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Verbraucherzentrale NRW bietet Hilfestellungen in Corona-Zeiten und appelliert an die Vernunft der Bürger*innen

Online bietet die Verbraucherzentrale NRW umfangreiche Infos zum richtigen Verhalten in der Coronakrise und beantwortet die häufigsten Fragen von Verbraucher*innen. Foto: Screenshot

Der Corona-Virus bringt das öffentliche und soziale Leben zum Stillstand. Kitas, Schulen, Museen, Theater und Kinos sind geschlossen, Konzerte und Veranstaltungen abgesagt. Um die weitere Verbreitung von Covid-19 zu verlangsamen, sollen alle möglichst zu Hause bleiben. Die ungewöhnlichen Maßnahmen führen zu allgemeiner Verunsicherung. Daher hat dieVerbraucherzentrale NRW online nützliche Tipps für das richtige Verhalten in der Krise zusammengefasst und bietet Antworten auf aktuell häufig gestellte Verbraucher*innenfragen.

Hilfreiche Tipps und Antworten auf die wichtigsten Fragen online – Beratung telefonisch oder per Mail

Die Verbraucherzentrale besteht in Dortmund seit 50 Jahren.

Die Anlaufstelle in der Reinoldistraße bleibt geschlossen. Die telefonische Beratung steht weiterhin zur Verfügung. Foto: Klaus Hartmann/Archiv

Auch Menschen, die sich nicht an Hamsterkäufen beteiligen wollen, wissen nicht immer, welche Notvorräte sinnvoll sind oder wer im Falle einer vorübergehenden Geschäfts- oder Firmenschließung die Versorgung übernimmt.

Erholungssuchende, die Tickets für ein Konzert oder die Buchung einer Reise schon in der Tasche haben, wollen wissen, welche Rechte sie bei einer Absage haben.

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Antworten und Tipps zu diesen und anderen aktuellen Verbraucherfragen rund um Corona, hat die Verbraucherzentrale NRW im Internet zusammengestellt (Link im Anhang des Artikels). Dort finden sich hilfreiche Hinweise zur Orientierung im Verbraucheralltag. Die Liste wird ständig aktualisiert und erweitert. 

Informationen und rechtliche Hilfestellungen zu vielen akuten Verbraucher*innenfragen liefern auch die örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW – bis auf Weiteres ausschließlich telefonisch oder per E-Mail. Kontaktdaten finden Ratsuchende online unter www.verbraucherzentrale.nrw/beratung-vor-ort. 

Küchenrolle und Co. sind keine Alternative – nur Toilettenpapier darf ins Klo! 

Eigentlich wäre genug für alle da. Doch Hamsterkäufe sorgen für Engpässe bei den Supermärkten. Foto: S. Fijneman

Die bereits erwähnten Hamsterkäufe führen derzeit immer wieder zu Engpässen bei Toilettenpapier. Doch der Griff zu Küchenrollen, Tempos, Feucht- und Kosmetiktüchern oder Zeitungspapier ist keine prima Alternative für eine Entsorgung übers stille Örtchen. 

„Diese Haushaltspapiere können jedoch aufgrund ihrer großen und festen Beschaffenheit die Toiletten verstopfen“, warnt die Verbraucherzentrale NRW: „Nur das normale, trockene Toilettenpapier darf ins Klo. Alle anderen Haushaltspapiere müssen nach Gebrauch in die Tüte und dann ab in die Tonne.“ 

Die im Vergleich zu dünnem Toilettenpapier sehr dicken und festen Papiere lösen sich im Wasser nicht auf, sondern verstopfen die Rohre. Feuchttücher enthalten neben Papier zudem auch Kunstfasern, die nicht ins Abwasser gelangen sollten. 

Rohrverstopfungen können teuer werden und Verzopfungen ganze Pumpwerke lahmlegen 

So sieht der Müll aus, wenn er aus dem Abwasser gefischt wurde. Foto: Ilias Abawi/EG

Feuchttücher und Küchenpapier können zu Verzopfungen in den Motoren von Pumpwerken führen. Im schlimmsten Fall legen sie den Betrieb still. Foto: Ilias Abawi/EG

Steigen in Ermangelung von dünnem Klo-Papier jetzt viele Nutzer*innen auf den Gebrauch anderer Reinigungspapiere um, drohen die WCs überzulaufen. Im schlimmsten Fall muss ein Fachmann ran, um den Abfluss wieder freizulegen. Auch die Pumpen im Abwassernetz können verstopfen und müssen kostenintensiv gereinigt werden. 

Fällt ein Pumpwerk aus, kann sich das Abwasser bis in die privaten Keller zurückstauen. „Solch ein Abpump- und Reinigungsaufwand sollte in der allgemein angespannten Lage möglichst vermieden werden, da er nicht nur zu zusätzlichen Kosten, sondern auch zu einer zusätzlichen Belastung aufgrund der dann erforderlichen Beseitigung führt“, mahnt die Verbraucherzentrale NRW. 

Auch die Emschergenossenschaft weist darauf hin, dass bei unsachgemäßer Entsorgung über den Toilettenabfluss Verzopfungen in den Pumpwerken zur Abwasserentsorgung entstehen können. In den Motoren können Küchenpapier und Feuchttücher zu sogenannten Verzopfungen führen, die im schlimmsten Fall auch einen Ausfall von Pumpwerken zur Folge haben könnten.

Küchenpapier und Feuchttücher sollten nach Verwendung im Hausmüll entsorgt werden. Dadurch werden die Abwasserkanäle und die Pumpwerke erheblich entlastet.

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Weitere Informationen:

Alle Antworten zu Verbraucher*innenfragen rund ums Thema Coronavirus finden Sie unter:

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