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Richtfest am Naturkundemuseum: Umbau des wichtigen Nordstadt-Besuchermagneten kostet 7,3 Millionen Euro

Die Sanierung des Naturkundemuseums schreitet voran – mittlerweile ist es in den Rohbauzustand versetzt.

Der Umbau des Naturkundemuseums in der Nordstadt macht Fortschritte: Seit März 2015 laufen die Bauarbeiten. Das einstmals besucherstärkste Dortmunder Museum ist mittlerweile entkernt. Für den neuen Anbau war jetzt Richtfest.

Richtfest für den Anbau – Gesamtprojekt kostet 7,3 Millionen Euro

Adolf Miksch, Dr. Dr. Elke Möllmann, Philipp Kelch und Klaus Steenweg unter dem Richtkranz.

Adolf Miksch, Vorsitzender der Freunde und Förderer des Naturkundemuseums, Museumsleiterin Dr. Dr. Elke Möllmann, Zimmermann Philipp Kelch und Klaus Steenweg von der Sparkasse stießen unter dem Richtkranz an.

Doch mit der Fertigstellung des mit 7,3 Millionen Euro veranschlagten Projekts wird es noch etwas dauern. Die erhoffte Eröffnung im November 2016 scheint völlig illusorisch. Irgendwann im Laufe des Jahres 2017 ist realistischer.

Auf- und Abbau der Ausstellung sehr zeitaufwändig

Erst wenn die Bauarbeiten abgeschlossen seien, werde die Museumsleiterin eine Prognose abgeben. Denn der aufwändige Einbau der Ausstellung benötige ebenfalls viel Zeit.

Das wurde auch beim Abbau deutlich.  Bereits nach der Museumsnacht im Jahr 2014 schloss das Haus. Doch das Verpacken und Einlagern der rund 3000 Exponate brauchte Zeit.

Im entkernten Haus – aktuell ist es im Rohbauzustand – sind auf dem Boden schon die Standorte der neuen Ausstellung zu erkennen.

Das Haus wird künftig barrierefrei sein und mehr Platz für Sonderschauen haben. Möglich macht dies der neue Anbau.

Regionale Ausrichtung steht im Mittelpunkt des neuen Ausstellungs-Konzepts

Unter einer Schutzverkleidung ist auch der riesige Iguanodon, der „Leguanzahn“, verschwunden.

Das Naturkundemuseum in der Nordstadt will sich bei der Ausstellung künftig komplett regional ausrichten. Es wird zwar einen Gang durch die gesamte Erdgeschichte geben.

Aber in drei großen Räumen werden die drei Erdzeitalter einziehen, die die Region prägten.

Das Karbon (in dieser Zeit entstand die Kohle im Ruhrgebiet), die Kreidezeit (damals entstanden die zahlreichen Ammoniten, die beim U-Bahnbau in Dorstfeld gefunden wurden) und das Quartär (die Eiszeit) werden im Mittelpunkt stehen.

Der Eiszeit wird das neue Haus auch seine künftig größte und wertvolle Attraktion verdanken – das Mammut-Skelett. Dafür sammelt der Förderverein derzeit Geld. Auch Stoff-Mammuts werden dafür in den großen Sparkassenfilialen verkauft.

Die Sparkasse leistet mit 150.000 Euro einen wesentlichen Anteil an der Realisierung dieses und anderer Vorhaben.

Das beliebte Aquarium wurde bereits im Jahr 2012 modernisiert

Hinter einer Schutzwand ist der bereits sanierte Gebäudeteil mit dem Aquarium verschwunden.

Das Aquarium wurde wegen Undichtigkeiten schon im Jahr 2012 für 1,5 Millionen Euro umgebaut. Dabei wurden auch die dazugehörigen Zucht- und Technikbereiche erneuert.

Es ist bereits auf regionale Fische und Pflanzen umgestellt. Allerdings befinden sie sich derzeit hinter einer Schutzwand, damit sie von den Bauarbeiten möglichst unbehelligt bleiben.

Der Riesen-Dino ist unter einer Plastikplane verschwunden

Unter einer Schutzverkleidung ist auch der riesige Iguanodon, der „Leguanzahn“, verschwunden. Anders als Styracosaurus – der Vogelbeckensaurier kam in Nordamerika vor – darf er nun doch im Haus bleiben.

Eigentlich wollte Möllmann beide Plastikdinos aus der großen Halle weghaben. Denn die beiden Exponate hätten eigentlich keinen „musealen und wissenschaftlichen Wert“: Die Darstellung der beiden riesigen Plastik-Dinos sei wissenschaftlich nicht mehr korrekt.

Doch ob korrekt oder nicht, sie waren die wichtigste und beliebteste Anlaufstelle der Kinder. Und die machen die größte Besuchergruppe aus.

Für den Styracosaurus wird noch ein neues Zuhause gesucht

Der Iguanodon (vorne) bleibt auch in Zukunft. Aber der Styracosaurus (hinten) muss weichen.

Die „Rettung“ für den Iguanodon: Der „Leguanzahn“ kam auch hier in der Region vor. „Im Sauerland wurde ein Skelett gefunden“, erklärt Möllmann. Gemeinsam mit einem solchen Fund und einer Dokumentation wird das größte Exponat dann auch in der neuen Ausstellung Platz finden.

Der zweite Dino sucht noch ein Zuhause. Bislang hat aber noch keine Schule Interesse bekundet. Derzeit ist er eingelagert. Eine Aufstellung auf einem Außengelände ist möglich – der Plastikkoloss ist wetterfest.

Wann die neue Ausstellung eröffnet werden kann, bleibt abzuwarten. Auch wenn die Zeitschiene noch offen ist. Die Kosten liegen im Rahmen – noch.

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