Weihnachten von A wie Adventskalender bis Z wie Zipfelmütze

Neue Ausstellung im Westfälischen Schulmuseum lädt zur weihnachtlichen Entdeckungsreise

Die Kuratorinnen der Ausstellung: Josephin Fohrmann-Köhler (rechts) und Charlotte Herzog. Foto: Katharina Kavermann für die Dortmund-Agentur

Glitzernde Kugeln zwischen Tannenzweigen, der Duft von Lebkuchen in der Luft, das Flackern von dicken, roten Kerzen auf dem Adventskranz –woher kommen unsere Weihnachtsbräuche? Was verbirgt sich hinter dem Lied „O du Fröhliche“? Warum tauschen wir zu Weihnachten Geschenke aus? Das Westfälische Schulmuseum hat dazu eine kleine weihnachtliche Sonderausstellung vorbereitet: Unter dem Titel „Weihnachten von A wie Adventskalender bis Z wie Zipfelmütze“ können Besucher:innen ab sofort bis zum 6. Januar 2022 Weihnachtsbräuchen auf die Spur kommen. Der Eintritt ist kostenlos.

Weihnachtstraditionen und -bräuche im Wandel der Zeit

Foto: Katharina Kavermann für die Dortmund-Agentur

Ein ABC führt durch die Ausstellung: Fast wie bei einem Adventskalender kann man an insgesamt neun Stationen Spannendes, Kurioses und Lustiges rund um Weihnachten entdecken. Zu jedem Buchstaben gibt es mindestens ein Exponat: historische ebenso wie zeitgenössische, alltägliche wie rare. 

Dabei können die Besucher:innen nicht nur schauen und lesen, sondern es gibt auch etwas zu hören, zu riechen und sogar etwas zum Mitnehmen, z.B. Rezepte für Printen und selbstgemachten Glühwein, Tipps zum nachhaltigen Verpacken oder ein Gedicht zum Auswendiglernen.

Beim Buchstaben W erinnert eine nostalgische Weihnachtskarte von 1900 an Sir Henry Cole, der 1843 die gedruckte Weihnachtspost einführte. Ein traditioneller Schwibbogen aus Zinn steht für die Ursprünge erzgebirgischer Volkskunst in den Zechenstuben der Bergleute.

Wie ist das beliebteste deutsche Weihnachtslied „O du fröhliche“ entstanden?

Für weihnachtliche Stimmung und auch ein Schmunzeln sorgt ein herzzerreißender Wunschzettel an das Christkind (Buchstabe C), in dem sich ein kleiner Junge zu Weihnachten Gesundheit für seine Familie wünscht – oder Lego. Je nachdem was für den Weihnachtsmann eher machbar ist.Vor Ort haben kleine Besucher:innen auch selbst Gelegenheit, einen Wunschzettel zu schreiben. 

Grafik: Josephin Fohrmann-Köhler

Beim Buchstaben O geht es natürlich um das beliebteste deutsche Weihnachtslied „O du fröhliche“ und dessen Entstehungsgeschichte: Die Melodie stammt von dem sizilianischen Fischerlied „O sanctissima“. 

Der Privatgelehrte Johannes Daniel Falk (1768-1826) aus Weimar bat seinen Freund Johann Wolfgang von Goethe, ihm auf diese Melodie einen geeigneten Text zu schreiben. Weil dieser mehrfach ablehnte, schrieb Falk im Jahr 1806 selbst die ersten Strophen. Dabei komponierte Falk die Urfassung zunächst als „Allerdreifeiertagslied“, in welchem die großen Feste der Christenheit besungen wurden: Weihnachten, Ostern und Pfingsten. 

In der Ausstellung erfährt man außerdem unter anderem, warum nur weibliche Rentiere vor die weihnachtlichen Schlitten gespannt werden, wie Zipfelmützen zum Weihnachtssymbol wurden und was die Pflanze Ilex (Stechpalme) mit Weihnachten zu tun hat.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Josephin Fohrmann-Köhler, wissenschaftliche Volontärin im Schulmuseum, und Charlotte Herzog, studentische Hilfskraft. Sie haben für Kinder auch eine kleine Rallye vorbereitet, bei der es gilt, in den Vitrinen versteckte Buchstaben zu finden. Am Ende winkt eine süße Belohnung.

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Weitere Informationen:

www.dortmund.de/schulmuseum 

Ausstellung „Weihnachten von A wie Adventskalender bis Z wie Zipfelmütze“
24. November 2021 – 6. Januar 2022 

Westfälisches Schulmuseum, An der Wasserburg 1, 44379 Dortmund 

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