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St. Johannes-Hospital Dortmund vergrößert sich: Krankenhaus bekommt einen Erweiterungsbau für die Kardiologie  

(v.l.): Klaus Bathen (Geschäftsführer des St.-Johannes-Hospitals), Christian Weicken (Architekt), Michael Afhüppe (Leiter der Technischen Abteilung der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund gGmbH) und Prof. Dr. Helge Möllmann (Chefarzt für Innere Medizin/ Kardiologie) Fotos: JoHo

Von Jil Bastian

Von Jahr zu Jahr leiden immer mehr Menschen an Herzerkrankungen, sodass die Anzahl der Inanspruchnahmen an kardiologischer Versorgung deutlich zugenommen hat. Um die weiterhin steigende Anzahl an Herzpatient*innen betreuen zu können, wird nun neben dem Hauptgebäude des St.-Johannes-Hospitals ein Neubau errichtet.

St. Johannes-Hospital ist Klinikum mit meisten Kathetereingriffen in ganz Nordrhein-Westfalen

Prof. Dr. Helge Möllmann ist Chefarzt des Bereichs Innere Medizin am St. Johannes-Hospital.

Das St.-Johannes-Hospital in der Dortmunder Innenstadt ist im Bereich der Kardiologie sehr gut ausgestattet. Mehr als 300 Ärzt*innen, Fach-pfleger*innen sowie Therapeut*innen arbeiten in der Abteilung der Kardiologie. Die Klinik ist eine von acht Einrichtungen der Katholischen St.-Johannes Gesellschaft Dortmund gGmbH, die vor über 20 Jahren gegründet wurde. ___STEADY_PAYWALL___

,,Die Kardiologie ist in den letzten Jahren immer weiter im Haus gewachsen, sodass hier ein ganz großer kardiovaskulärer Schwerpunkt entstanden ist und wir sind inzwischen die Abteilung mit den meisten Kathetereingriffen in ganz Nordrhein-Westfalen“, betont Prof. Dr. Helge Möllmann, Chefarzt der Inneren Medizin/ Kardiologie, mit Blick auf den entstehenden Neubau, durch den sich die Kardiologie vergrößern kann.

2.956 Mitarbeiter*innen sind insgesamt in allen acht Institutionen tätig. Durch die Eigeninitiative des Hospitals konnte ein moderner Medizincampus entwickelt werden. Der Neubau, welcher direkt neben dem Haupthaus des St.-Johannes-Hospitals entstehen wird, wird eine Sicherung der Anforderungen für die Zukunft darstellen.

Steigende Anzahl an Herzpatient*innen in den vergangenen Jahren

Seit einigen Jahren sind immer mehr Menschen auf eine kardiologische Versorgung angewiesen. Die wachsenden Zahlen brauchen natürlich auch den entsprechenden Platz. Die OP-Methoden würden zunehmend komplexer und zeitaufwendiger, erklärte Prof. Dr. Helge Möllmann.

Das JoHo verfügt über moderne Roboter, die in der Kardiologie wichtige Unterstützung bei der Arbeit im Submillimeterbereich leisten.

Die Abteilung der Kardiologie (zuständig für Herz-Kreislauf-Systemerkrankungen) bildet zusammen mit der Nephrologie (zuständig für Nierenerkrankungen) die Innere Medizin I des Klinikums. Die zuständigen Ärzt*innen behandeln hauptsächlich akute Herzerkrankungen wie beispielsweise Herzinfarkte oder lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen und Herzklappenfehler.

Aus diesem Grund sind immer mehr Menschen auf eine Versorgung im Klinikum angewiesen, die überwiegend in Herzzentren geleistet werden kann. Die Abteilung der Kardiologie ist in ihren Behandlungsmethoden sowie -möglichkeiten fortschrittlich und arbeitet unter anderem mit hochmodernen Verfahren der Robotik oder mit minimal-invasiven Techniken, die auf einen reduzierten Operationsaufwand abzielen. Allein dadurch, dass es neue Methoden gibt, hat die Zahl der Herzklappeneingriffe deutlich zugenommen.

Es sollen im Zuge des Neubaus zwei neue OP-Säle entstehen, in denen über Katheter Herzklappen eingebaut werden können und zusätzlich noch zwei Herzkatheterlabore, „die dem Bedarf an Untersuchungsräumen hoffentlich entsprechen werden“, betonte Prof. Dr. Helge Möllmann mit Blick auf die Zukunft.

Standort ist perfekt an andere Fachbereiche des Hospitals angeschlossen

Der Standort für den Neubau ist so gewählt, dass er zwecks Kooperation optimal an andere Fachbereiche angebunden ist.

Neben dem Neubau der Kardiologie soll auf der freien Fläche ein danebenliegender Garten entstehen. Ebenfalls wird eine Zufahrt für den Rettungsdienst entstehen, um die Herzpatient*innen so schnell wie möglich in die Kardiologie zu transportieren. Die Zufahrt wird nur von Rettungsfahrzeugen genutzt werden, die zur Kardiologie möchten, sodass der Rettungsdienst bei anderen Einsätzen weiterhin die alte Zufahrt nutzen wird.

Bewohner*innen äußerten sich beängstigt aufgrund der Lautstärke, die durch die Rettungszufahrt entstehen könnte, jedoch kann der Chefarzt der Inneren Medizin beziehungsweise Kardiologie dieser Angst entgegensetzen, dass es zu keinen Unannehmlichkeiten in der Hinsicht kommen werde.

,,Die Anzahl der Herznotfälle, die wir jetzt pro Tag haben, liegt bei maximal acht bis zehn, die sofort mit dem Notarzt gebracht werden. Es ist nicht so, dass plötzlich ein reger Verkehr im Garten herrscht. Diese Sorge ist ganz unberechtigt“, erklärte Prof. Dr. Helge Möllmann. Der Platz, auf dem der Neubau errichtet wird, ist nah an den anderen Fachbereichen der Klinik, sodass untereinander eine gute Zusammenarbeit stattfinden kann.

Garten nur für Patient*innen geplant – Rohbau soll noch dieses Jahr fertiggestellt werden 

Neben einer Zufahrt für Rettungsfahrzeuge soll ein Garten für die Patient*innen angelegt werden.

,,Der Neubau wird genau an dieser Stelle errichtet, da man so einen direkten Zugang zu den anderen Laboren hat“, erklärte der Geschäftsführer des Klinikums, Klaus Bathen. Wie genau der Garten einmal aussehen soll, ist noch unklar. Eindeutig ist jedoch, dass es wieder Sitzbänke geben wird, sodass die Patient*innen an der frischen Luft das schöne Wetter genießen können.

,,Wir werden dort eine schöne Gestaltung mit Ruhebänken machen“, sagte Klaus Bathen. Das Ziel ist es laut Architekt Christian Weicken, einen Garten mit Verkehr für Notfälle zu schaffen. Bereits entschieden wurde ebenfalls, dass keine Schotterflächen oder Parkplätze auf dem Grundstück entstehen sollen. Es wird ein Park für die Patient*innen sein, der nicht öffentlich zugänglich sein wird.

,,Wir müssen uns auch medizinisch weiterentwickeln und da hat die Dortmunder Bevölkerung auch einen Anspruch drauf“, betonte Klaus Bathen. ,,Das Wichtigste ist, dass man kein dickes Gebäude jemanden vor die Nase setzt“, betont Architekt Christian Weicken. Ihm sei es wichtig, dass die Patient*innen einen schönen Blick aus dem Fenster haben und die Mitarbeiter*innen im Klinikum ausreichend Licht von draußen zu sehen bekommen. Der Rohbau des Gebäudes soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden und der Garten im kommenden Jahr.

 

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Ein Gedanke zu “St. Johannes-Hospital Dortmund vergrößert sich: Krankenhaus bekommt einen Erweiterungsbau für die Kardiologie  

  1. Gitta Hülsdonk

    Als Anwohnerin der Baustelle kann ich nur sagen, dass es einen wunderschönen Garten gab, indem viele unterschiedliche Tierarten einen Lebensraum hatten. Vor drei Jahren hat sich sogar ein Grünspecht in diesem alten Garten mit altem Baumbestand angesiedelt. Der ist jetzt nach der Fällung der alten – angeblich hohlen Bäume weg.
    Ich lebe seit 14 Jahren in meinem Haus, das direkt an den Garten angrenzt und habe die stetige Verkleinerung des ehemals wunderschönen Gartens mitbekommen: der Neubau der Apotheke, das neue Parkhaus, das neue Bettenhaus und die letzte Baumaßnahme ( das Verbindungshaus) wurde erst vor einigen Monaten beendet. Auch hier wurde eine große gesunde Birke gefällt, damit der Kran arbeiten konnte. Ständig verkleinerte sich der Garten, der Baumbestand nahm stetig ab, die Artenvielfalt im übrigen auch.
    Ich wurde auch nie über irgendetwas informiert und ich merke, dass es mir jetzt reicht!
    Beim Kauf meiner Immobilie war vor allem der Krankenhausgarten ausschlaggebend für den Kauf, was ich natürlich mit bezahlt habe. Eine Immobilie mitten in der Innenstadt, die eine ruhige Lage zu bieten hat.
    Damit ist seit längerem Schluß, denn die Apotheke sorgt dafür, dass man morgens gegen sechs Uhr geweckt wird, wenn der Gitterwagen über die Pflastersteine rollt. Gut, die hochmoderne Klimaanlage des Krankenhauses klingt ein wenig wie Meeresrauschen, sie wird aufgrund der fehlenden Bäume nun auch lauter rauschen… ist halt etwas mehr Phantasie nötig.
    Ich werde morgens lieber vom Vogelgezwitscher geweckt als von künstlichem Meeresrauschen…
    Und nun soll eine Rettungswagenzufahrt kommen – natürlich nur für die Kardiologie – maximal acht bis zehn Fahrten pro Tag… Glaubt Herr Möllman den Quatsch eigentlich selber?? Für maximal acht bis zehn Fahrten pro Tag wird so ein Kostenaufwand betrieben?? Es gibt eine Rettungszufahrt!!! Dann sollte die Kardiologie in die Nähe der vorhandenen Zufahrt verlagert werden.
    Herr Prof. Dr. Möllmann: „Haben Sie sich schon einmal das Verkehrschaos morgens zwischen 7.30 Uhr und 10.00 Uhr vor dem Parkhaus in der Amalienstrasse angeschaut? “ Da kommt kein Rettungswagen durch, da das Parkhaus ständig überfüllt ist und es sich in alle umliegenden Strassen zurückstaut… von den ständig belegten Anwohnerparkplätzen möchte ich gar nicht sprechen…
    Vielleicht sollten wir Menschen mal in uns gehen und schauen, dass wir erst gar kein Kardiologiezentrum benötigen, da wir mit uns selbst und unserer Umwelt achtsamer umgehen.
    Aber damit verdient die Stadt Dortmund und das Johannes-Hospital natürlich kein Geld!

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