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Neues Gemeinschaftsprojekt in Dortmund: „Assistierte Ausbildung“ will eine Brücke in die duale Ausbildung bauen

Heike Bettermann (Jobcenter Dortmund), Angelika Weies (HWK), Jutta Reiter (DGB),Regine Kreickmann (Jobcenter Dortmund), Michael Ifland (IHK), Thomas Keyen (Agentur für Arbeit Dortmund).

Heike Bettermann (Jobcenter), Angelika Weies (HWK), Jutta Reiter (DGB),Regine Kreickmann (Jobcenter), Michael Ifland (IHK), Thomas Keyen (Agentur für Arbeit).

Die Agentur für Arbeit Dortmund und das Jobcenter Dortmund bieten Unternehmen und ausbildungsinteressierten Jugendlichen ab August die Möglichkeit, an einer „Assistierten Ausbildung“ teilzunehmen. Gemeinsam mit Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer und DGB rufen sie interessierte Arbeitgeber auf, sich an dem Projekt zu beteiligen.

Ab August stehen 48 Plätze der „Assistierten Ausbildung“ zur Verfügung

Insgesamt stehen ausbildenden Betrieben in Dortmund ab August 48 Plätze der „Assistierten Ausbildung“ zur Verfügung. Durch einen Bildungsträger werden sie organisatorisch und administrativ bei der Ausbildung unterstützt. Ein persönlicher Ansprechpartner steht mit Rat und Tat während der gesamten Ausbildungszeit bereit.

Die Jugendlichen können bereits vor der Ausbildung begleitet werden sowie während der gesamten Ausbildungszeit und bei der Vorbereitung des anschließenden Übergangs in eine versicherungspflichtige Beschäftigung. Hilfe erhalten sie bei Sprach- und Bildungsdefiziten sowie zur Förderung fachtheoretischer Kenntnisse.

Win-Win-Situation für Unternehmen und junge Menschen

„Viele Jugendliche in Dortmund möchten mit einer dualen Ausbildung in ihr Berufsleben starten. Noch immer bleiben zu viele übrig, die keinen Platz bekommen und stattdessen eine Alternative wählen müssen. Auf der anderen Seite melden Betriebe unbesetzte Stellen“, erklärt Thomas Keyen, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Dortmund.

„Beiden Zielgruppen bieten wir mit der ´Assistierten Ausbildung´ ab August umfassende Unterstützung an, sodass eine Ausbildung auch bei anspruchsvollen Ausgangsbedingungen gelingen kann. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Unternehmen sichern ihren Bedarf an Fachkräften und junge Menschen erhalten eine tragfähige Perspektive. Interessierte Unternehmen sollten sich umgehend bei uns melden“, so Keyen.

Qualifizierte Ausbildung kann vor zukünftiger Arbeitslosigkeit schützen

„Eine qualifizierte Ausbildung ist ein wichtiger Baustein in ein eigenständiges Leben und schützt vor Arbeitslosigkeit. Daher ist es unsere Aufgabe, den Jugendlichen jede Unterstützung zu geben, die sie dazu benötigen“, ergänzt Heike Bettermann, Leiterin in der Geschäftsführungsebene des Jobcenters Dortmund.

„Gerade die Schülerinnen und Schüler, die mit Mühen den Schulabschluss erlangen konnten, haben oftmals große Probleme, aus eigener Kraft einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden und sich bestmöglich bei potentiellen Arbeitgebern zu präsentieren.“

Die ,Assistierte Ausbildung‘ bietet diesen jungen Menschen die Chance, sich auf andere Weise dem Arbeitgeber zu präsentieren und mit fachkundiger Unterstützung eine gute Ausbildung zu absolvieren und in ein anschließendes Arbeitsverhältnis überzugehen.

Für die Kammern ist die „Assistierte Ausbildung“ ein Ansatz, der in die richtige Richtung geht, wie Angelika Weies, Geschäftsführerin der Handwerkskammer Dortmund, betont: „Wir versprechen uns davon, den einen oder anderen freien Ausbildungslatz auch mit solchen Jugendlichen besetzen zu können, die ohne Unterstützung mit den konkreten Anforderungen des betreffenden Berufes überfordert wären.“

Das Handwerk sieht es als eine seiner gesellschaftspolitischen Aufgaben an, auch Jugendlichen, die nicht zu den „Überfliegern“ gehören, bei einem guten Start in das Berufsleben Hilfestellung zu leisten. „Ohne die Einbindung aller ausbildungswilliger junger Menschen werden wir unseren Fachkräftebedarf in der Zukunft nicht abdecken“, so Weies.

Gewerkschaften begrüßen das Projekt als dringend erforderlich

Jutta Reiter, Vorsitzende der DGB-Region Dortmund-Hellweg, hält das Projekt für dringend erforderlich: „Die Gewerkschaften begrüßen die assistierte Ausbildung ausdrücklich. Nun muss kein Betrieb mehr seine Ausbildungsbereitschaft einstellen, weil es ihm an qualifizierten Bewerbern und Bewerberinnen mangelt. Durch gezielte individuelle Förderung und Begleitung der Auszubildenden werden die Betriebe wirklich entlastet.“

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