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Ausstellung „Real – Abstrakt“: Dagmar Vogt schickt ihre Betrachter in der Nordstadt auf Grenzgänge

Dagmar Vogt, Rotes Boot, 2012

Dagmar Vogt, Rotes Boot, 2012

„Real heißt nicht realistisch,“ beschreibt Dagmar Vogt den einen Teil ihrer Kunst. „Es bewegt sich irgendwo dazwischen.“ Der andere Teil ihre Arbeit ist das Abstrakte, das Vereinfachende, die Redundanz.

„Real – Abstrakt“ ist der Titel der Ausstellung die im Depot zu sehen sein wird. Vom 26.Februar bis zum 9. März können sich die Besucherinnen und Besucher auf einen Grenzgang begeben. Bewegung und Dynamik spielen in der Arbeitsweise von Dagmar Vogt eine große Rolle. „Wenn ich vor der weißen Leinwand stehe habe ich kein fertiges Bild im Kopf“, erklärt sie, „sondern nur eine vage Vorstellung von dem, was da entstehen könnte.“

Prozesshaftes Arbeiten charakterisiert das Werk der Herdeckerin

Ausstellung von Dagmar Vogt im Depot: Real - Abstrakt

Ausstellung von Dagmar Vogt im Depot: Real – Abstrakt

So entwickeln sich ihre Werke im Prozess. Es wird übermalt, zerstört und erneut begonnen. Vogt befreit die Farbe von ihrem illustrativen Charakter. Sie bekommt eine neue dynamische Ausdrucksweise. Bewegung, Geschwindigkeit, und Dynamik sind zu ahnen. Klare Umrisse lösen sich auf. Landschaften und Figuren werden zu Gunsten des Bildraumes zurückgenommen.

Sie experimentiert mit dem Material. Trägt dicke Farbschichten auf. „Manche Bilder sind richtig schwer“, sagt sie und zeigt auf ein Werk. Anderes wirkt leicht fast ätherisch, flüchtig. Vergänglichkeit ist ihr Thema. Motive aus der Natur, bilden den Ausgangspunkt für ihr Schaffen, so auch für ihre Plastiken. Nester sind da zu sehen. Gebrauchtes abgelegtes Material, hier Drähte, Späne und Bänder aus Metall werden verwoben. Und es wächst etwas neues daraus. „In der Skulptur bin ich noch freier als in der Malerei“, beschreibt sie ihre stetigen Fortschritt.

Dagmar Vogt konzentriert sich seit zwei Jahren nur noch auf ihre Kunst

Dagmar Vogt, Blühendes Nest, 2012

Blühendes Nest, 2012

Seit gut zwei Jahren beschäftigt sie sich nur noch mit der Kunst. Davor hat sie diese noch an der Theodor-Heuß-Realschule in Dortmund-Eving unterrichtet. „Das habe ich gerne gemacht“, beschreibt sie die Zeit im Wechsel zwischen dem Unterricht und der Arbeit in ihrem Atelier in Wuppertal. „Doch die alleinige Konzentration auf die Kunst tut mir und meinem Werk gut.“ Die Herdeckerin hat sich ein neues Nest gebaut.

Dagmar Vogt wurde an der Dortmunder Hochschule bei den Professoren Kampmann und Schubert zur Künstlerin ausgebildet, später dann eine akademische Ausbildung in Malerei bei Markus Lüpertz. Es folgten viele Ausstellungen, Preise und Förderungen – sie kann von ihrer Kunst leben.

In den Kulturort Depot in der Dortmunder Nordstadt will sie nun eine Vielzahl ihrer Werke ausstellen. „Ich räume mein ganzes Atelier leer.“ Platz genug ist in der großen Halle. „Leider sind es nur vierzehn Tage“, beklagt Dagmar Vogt und könnte sie sich eine längere Dauer der Ausstellung an diesem Ort vorstellen.

 

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