktuell müssen dennoch teilweise Betreuungszeiten verkürzt werden, so dass Einrichtungen früher schleißen oder später öffnen als sonst.

Birgit Sprenger und Thorsten Herrmann von den Katholischen Kindertageseinrichtungen Östliches Ruhrgebiet gGmbH bitten um Verständnis für das eingeschränkte Angebot vieler Kitas aufgrund akuten Personalmangels.
Birgit Sprenger und Thorsten Herrmann  bitten um Verständnis für das eingeschränkte Angebot. Foto: Michael Bodin / Kath. Pressestelle Dortmund

Auch die vorübergehende Schließung von Kitas komme vor. „Wir versuchen Personalausfälle zunächst intern abzufedern und auch durch Beschäftigte anderer Einrichtungen aufzufangen“, erläutert Birgit Sprenger. Das sei aber zuletzt nicht mehr überall gelungen, da in fast allen Kitas Personalmangel herrsche. Die Beschäftigten seien bereits sehr belastet und stünden immer wieder vor großen Herausforderungen.

„Für Berufstätige und Alleinerziehende sowie Kinder mit einem besonderen Bedarf haben wir in den betroffenen Einrichtungen Notfallgruppen eingerichtet“, erklärt Birgit Sprenger. Gründe für die Personalausfälle seien Erkältungen und andere Infektionen sowie weiterhin das Coronavirus und teilweise damit verbundene Langzeiterkrankungen.

Mehr Ausbildungsplätze und Mitarbeiter:innen-Bindung gegen Fachkräftemangel

Laut Thorsten Herrmann seien andere Träger von Kindertageseinrichtungen in ähnlicher Weise von diesen Problemen betroffen. Beim größten Träger den Dortmund – der stadteigenen Tochter FABIDO, gab es in dieser Woche beim Personal eine Anwesenheitsquote von 72 Prozent, bei den Kindern waren es 59 Prozent. „Diese Werte sind nach Auskunft von FABIDO in Anbetracht der Jahreszeit und ihrer typischen Krankheiten normal. Der Betrieb läuft also ebenfalls normal“, so Stadtsprecherin Kartin Pinetzki auch nachfrage von Nordstadtblogger.

Dem Fachkräftemangel versuchen die im Verbund „Katholische Kitas Ruhr“ zusammenarbeitenden Gesellschaften, die Katholische Kindertageseinrichtungen Ruhr-Mark gem. GmbH und die Östliches Ruhrgebiet gGmbH mit verschieden Maßnahmen zu begegnen. Dazu zählen mehr Ausbildungsplätze sowie eine intensive Begleitung und Bindung der Auszubildenden. Ein neuer Internetauftritt ist unter www.katholische-kitas-ruhr.de online und über strategische Maßnahmen („Employer Branding“) wird für die Attraktivität der Arbeitsplätze geworben.

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