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Nach Kirchen-Besetzung: Grüne möchten Leerstand in der Bezirksvertretung der Nordstadt thematisieren

Leerstehende Kirche Sankt Albertus Magnus in der Enscheder Straße wurde besetzt

Die leerstehende Kirche Sankt Albertus Magnus in der Enscheder Straße wurde zeitweise besetzt.

Die Grünen-Fraktion der Bezirksvertretung Dortmund Innenstadt Nord hat eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt, welche die seit längerem bekannte Problematik des Leerstandes im Stadtbezirk thematisiert.

„Die Besetzung der Albertus-Magnus-Kirche durch die Aktivistinnen und Aktivisten des Sozialen Zentrums Avanti hat wieder in das öffentliche Bewusstsein gerufen, dass viele Immobilien in der Nordstadt nicht genutzt und dem langsamen Verfall preisgegeben werden. Gerade in Zeiten zunehmender Wohnungsknappheit ist dies ein nicht hinnehmbarer Zustand“, erläutert Rico Koske, Mitglied der Fraktion.

Von der Anfrage erhofft sich die GRÜNE BV-Fraktion Informationen über Anzahl, Art und ggf. Nutzungspläne der leer stehenden Gebäude. Hieraus können dann in der Folge Möglichkeiten zur langfristigen Nutzung oder Zwischennutzung der Immobilien ermittelt werden.

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3 Gedanken über “Nach Kirchen-Besetzung: Grüne möchten Leerstand in der Bezirksvertretung der Nordstadt thematisieren

  1. Lilalaunebär

    Ich bin nicht ganz im Bilde: Wie hoch ist denn der Leerstand in der Nordstadt? Worum geht es überhaupt? Dass es im Ruhrgebiet Brachflächen und ungenutzte Industriegebäude gibt, ist ja klar. Aber wer soll die nutzen? So etwas herzurichten, kostet unfassbare Summen und ist meiner Meinung nach von der öffentlichen Hand nicht zu stemmen (außer Leuchtturmprojekte, wo die Oberen es gerne mal übertreiben). Aber Wohnungen? Die stehen leer, weil da niemand wohnen möchte. Ein soziales Problem sehe ich da nicht, schließlich liegen die Mieten im Ruhrgebiet in vielen Vierteln bei rund 4€/qm. Das ist wahnsinnig billig! Dass die Grünen Wohnungsknappheit in Dortmund anprangern, ist lächerlich. Einzig bei hochwertigen Wohnungen in Innenstadtlage gibt es in den großen Pott-Städten einen Mangel. Aber die Zielgruppe dieser Immobilien hat Geld und kann das selbst regeln.

    Ich sehe das so: Der Freiraum im Ruhrgebiet und gerade in Vierteln wie der Nordstadt ist so groß, dass Besetzungen und öffentliche Förderung durch die Politik gar nicht nötig sind. Würde jeder der Besetzer nen Zehner in nen Topf werfen, dann könnten die in Ruhe und ohne Probleme etwas anmieten und ihre Pläne durchsetzen. Das gilt auch für die Grünen, die, so scheint mir, einfach nur wieder öffentliche Gelder abgreifen möchten – obwohl es doch viel einfacher ginge…

  2. Käptian Blaubär

    @Lilalaunebär:

    Was du einfach vergisst, ist die tatsache das viele dieser leerstehenden häuser schlichtweg verfallen. Da will auch keiner drin wohnen (auch nicht für 4€), wie den auch wenn die decke runterkommt oder kein boden verlegt ist!?
    Jetzt kannste natürlich sagen, dann müßen die das selber machen, klingt logisch, Avanti hat es ja scheinabr auch probiert, dort aufgeräumt etc. aber nicht alle menschen sind handwerklich begabt. Die Frage ist ja was mit den Wohnungen/Häusern passiert, bspw. könnten diese ja auch zu Nachbarschaftszentren umgebaut bzw. ausgebaut werden um so ebend jene zu fördern. Oder aber du machst Sozialwohnungen draus, oder andere Projeke ideen lassen sich da sicherlich finden. Auch welche mit der die Stadt sich rüsten kann. Auf der anderen Seite wird mit diesem Leerstand auch gerne spekuliert, jetzt ist die Nordstadt nicht das Spekulanten Paradies aber enwicklungsmäßig darf ja gerne davon ausgegangen werden das sich dort in den nächsten 3-5 Jahren Mieter mäßig was ändern wird, es werden mehr Studenten und Alternative dahin ziehen, weil wenn dann geht momentan dort was selbstorganisation und freigest angeht. Nur halt alles im „Ruhrpott-Rahmen“.

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