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So soll die neue bundesligataugliche Vierfachsporthalle mit Platz für 3250 Zuschauer*innen im Unionviertel aussehen

Den ersten Preis erhielt das Büro Baur Consult Architekten Ingenieure aus Haßfurt.

Den ersten Preis für den Sporthallenentwurf erhielt das Büro Baur Consult Architekten Ingenieure aus Haßfurt.

Lange wird schon über die neue Vierfachsporthalle im Schatten des Dortmunder U gesprochen – jetzt liegen erstmals die Entwürfe auf dem Tisch. Um eine optimale Lösung für die neue Sporthalle zu finden, die auch bis zu 3250 Zuschauer*innen Platz bieten soll, hatte die Stadt Dortmund einen Planungswettbewerb gestartet. Das Interesse war groß: 83 (!) Architekturbüros wollten sich beteiligen. 

Europaweites Bewerbungsverfahren – 83 europäische Büros wollten mitmachen

Den ersten Preis erhielt das Büro Baur Consult Architekten Ingenieure aus Haßfurt.

Den ersten Preis erhielt das Büro Baur Consult Architekten Ingenieure aus Haßfurt.

Die neue Halle, die maximal 28 Millionen Euro kosten soll, ist der größte Baustein im Maßnahmenpaket der Dortmunder Sporthallen-Infrastruktur. Sie soll als vierfach teilbare Halle für den täglichen Sportunterricht des Robert-Schuman- und des Robert-Bosch-Berufskollegs zur Verfügung stehen und den Bedarf einer bundesligatauglichen Wettkampfstätte abdecken. 

Für die entfallenden Stellplätze auf der bisher als Parkplatz genutzten Fläche unweit des FZW ist eine Parkgarage mit ca. 450 Auto- und 110 Fahrradstellplätzen vorgesehen, berichtet Planungsdezernent Ludger Wilde. Um eine für diese besondere Bauaufgabe optimale architektonische Lösung und einen geeigneten Planer für diese für die Dortmunder Sportszenerie bedeutsame Bauaufgabe zu finden, wurde ein Wettbewerb mit 20 Teilnehmer*innen nach den Richtlinien für Planungswettbewerbe ausgelobt. 

Das Verfahren wurde professionell organisiert. Die Büros wurden in einem vorgeschalteten europaweiten Bewerbungsverfahren aus insgesamt 83 Bewerbungen ausgelost, 19 der aufgeforderten Büros haben ihren Wettbewerbsbeitrag eingereicht. Diese wurden von einer Jury unter Vorsitz des Architekten und Stadtplaners Prof. Dr. Franz Pesch auf Herz und Nieren geprüft.

Eine große Jury prüfte 19 Vorschläge einen Tag lang auf Herz und Nieren

Der zweite Preis ging an das Büro Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR aus Berlin mit Landschaftsarchitektur Bos GbR aus Berlin.

Der zweite Preis ging an das Büro Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR mit Landschaftsarchitektur Bos GbR aus Berlin.

Dem Preisgericht gehörten neben Vertreter*innen der Verwaltungsspitze und der Politik externe Expert*innen der Fachrichtungen, Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur an. Um sich ganz auf die Inhalte konzentrieren zu können, wurden die Entwürfe anonym eingereicht und einen Tag lang bewertet. Insgesamt wurden drei Preise sowie zwei Anerkennungen vergeben. 

Den ersten Preis erhielt das Büro Baur Consult Architekten Ingenieure aus Haßfurt. Der zweite Preis ging an das Büro Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR aus Berlin mit Landschaftsarchitektur Bos GbR aus Berlin.

Den dritten Preis vergab die Jury an das Büro Auer Weber Assoziierte GmbH aus München mit Grabner Huber Lipp Landschaftsarchitektur und Stadtplaner Partnerschaft mbb aus Freising. Darüber hinaus wurden zwei Anerkennungen für bemerkenswerte Teilleistungen vergeben – dort fiel die ungewöhnliche Bauform zwar im Prinzip positiv auf – sie passte sich allerdings nicht der Umgebung im Unionviertel an. 

Im Rahmen der nach der Vergabeverordnung vorgeschriebenen Verhandlungsgespräche wird in den nächsten Monaten mit den drei Preisträgern verhandelt und entschieden, wer den Planungsauftrag erhält. „Üblicherweise ja der erste Preis, das ist bei uns gute Tradition. Aber gesetzt ist das nicht. Das hängt von weiteren Ausarbeitungen ab“, betont Wilde. 

Daher werden die Gespräche mit allen drei Büros geführt. Noch dieses Jahr soll die Ausarbeitung erfolgen, dann geht es in die Auftrags- und später in die Bauvergabe. „Wenn es sehr optimal läuft 2024, aber sicher 2025 werden wir die Infrastruktur nutzen können“, betont Wilde. Zu den Überarbeitungen gehört auch die Dachgestaltung. Ideen für Nutzungen der riesigen Fläche gab es bei keinem Entwurf. Aber Photovoltaik und Dachbegrünung werden auf jeden Fall eingearbeitet werden müssen.

 

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Ein Gedanke zu “So soll die neue bundesligataugliche Vierfachsporthalle mit Platz für 3250 Zuschauer*innen im Unionviertel aussehen

  1. Digitale Ausstellung zur Vierfachsporthalle Unionviertel (PM) Beitrags Autor

    Digitale Ausstellung zur Vierfachsporthalle Unionviertel

    Nachdem das Robert-Schuman-Berufskolleg und das Robert-Bosch-Berufskolleg rund um den U-Turn ihren Betrieb aufgenommen haben, werden nun auch die erforderlichen Sporthalleneinheiten für den Schulbetrieb geschaffen. Die Stadt Dortmund beabsichtigt eine Vierfachsporthalle auf einer aktuell als Parkplatz genutzten Freifläche an der Übelgönne/Unionstraße zu errichten. Das Vorhaben rundet die städtebauliche Entwicklung des Stadtumbaugebiets Rheinische Straße ab, durch die insbesondere die Flächen rund um den U-Turm als Eingangsbereich ins Unionviertel neu strukturiert und aufgewertet wurden.

    Neben der reinen Schulnutzung soll die Halle auch eine Perspektive für die Dortmunder Sportlandschaft bieten. Die zukünftige Halle wird als Wettkampfarena errichtet, die den nationalen und internationalen Wettkampfbedingungen gerecht wird und rund 3.250 Zuschauern Platz bietet. Insbesondere für die ballsporttreibenden Vereine in Dortmund soll dadurch ein Raumangebot beim Erreichen höherer Ligen geschaffen werden. Der Standort ist durch seine Nähe zum Hauptbahnhof und entsprechend gute Anbindung an den ÖPNV für die Realisierung einer Wettkampfhalle im Dortmunder Stadtgebiet sehr gut geeignet.

    Für das Vorhaben wurde durch den Fachbereich Liegenschaften ein Planungswettbewerb durchgeführt. Im Rahmen des Planungswettbewerbes wurden 20 Architekturbüros aufgefordert einen Entwurf für die neue Sporthalle im Unionviertel einzureichen. 19 Entwürfe wurden eingereicht.

    Am 16. April 2021 fand die Preisgerichtssitzung statt, in der von einer Jury sowohl die drei Siegerentwürfe ausgewählt, als auch zwei Anerkennungen für innovative Ansätze vergeben wurden.

    Der erstplatzierte Entwurf wurde vom Büro BAURCONSULT Architekten Ingenieure aus Haßfurt mit Michel Hübner, Landschaftsarchitekt, BAURCONSULT aus Haßfurt eingereicht. Der zweite Platz ging an das Büro Heinle Wischer und Partner Freie Architekten GbR aus Berlin in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitektur Bos GbR ebenfalls aus Berlin.

    Der Entwurf von Auer Weber Assoziierte GmbH aus München mit Grabner Huber Lipp Landschaftsarchitekten und Stadtplaner Partnerschaft mbb aus Freising erreichte den dritten Platz.

    Die beiden Anerkennungen erhielten das Büro magma architecture GmbH aus Berlin mit
    Studio grüngrau Landschaftsarchitektur aus Düsseldorf sowie das Büro SHA Scheffler Helbich Architekten GmbH aus Dortmund mit nsp Schulhoff Schadzeck Depenbrock Landschaftsarchitekten PartGmbB aus Hannover

    Im Rahmen einer digitalen Ausstellung können die Entwürfe ab sofort unter dortmund.de/wettbewerb-d4u eingesehen werden. Neben den Preisträgern werden sämtliche eingereichten Entwürfe in der digitalen Ausstellung vorgestellt.

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