ver.di legt Montag den Nahverkehr von DSW21 lahm: Ganztägiger Warnstreik in Dortmund

Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW

Der Warnstreik beginnt am Montag voraussichtlich gegen 3 Uhr und endet am Dienstag, 3. Februar, gegen 3 Uhr.

Ein ganztägiger Warnstreik legt am kommenden Montag (2. Februar 2026) den kommunalen Nahverkehr von DSW21 in Dortmund und Castrop-Rauxel weitgehend lahm. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten im Rahmen der laufenden Tarifrunde zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Der Warnstreik beginnt voraussichtlich gegen 3 Uhr und endet am Dienstag, 3. Februar, gegen 3 Uhr.

Nahezu alle Bus- und Stadtbahnlinien sowie die H-Bahn von DSW21 fallen aus

In diesem Zeitraum fallen nahezu alle Bus- und Stadtbahnlinien sowie die H-Bahn von DSW21 aus. Betroffen sind auch die NachtExpress-Linien, die normalerweise um 0.15 Uhr und 0.45 Uhr von der Reinoldikirche sternförmig in die Stadtteile starten.

Ebenso eingestellt wird der Busverkehr von DSW21 in Castrop-Rauxel und Schwerte sowie die gemeinsam mit der Vestischen betriebene ExpressBuslinie X13 zwischen Dortmund, Waltrop und Datteln. Regional- und S-Bahnen sind nicht von dem Warnstreik betroffen.

Nicht bestreikt werden die Flughafen-Sonderlinien AirportExpress, AirportShuttle und die Linie 490. Diese Linien werden eigenständig über den Dortmunder Flughafen organisiert und verkehren unabhängig vom übrigen DSW21-Betrieb. Die KundenCenter an der Petrikirche, am Bahnhof Hörde und am Betriebshof Castrop bleiben ganztägig geschlossen.

„Die Arbeitsbelastung ist in vielen Bereichen kaum noch zu bewältigen“

Hintergrund des Warnstreiks sind die Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen, die am Mittwoch, 21. Januar 2026, in Köln ohne Ergebnis geblieben waren. „Die Arbeitsbelastung ist in vielen Bereichen kaum noch zu bewältigen“, sagt Pamela Strutz, Bezirksgeschäftsführerin von ver.di.

Pamela Strutz ist Geschäftsführerin des ver.di Bezirks Westfalen. Foto: Maria Salem für Nordstadtblogger.de

„Der Personalmangel ist hoch, Überstunden können nicht abgebaut werden. Statt auf unsere berechtigten Forderungen einzugehen, haben die Arbeitgeber bislang kein Angebot vorgelegt, sondern bereits mit Gegenforderungen gedroht.“

Die Gewerkschaft fordert unter anderem mehr Entlastung durch zusätzliche Zeit, etwa durch kürzere Wochenarbeitszeiten bei vollem Lohnausgleich, längere Ruhezeiten zwischen den Schichten und höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit. Verhandelt wird der Manteltarifvertrag mit einer Laufzeit von 24 Monaten, während die Entgeltentwicklung bereits an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst gekoppelt ist.

Mehrere Kundgebungen begleiten den Warnstreik

Begleitend zum Warnstreik plant ver.di mehrere Kundgebungen an Standorten von DSW21 in Dortmund und Castrop-Rauxel. Als Rednerin wird unter anderem die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle erwartet. Fahrgäste werden gebeten, sich am Streiktag über die elektronische Fahrplanauskunft oder die DSW21-App über mögliche Verbindungen zu informieren.

 

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