Nordstadtblogger

Sechstes inklusives Soundfestival geht auf Tour: Volles Programm auf Bühnen in Dortmund und in Bochum

Die 35-köpfige Großformation Just Fun feiert ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Konzert im FZW. Foto: Oskar Neubauer

Ende September findet bereits zum sechsten Mal das Dortmunder inklusive Soundfestival „DiS“ statt. Es ist das einzige inklusive Festival des Ruhrgebietes und wird alle zwei Jahre vom Verein Gesamtkunstwerk e.V. organisiert, um inklusive Kulturarbeit auf verschiedensten Ebenen und mithilfe unterschiedlicher Ausdrucksformen erlebbar zu machen. Die BesucherInnen erwartet in der Zeit vom 21. September bis zum 7. Oktober 2018 ein umfangreiches musikalisches Programm mit Jazz, Welt- und Popmusik, aber auch Theateraufführungen, Kino und eine Kunstausstellung sind geplant.

In den meisten Fällen sind die jeweiligen Spielorte barrierefrei

In der Museumsnacht erwartet die Gäste Weltmusik im domicil in der Hansastraße.

Seit bereits zehn Jahren organisiert der Veranstalter Gesamtkunstwerk e. V. inklusive Musik- und Kulturprojekte in Dortmund und Umgebung. Das zweijährlich stattfindende DiS-Festival wie auch die inklusive Musikbühne der Museumsnacht im domicil sind unterdessen fest im Kulturkalender der Stadt Dortmund verankert. 

Das DiS-Festival, in den ersten Jahren als reines Musikfest gestartet, ist bei seiner vierten Auflage im Jahr 2014 den Kinderschuhen entwachsen und wurde durch die Einbeziehung von Tanz, Theater und Film facettenreicher und auf mehrere Sparten erweitert. Die Einbindung weiterer etablierter Spielstätten führte dazu, dass inklusive Kulturarbeit zum selbstverständlichen Bestandteil des Dortmunder Kulturlebens wurde und mittlerweile auch über die Stadtgrenzen hinaus für seine Qualität bekannt ist.

Dabei profitiert das sechste DiS auch vom mittlerweile entstandenen Netzwerk zur inklusiven Kulturarbeit. So ist es an der Zeit für den Blick in die Nachbarschaft. Mit zwei Ausflügen nach Bochum wird DiS 2018 „on tour“ gehen und das Programm bereichern.

Das Festival beginnt am Freitag, den 21. September 2018 mit einem Eröffnungskonzert. Die Band NIA um die Singer/Songwriterin Antonia Wohlgemuth eröffnet das 6. DiS-Festival auf der gemütlichen Wohnzimmerbühne im Kultursalon. Schiller37 versteht sich als Bühne für unterschiedliche Formate und Projekte und wird regelmäßig mit kleinen Konzerten bespielt. 

WDR-Jazzpreisgewinner Transorient Orchester tritt im domicil in der Hansastraße auf

Das Transorient Orchestra. Foto: Lutz Voigtländer

NIA präsentieren ihre Eigenkompositionen im Folk/Rock/Pop Stil und begeistern durch persönliche Texte und kreatives Songwriting, kombiniert mit ins Ohr gehenden Melodien und Harmonien. Der Eintritt zum Konzert ist kostenlos und die Räumlichkeiten sind beschränkt barrierefrei.

Am Samstag, den 22. September 2018, bettet sich das DiS in das Programm der DEW21 Museumsnacht ein. Von 19 Uhr bis 22 Uhr treten verschiedene Bands auf der Bühne im domicil in der Hansastraße auf. Mit dabei sind Walking on the Moon, das Weltmusikensemble der Musikschule Bochum Grenzen.los, Vollgas Connected aus Fürth und die WDR-Jazzpreisgewinner 2017 vom Transorient Orchestra mit ihrem multikulturellen Soundtrack des Ruhrgebiets.

Der Eintritt ist an diesem Abend nur mit dem Ticket der DSW21 Museumsnacht möglich. Das Ticket kostet für Erwachsene 14,50 Euro, ermäßigt 11 Euro. Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren zahlen 3 Euro. Für Kinder unter sechs Jahren ist der Eintritt frei.

Es besteht die Möglichkeit, Erwachsenentickets für die Museumsnacht für nur 5 Euro zu beziehen

Bei den Beteiligten steigt die Vorfreude auf das sechste DiS.

Es gibt aufgrund des 18. Geburtstags der Museumsnacht die Möglichkeit, bei verschiedenen Veranstaltungen ein Ticket für Erwachsene für nur 5 Euro zu erwerben. Eine Übersicht der Veranstaltungen und aller Vorverkaufsstellen finden die LeserInnen im Anhang des Artikels. 

BesucherInnen der ExtraSchicht 2018 haben beispielsweise die Möglichkeit, unter Vorzeigen des ExtraSchicht-Armbands an den Vorverkaufsstellen Mahn und Gedenkstätte Steinwache,  in der Stadt- und Landesbibliothek sowie im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte ein solch günstiges Ticket zu erhalten. Es gibt aber auch noch diverse andere Möglichkeiten.

Am Sonntag, den 23. September 2018 dann, geht DiS auf Tour und macht Station in Bochum. Ab 11:30 Uhr werden hier die Bands Feel-X mit Popballaden und nochmal Vollgas Connected aus Fürth mit Traditionals aus Rock und Pop im Kunstmuseum Bochum in der Kortumsraße 147 unterhalten. Der Eintritt ist an diesem Abend wieder kostenlos und die Veranstaltung ist auch für RollstuhlfahrerInnen geeignet.

Ausstellung in der Musikschule Bochum mit Werken von acht verschiedenen KünstlerInnen

Das SweetSixteen-Kino befindet sich im Depot an der Immermannstraße. Foto: Veranstalter

Eine Woche später geht es in Bochum weiter. Am Freitag, den 28. September 2018, wird die Ausstellung Farbklang 3 präsentiert. Hier werden Arbeiten von acht unterschiedlichen KünstlerInnen in einer inklusive Gemeinschaftsausstellung in der Musikschule Bochum am Westring 32 zu sehen sein. Außerdem wird das Ganze musikalisch begleitet. Auch diese Veranstaltung ist für RollstuhlfahrerInnen barrierefrei.

Am darauf folgenden Samstag, den 29. September 2018, kehrt das Festival nach Dortmund zurück und bietet eine offene Bühne für heimische Songwriter im Kultursalon Schiller 37. Der Eintritt ist kostenfrei. Hier ist eine beschränkte Barrierefreiheit gegeben.

Weiter geht’s am Montag, den 1. Oktober 2018 im SweetSixteen-Kino in der Nordstadt mit einem Musik-Film-Abend. Es werden zwei Beiträge des mit viel Herzblut und Engagement betriebenen freien Programmkinos zum DiS-Festival gezeigt. Es handelt sich um die dokumentarische Biografie des israelischen Geigers Itzhak Perlman mit dem Titel „Itzhak“ und die französische Produktion „Die fabelhafte Welt der Amelie“.

Der Eintritt pro Person und Film kostet sieben Euro, ermäßigt sechs Euro. Das Kino kann von RollstuhlfahrerInnen besucht werden und auch für Sehbehinderte oder- eingeschränkte wurde an eine Audiodeskription gedacht.

Theaterstück zum Thema Normalität und Verrücktheit im Depot in der Nordstadt

Das Theaterstück „Ich bin ein Prinz–Normalität 3-5“ handelt von Normalität und Verrücktheit. Foto: Andre Scollick

Das finale Festival-Wochenende beginnt am Freitag, den 5. Oktober 2018. Die inklusive MusikTanzTheater-Produktion „Ich bin ein Prinz–Normalität 3-5“ wird im Theater im Depot in der Nordstadt aufgeführt.

Verrücktheit – was ist das eigentlich? Und was ist Normalität? Wie viele Verrücktheiten und Normalitäten gibt es und wie unterschiedlich sind die? Von diesen Fragen ausgehend entwickelt sich das Stück und unternimmt eine Entdeckungsreise mit Bewegung, Sprache und Musik. 

Dabei wird auch an den Vorurteilen gerüttelt, die den Personen gegenüber bestehen, denen oft irgendeine Art von Verrücktsein zugeschrieben wird. Wer die vermeintlich Verrückten und die angeblich Normalen sind, das wird nach diesem Musiktanztheaterstück nicht mehr eindeutig sein. Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt 12 Euro, ermäßigt 6 Euro und das Depot ist für Rollstuhlfahrer barrierefrei.

Abschließendes Jubiläumskonzert von Just Fun im FZW 

Den krönenden Abschluss des sechsten Dortmunder inklusive Soundfestivals bildet das Jubiläumskonzert von Just Fun im FZW in Dortmund. Die 35-köpfige Großformation Just Fun steht mit ihrem Namen für Rhythmus, fette Bläsersätze und einen Sound, der einen wegfegt. Auf dem Programm stehen ihre Lieblingsstücke aus Pop, Rock, Jazz und World. 

Sie musizierten mit der Jazz-Sängerin Brenda Boykin und mit Peter Maffay. Sie waren zu Gast bei verschiedenen Bundespräsidenten und auf großen Festivals. Entstanden ist die Band vor 20 Jahren aus der inklusiven Arbeit der Musikschule Bochum. Der Eintritt zum Konzert ist frei und auch der Besuch des FZW ist für Rollstuhlfahrer möglich.

Weitere Informationen:

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