„Terre des Femmes“, Stadtsportbund und Polizei luden ein:

Veranstaltung „Gewalt im Sport stoppen und verhindern“:  „Schweigen schützt den Falschen!“

Die Veranstaltung „Gewalt im Sport stoppen und verhindern“ im BVB-Lernzentrum unter der Südtribüne des Westfalenstadions statt.
Die Veranstaltung „Gewalt im Sport stoppen und verhindern“ im BVB-Lernzentrum fand unter der Südtribüne des Westfalenstadions statt. Foto: TERRE DES FEMMES Städtegruppe Dortmund

Unter dem Motto „Schweigen schützt den Falschen!“ fand die Veranstaltung „Gewalt im Sport stoppen und verhindern“ im BVB-Lernzentrum unter der Südtribüne des Westfalenstadions statt. Zu diesem Abend hatte die „Terre des Femmes“-Städtegruppe Dortmund gemeinsam mit Ursula Weyandt vom Stadtsportbund Dortmund und Daniela Jankiewitz und Susan Conteddu vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention/ Opferschutz der Polizei Dortmund geladen, um auf Prävention von und Intervention bei Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt im Sport hinzuweisen.

13 Dortmunder Sportvereine und Interessierte nahmen teil

Vertreter*innen über 13 Dortmunder Sportvereine und Interessierte folgten der Einladung, um sich darüber zu informieren, wann Worte, Gesten oder Blicke sich beim Training, Wettkampf, auf dem Parkplatz oder in der Umkleidekabine zu einer Grenzüberschreitung entwickeln können.

Ursula Weyandt betonte, dass das Versenden von „Dick Pics“ (Fotos von einem Penis) bereits eine Straftat darstellt, die geahndet werden kann und muss. Sie stellte u.a. die Präventionsbausteine vor. Vereine sollen ein gewaltfreies Miteinander vorleben und dabei helfen, Worte zu finden, um die Sprachlosigkeit und die Hemmschwelle von Opfern zu reduzieren.

Dazu gibt es eine Vereinbarung mit dem Jugendamt Dortmund, die die Vereine eingehen, um ein deutliches Zeichen an Täter*innen zu senden: Gewalt hat hier im Verein keine Chance!

Das ungute Gefühl des Opfers beim Antesten gilt es zu nutzen

Daniela Jankiewitz von der Polizei ging auf die Täterstrategien ein: Über den Aufbau von Vertrauen zum potentiellen Opfer, aber auch zu deren familiären Umfeld, über ein erstes Antesten bis hin zum sexuellen Übergriff.

Ursula Weyandt betonte, dass genau die Phase des Antestens der Moment sei, um potentielle Opfer durch Präventionsarbeit vor sexuellem Missbrauch zu schützen. Denn das ungute Gefühl beim Antesten gilt es zu nutzen, um sich Freund*innen, Eltern, Trainer*innen, Übungsleiter*innen oder anderen Vertrauenspersonen im Verein zu öffnen, um den von Tätern dirigierten Teufelskreis zu unterbrechen.

Abschließend wurden Hilfsangebote dargestellt, bei denen sich Betroffene und verantwortliche Ansprechpersonen der Vereine Hilfe und Unterstützung holen können.

Die Unterhaltsame Stadionführung endete im Knast

Conny Dietz vom BVB-Lernzentrum e.V. wies auf die Aktion im Stadion hin: Wenn sich Menschen unsicher, bedroht, bedrängt fühlen, können sie sich durch die Frage „Wo geht´s nach Panama?“ bei Fanbeauftragten, Ordnungsdienst, Volunteers, Servicekräften, an Kiosken und Sanitäter*innen Unterstützung und Sicherheit im Stadion holen.

Abgerundet wurde die Informationsveranstaltung durch Conny Dietz’ spannende und witzige Stadionführung, die wie immer im „Stadion-Knast“ endete. Denn dort gehören Täter und Täterinnen hin: bis auf Weiteres weggesperrt.

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