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„Olympia Universum Palast“: Die neue Ausstellung im MKK erinnert an die große Zeit der Lichtspielhäuser in Dortmund

Freuen sich auf Olympia Universum Palast: Christian Weyers, Stabsselle Kreativquartiere, Kuratorin Jennifer Thal, Astrid Wegener und Dr. Jens Stöcker, MKK. Foto: Joachim vom Brocke

Freuen sich auf die MKK-Ausstellung „Olympia Universum Palast“: Christian Weyers (Stabsselle Kreativquartiere), Kuratorin Jennifer Thal, Astrid Wegener und MKK-Direktor Dr. Jens Stöcke. Foto: Joachim vom Brocke

Von Joachim vom Brocke

Von einstmals zig Kinos im Bereich Brückstraße und Hansastraße mit hunderten von Plätzen ist nur noch die „Schauburg“ an der Brückstraße geblieben. Die Schauburg dürfte damit das älteste bestehende Kino in Dortmund sein. Alle anderen haben längst dicht gemacht. „Olympia Universum Palast“ – eine Ausstellung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte an der Hansastraße will an die Kinogeschichte erinnern. Für Interessierte gerade in der Ferienzeit eine Einladung zu einem Rundgang.

MKK: Startpunkt für ganz konkreten Rundgang – Videofilm im „Stadtlabor“ gibt einige Infos

MKK-Chef Dr. Jens Stöcker freut sich darüber, dass das Museum zu einem „Ausgangspunkt für einen ganz konkreten Rundgang“ geworden ist. Für Christian Weyers von der Stabsstelle Kreativquartiere war vor allem die frühere Vergnügungsmeile Brückstraße der „Hotspot der Kinoszene“.

Kuratorin von „Olympia Universum Palast“ ist Jennifer Thal, die im Rahmen ihrer Masterarbeit im Bereich Stenografie und Kommunikation an der FH Dortmund die Ausstellung entwickelt hat. Sie wird am Freitag (27. Juli) um 18 Uhr eröffnet und kann bis zum 31. Januar 2019 besucht werden.

Vor dem Rundgang können sich die BesucherInnen im künftigen MKK-„Stadtlabor“, das im Eingangsbereich neben der Kasse zu finden ist, gründlich informieren. Hier ist in einem besonders gestylten Raum ein 16,5-minütiger Videofilm zu erleben.

Film gibt Einblicke in Dortmunder Kinogeschichte – Historische Originalaufnahmen zu sehen

Der ehemalige Filmvorführer Dieter Burgmann berichtet von seiner beruflichen Vergangenheit und den Entwicklungen der Dortmunder Kinos.

Der ehemalige Filmvorführer Dieter Burgmann berichtet von seiner beruflichen Vergangenheit und den Entwicklungen der Dortmunder Kinos. Foto: Jennifer Thal

Aktuelle Statements zur Dortmunder Kinoszene kommen zum Beispiel von Dieter Burgmann. Als ehemaliger Filmvorführer berichtet der Dortmunder von seiner beruflichen Vergangenheit und den Entwicklungen der Dortmunder Kinos. Für ihn galt das Capitol an der Hansastraße als „das schönste Kino“.

Suse Solbach und Peter Fotheringham leben ihre Liebe zum Kino als Vorsitzende des Vereins „SweetSixteen-Filmclub“ im Kulturort Depot aus. Sie berichten von den Herausforderungen, die eine solche Liebe und das Betreiben eines gemeinnützigen Kinos bedeutet.

Alexander Terzakis ist Veranstaltungsleiter der Schauburg. Er gibt Einblicke in die Veränderungen, die das Kino und die Dortmunder Kinokultur erlebt haben. In Kombination mit historischen Originalaufnahmen aus dem Stadtarchiv sowie dem Archiv des WDR Dortmund wird so die bewegte Kinovergangenheit wieder lebendig.

Die Installation im Museum für Kunst und Kulturgeschichte ist zugleich Startpunkt eines informativen Rundgangs durch das Brückviertel. Elf weitere Stationen markieren mit einer gelben „Nase“ für die Dauer der Ausstellung die Lichtspielhäuser, die sich im Brückviertel befanden. Ein gedruckter und kostenloser Flyer macht die Suche leichter.

Weitere Informationen:

  • Einige Kinos aus jenen Zeiten: 1955 bis 2000 das „Bambi“ an der Hansastraße 22 mit 290 Sitzplätzen sowie an der Hansastraße der Emelka Palast von 1929 bis 1932, das Capitol von 1932 bis 1963 und von 1953 bis 1990er Studio. 
  • 1906 gab es die erste Aufführung durch Kinematograph in Ladenkino. Ab 1909 bis 1920 gab es das Union-Theater mit 250 Sitzplätzen in der Brückstraße 28 als erstes Kino Dortmunds. Von 1922 bis 1945 gab es den Ufa-Filmpalast mit 1176 Plätzen das Metropole-Theater mit 400 Plätzen, das Palast Theater mit 585 Sitzplätzen oder das Odeon Varieté-Theater mit über 1000 Plätzen.
  • Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.
  • www.mkk.dortmund.de
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Ein Gedanke zu “„Olympia Universum Palast“: Die neue Ausstellung im MKK erinnert an die große Zeit der Lichtspielhäuser in Dortmund

  1. MKK Dortmund (Pressemitteilung)

    „Dortmunder Kinogeschichte(n)“ gehen in die Verlängerung:
    Ausstellung im MKK erinnert bis Ende Februar an die große Zeit der Lichtspielhäuser

    Die Ausstellung und Videoinstallation „OLYMPIA UNIVERSUM PALAST“ im Museum für Kunst und Kulturgeschichte geht in die Verlängerung: Noch bis 28. Februar erinnert sie an die Dortmunder Kinogeschichte(n) und erzählt die persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen wichtiger Protagonisten der heutigen Dortmunder Kinoszene. Zu sehen ist die Ausstellung im künftigen „Stadtlabor“ im Eingangsbereich neben der Kasse. Der Eintritt ist frei.

    Anfang des 20. Jahrhunderts boten die ersten Kinematographen dem begeisterten Dortmunder Publikum auf Jahrmärkten und im Brückviertel bewegte Bilder und entführten sie mit dem neuen Format in neue Welten. Die 16,5-minütige, begehbare Installation kombiniert die Dortmunder Kino-Historie mit aktuellen Statements, u.a. von dem ehemaligen Filmvorführer Dieter Burgmann, von den Kinobetreibern Suse Solbach und Peter Fotheringham im Nordstadt-Kino „sweetSixteen“ oder von Alexander Terzakis, Veranstaltungsleiter der „Schauburg“. In Kombination mit historischen Originalaufnahmen aus dem Stadtarchiv Dortmund sowie dem Archiv des WDR Dortmund wird die bewegte Kinovergangenheit unserer Stadt wieder lebendig.

    Die Installation ist zugleich Startpunkt eines Rundgangs durch das Brückviertel: Elf weitere Stationen markieren Lichtspielhäuser, die sich im Brückviertel befanden – heute existiert nur noch die Schauburg.

    „OLYMPIA UNIVERSUM PALAST“ entstand als Kooperation der Stabsstelle Kreativquartiere der Stadt Dortmund und des Museums für Kunst und Kulturgeschichte. Die Szenografie und kuratorische Begleitung der Installation konzipierte und realisierte Jennifer Thal im Rahmen ihrer Masterarbeit im Bereich Szenografie und Kommunikation (FH Dortmund).

    INFOS

    Museum für Kunst und Kulturgeschichte
    Hansastr. 3 | 44137 Dortmund | Tel. (0231) 50-2 55 22
    http://www.mkk.dortmund.de | http://www.facebook.de/mkkdortmund

    Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, So 10-17 Uhr | Do 10-20 Uhr | Sa 12-17 Uhr

    Info-Hotline | (0231) 50-2 60 28 | info.mkk@stadtdo.de

    Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

    Der Zugang zur Installation ist mit dem Rollstuhl möglich.

    Redaktionshinweis: Angehängt ist ein Still aus dem Film (Copyright: Jennifer Thal) mit Dieter Burgmann.

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