Neues Buch von Ralf Koss zeigt 111 unbekannte Orte und Geschichten im Ruhrgebiet

Das Buch stellt Orte vor, die man im Alltag meist übersieht

Das Bild zeigt das grüne Buch auf einem roten Tisch
„111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss“, hat Ralf Koss zusammengestellt. Foto: Alex Völkel für nordstadtblogger.de

Ralf Koss hat ein neues Buch veröffentlicht: „111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss.“ Er stellt darin Orte vor, die man im Alltag leicht übersieht, hinter denen aber interessante Geschichten stecken. Drei Touren durch Kultur, Natur und Industriegeschichte sind ebenfalls enthalten.

111 unscheinbare Orte zu echten Highlights verwandelt

Das Ruhrgebiet hat sich gewandelt. Wo früher Kohle, Stahl und Zechen das Bild prägten, findet man heute grüne Landschaften, Kulturorte und überraschende Geschichten. Genau diese Schichten macht Koss in seinem Buch sichtbar.

Er stellt Orte vor, die man im Alltag kaum beachtet, obwohl sie Bemerkenswertes verbergen. Die Leser:innen erhalten Einblicke in verschiedene Städte und Regionen, darunter Dortmund, Essen und Bochum.

Zum Beispiel die „Mammutkuh“ im Naturkundemuseum in der Dortmunder Nordstadt. Das Skelett ist nicht nur ein Ausstellungsstück, sondern steht auch für die Frage nach Gleichberechtigung von Frau und Mann.

Im Radio-Rainer-Museum in Datteln können Besucher:innen ein Tefifon entdecken, ein Abspielgerät aus den 1950er-Jahren. Auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen kann man durch einen 98 Meter langen Kamin gehen und den Luftzug spüren. Dort befindet sich auch der „Fuchs“, ein begehbares Kanalsystem für die Rauchgase der ehemaligen Kokerei, das mit einer Lichtinstallation ausgestattet ist.

Drei Touren durchs Ruhrgebiet – auch mit dem Fahrrad

Neben den einzelnen Orten hat Koss drei Touren durch das Ruhrgebiet zusammengestellt, ergänzt durch eine digitale Karte. Die erste, „Das Kulturgebiet“, führt unter anderem zum „Wachsamen Hähnchen“ in Essen und zur ehemaligen Emscherschule.

„Mit und durch die Industrie-Vergangenheit“ verbindet Orte in Castrop-Rauxel, Lünen, Dortmund und Umgebung mit Geschichten aus der Industriegeschichte. Die dritte Tour, „Mit frischer Brise um die Nase“, lässt sich mit dem Fahrrad erkunden und verbindet Orte am Niederrhein und am Rhein.

Koss geht es in seinem Buch nicht allein darum, Besuchsorte aufzulisten. Er möchte, dass Leser:innen Orte aus einer anderen Perspektive wahrnehmen und die Geschichte dahinter verstehen. Die Menschen aus dem Ruhrgebiet haben diese Orte geprägt, sich dafür eingesetzt oder sie aufgebaut.


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