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Stadt Dortmund errichtet erste Dauerzählstelle für Radverkehr – Radschnellweg Ruhr bekommt Priorität bei Planung

Haben die erste Dortmunder Dauerzählstelle für Radverkehr am Radweg zwischen Technischer Universität und Innenstadt eingeweiht: Baudezernent Martin Lürwer (l.), Planungsdezernent Ludger Wilde (vierter v. r.) sowie MitarbeiterInnen des Tiefbauamtes und des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes. Foto: Roland Gorecki/Stadt Dortmund.

Mehr Radverkehr für kurze Strecken, weniger motorisierte Mobilität, daher reduzierte Lärm- und Schadstoffemissionen: Um dieses Ziel nachhaltig zu realisieren, müssen genügend Radwegeverbindungen für das zu erwartende Radverkehrsaufkommen bereitstehen. Eine erste Dauerzählstelle zur Erfassung der Radverkehrsdichte wurde nun nördlich des Rheinlanddamms eingerichtet, um hierüber Wissen zu generieren. In der Region soll der Radschnellweg Ruhr vorrangig realisiert werden.

Überprüfung der Radinfrastruktur zur Reduktion des motorisierten Verkehrsaufkommens

Die Förderung der Nahmobilität und insbesondere des Radverkehrs ist zentrales Ziel im Masterplan Mobilität 2030 der Stadt Dortmund. Denn 59 Prozent der Wege unter fünf Kilometern, für die heute zum großen Teil der Pkw benutzt wird, können zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.

Wenn dies geschieht, senkt das die Verkehrsbelastung auf den Straßen und vermindert die negativen Begleiterscheinungen des motorisierten Verkehrs wie Lärm- und Schadstoffemissionen.

Die Erreichung dieses Ziels soll evaluiert werden. Um die Auslastung der Radverkehrsinfrastruktur zu überprüfen, beabsichtigt die Stadt Dortmund, an bedeutenden Radwegeverbindungen Dauerzählstellen für den Radverkehr einzurichten.

Erste Dauerzählstelle an Fuß- und Radweg parallel zum Rheinlanddamm

Auch das Land NRW ist dabei: Radschnellwege sind ein zentrales Element in seiner Nahverkehrsstrategie.

An den Zählstellen sollen an 365 Tagen im Jahr die Radverkehrsmengen erfasst werden. Darüber hinaus dienen die Radverkehrsmengen als Grundlage für weitere Planungen im Bereich Radverkehr.

Für die Einrichtung einer ersten Dauerzählstelle „Schnettkerbrücke“ wurde der Fuß- und Radweg ausgewählt, der nördlich parallel zur A40 (Rheinlanddamm) zwischen Wittekindstraße und Dorstfelder Allee verläuft.

Dieser Fuß- und Radweg wird bereits heute als Verbindung zwischen Technischer Universität Dortmund und Innenstadt stark von Radfahrern frequentiert. Es ist geplant, diesen Abschnitt in den Radschnellweg Ruhr (RS1) einzubinden, der von Duisburg über Dortmund nach Hamm verlaufen soll.

Richtungsgetrennte Erfassung der Fahrräder und Anzeige der Radverkehrsmenge vor Ort

Die Dauerzählstelle „Schnettkerbrücke“ besteht aus einem Zählgerät mit Detektoren, welche die Fahrräder richtungsgetrennt erfassen. Die tägliche Radverkehrsmenge und die Jahressumme werden vor Ort auf einer Displaysäule angezeigt. Zusätzlich können die Radverkehrsmenge des Vortages und die Jahressumme auch über die Internetseite der Stadt Dortmund abgefragt werden: hier.

Während des Testbetriebs, der am 23. Januar 2018 gestartet ist, wurden trotz des winterlichen Wetters bis zum 2. März 2018 bereits über 19 000 Fahrräder registriert. Am 24. Januar 2018 wurde mit über 1 000 Fahrrädern am Tag der bisherige Spitzenwert gemessen.

Die Einrichtung der Zählstelle wird mit Mitteln des Landes gefördert. Weitere Dauerzählstellen für den Radverkehr sollen in den nächsten Jahren folgen. Diese werden nicht alle mit einer Anzeige vor Ort ausgerüstet. Die Zählwerte sind dann über das Internet verfügbar.

Städte übernehmen auf Bitte des Landes Planungsabschnitte für den RS1

Planungsdezernent Ludger Wilde bei einer Bürgerversammlung zum „Radschnellweg Ruhr“.

Was den Ausbau der regionalen Radwegeverbindungen betrifft: Der Radschnellweg Ruhr soll in den kommenden Jahren mit Vorrang und parallel in allen beteiligten Städten realisiert werden. Um das Projekt schneller umsetzen zu können, hat der Landesbetrieb Straßenbau NRW die Städte gebeten, die Planungsabschnitte des Landes zu übernehmen.

Planungs- und Baukosten werden erstattet. In Dortmund ist diese Vorgehensweise besonders sinnvoll, da die Baulast auf Dortmunder Stadtgebiet zehn Mal zwischen Stadt und Land wechselt.

Einen ersten Teilabschnitt plant die Stadt bereits: Anfang März ist die Entwurfsplanung für die Strecke vom Südfriedhof bis zur Ruhrallee voraussichtlich fertiggestellt. „Noch im März werden wir bei der Bezirksregierung Arnsberg den Förderantrag für Ausführungsplanung und Bau dieses Abschnittes stellen. Spätestens im Frühjahr 2019 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden“, kündigt Ludger Wilde an.

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