Neue Fahrradstraße auf der Veloroute 1 soll Eving, die Nordstadt und die City besser verbinden

Die Stadt Dortmund plant die Umsetzung noch in diesem Jahr

Bauarbeiten - Farbmarkierungen
Die Fahrbahn der Nordstraße erhält eine rote Beschichtung aus besonders rutschfestem Epoxidharz. Auf Krim- und Leuthardstraße kommt die vollständige Rotbeschichtungspäter – hier muss zunächst die Fahrbahnsanierung saniert werden. Foto: Max Kumpfer für die Stadt Dortmund

Auf der Veloroute 1 tut sich etwas: Noch in diesem Jahr will die Stadt Dortmund in der Nordstadt eine neue Fahrradstraße umsetzen. Die rund 840 Meter lange Strecke soll den Burgwall mit der Mallinckrodtstraße verbinden. Über den notwendigen Baubeschluss beraten derzeit die politischen Gremien.

Neue Verbindung führt über drei Straßenabschnitte mitten durch die Nordstadt

Die Veloroute 1 ist Teil eines stadtweiten Netzes, das künftig aus neun Velorouten mit einer Gesamtlänge von rund 82 Kilometern bestehen soll. Diese Routen verbinden den Radwall in der Innenstadt mit den Stadtbezirken Eving, Scharnhorst, Brackel, Aplerbeck, Hörde, Hörde-West, Hombruch, Lütgendortmund und Mengede. Mehrere Abschnitte sind bereits fertiggestellt, weitere sollen schrittweise folgen.

Die neue Fahrradstraße verläuft über die Leuthardstraße zwischen Burgwall und Kapellenstraße, über die Krimstraße von der Kapellenstraße bis zur Heiligegartenstraße sowie über die Nordstraße zwischen Heiligegartenstraße und Mallinckrodtstraße. Ziel ist es, den Radverkehr auf diesem Abschnitt sicherer und attraktiver zu machen.

Karte: Stadt Dortmund

Mit der Einrichtung der Fahrradstraße gehen mehrere verkehrliche Änderungen einher. In der Leuthardstraße wird zwischen Burgwall und Kapellenstraße eine Einbahnstraße für den Kfz-Verkehr in Fahrtrichtung Norden eingerichtet.

Zusätzlich entsteht im Kreuzungsbereich Leuthardstraße, Krimstraße und Kapellenstraße eine sogenannte Diagonalsperre, die es Radfahrenden ermöglicht, die Kreuzung zu passieren, während der Autoverkehr nicht mehr alle Fahrtrichtungen nutzen kann.

Durchgangsverkehr begrenzen
und Sicherheit erhöhen

Auch auf der Nordstraße sind Veränderungen vorgesehen. An der Kreuzung Nordstraße und Heroldstraße wird ein modaler Filter eingebaut, der den Kfz-Durchgangsverkehr in Nord-Süd-Richtung unterbindet, den Radverkehr jedoch weiterhin zulässt. Zudem wird die Nordstraße abschnittsweise zur Einbahnstraße, nördlich der Heroldstraße in Fahrtrichtung Norden und südlich davon in Fahrtrichtung Süden.

Die Fahrbahn der Nordstraße erhält eine rote Beschichtung aus besonders rutschfestem Epoxidharz. Auf der Krimstraße und der Leuthardstraße ist diese vollständige Rotbeschichtung ebenfalls vorgesehen, allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt, da dort zunächst eine Fahrbahnsanierung erforderlich ist.

Klare Regeln auf der Fahrradstraße
stärken den Vorrang des Radverkehrs

Auf der neuen Fahrradstraße dürfen Radfahrende nebeneinander fahren, während sich Autofahrende dem Tempo des Radverkehrs anpassen müssen. Für alle Verkehrsteilnehmenden gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Grundsätzlich haben Radfahrende Vorfahrt, ausgenommen ist lediglich der Knotenpunkt Heiligegartenstraße, Krimstraße und Nordstraße.

Die Einrichtung der Fahrradstraße wirkt sich auch auf das Parken entlang der Route aus. Künftig sollen vor allem jene Parkverstöße verhindert werden, die bereits heute unzulässig sind, etwa das Parken auf Gehwegen oder das Abstellen von Fahrzeugen in Senkrechtaufstellung. Auf Fahrradstraßen ist grundsätzlich nur das Längsparken erlaubt.

Wegfall einzelner Parkstände schafft
Platz für ausreichend breite Fahrbahn

Auf der Nordstraße zwischen Heiligegartenstraße und Kielstraße entfallen auf der Ostseite die bisherigen Gehwegparkstände. Der dadurch gewonnene Raum ist notwendig, damit die Fahrradstraße die erforderliche Breite erreichen kann.

Bestehende Sonderstellplätze, unter anderem vor dem Wohnheim in der Nordstraße sowie an den Adressen Nordstraße 60, Leuthardstraße 13 und Krimstraße 7 und 9, bleiben erhalten. Zusätzlich richtet die Stadt Dortmund neue Ladebereiche auf Höhe der Leuthardstraße 7, der Krimstraße 4 sowie der Nordstraße 19 und 42 ein. Diese gelten täglich von 8 bis 20 Uhr und können außerhalb der Lieferzeiten als reguläre Stellplätze genutzt werden.

Fördermittel beantragt und Umsetzung nach Baubeschluss geplant

Für den Bau der Fahrradstraße hat die Stadt Fördermittel nach der Förderrichtlinie Nahmobilität beantragt. Bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten können darüber abgedeckt werden. Darüber hinaus wurden bei zwei weiteren Fördergebern entsprechende Anträge eingereicht.

Nach dem Baubeschluss soll das Vergabeverfahren für die Arbeiten starten. Die Umsetzung der neuen Fahrradstraße auf der Veloroute 1 ist noch für dieses Jahr vorgesehen. Weitere Informationen zu den Dortmunder Velorouten stellt die Stadt online bereit.


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