
Seit mehr als drei Jahrzehnten laden ausgeschilderte Radtouren dazu ein, Dortmund auf zwei Rädern zu entdecken. Was 1991 zur Bundesgartenschau mit vier Touren begann, hat sich inzwischen zu einem Netz von insgesamt 18 ausgeschilderten Radrouten entwickelt. Einen wichtigen Teil davon bilden die Dortmunder Stadtbezirksradtouren.
Vom Buga-Angebot zum Streckennetz
Zur Bundesgartenschau 1991 schilderte der ADFC erstmals vier Radtouren aus. Ziel war es, den Besucherinnen und Besuchern – unter anderem mit Mieträdern – zu zeigen, dass Dortmund weit mehr Grün- und Landschaftsräume zu bieten hat als den Westfalenpark.
Die ersten Touren erhielten entsprechend ihrer Himmelsrichtung die Namen Nord, Ost, Süd und West. Mit unterschiedlichen Änderungen der Streckenführung sind sie bis heute erhalten geblieben. In den Jahren 1993 und 1994 kamen die Touren Südwest und Nordost hinzu.
Ab 1996 wurden die sogenannten Stadtbezirksradtouren entwickelt und bis 1999 ausgeschildert. Den Anfang machte bereits 1993 die Huckarde-Tour, die zunächst mit selbst gefertigten Aufklebern kenntlich gemacht wurde. Heute gibt es insgesamt elf Stadtbezirksradtouren, darunter auch die Tour „Rund um die City“. Die kleinste Route ist die Scharnhorst-Tour mit rund 12 Kilometern.
Elf Stadtbezirkstouren zwischen 12 und mehreren Kilometern
Einige der Touren lassen sich in beiden Richtungen befahren: Die Routen „Rund um die City“, Aplerbeck, Brackel, Mengede, Lütgendortmund und Scharnhorst sind entsprechend mit grünen beziehungsweise roten Pfeilen in beide Richtungen ausgeschildert. Die übrigen Touren verfügen über eine einheitliche Fahrtrichtung.
Dass sich einzelne Touren abschnittsweise Straßen und Wege teilen, ist dabei kein Zufall – nicht überall stehen geeignete fahrradtaugliche Parallelstrecken zur Verfügung. Teilweise verlaufen deshalb unterschiedliche Routen auf derselben Strecke in entgegengesetzten Richtungen.
Das über Jahrzehnte gewachsene Routennetz ermöglicht es, Dortmund aus unterschiedlichen Perspektiven zu erfahren – von den grünen Außenbereichen der Stadt bis in die Innenstadt und durch die einzelnen Stadtbezirke. Die Touren verbinden dabei Freizeit, Bewegung und die Entdeckung der vielfältigen Dortmunder Stadt- und Landschaftsräume.
Dreimal jährlich im Kontrolleinsatz
Nach eigenen Angaben fährt der ADFC Dortmund alle Routen dreimal im Jahr ab, beseitigt Schäden an den Touren-Schildern oder erneuert diese.
Hinweis für Radfahrerinnen und Radfahrer: Das Nachfahren der Tourenvorschläge erfolgt auf eigene Gefahr. Für die aktuelle Befahrbarkeit von Wegen und Straßen, beispielsweise aufgrund von Baustellen, kann keine Gewähr übernommen werden. Für die gezielte Vorbereitung einer Fahrt empfiehlt es sich, die jeweilige Route vorab auf einer digitalen Landkarte zu überprüfen.
Die Routen stehen zum Download zur Verfügung: dortmund.adfc.de/artikel/stadtbezirksrouten-in-dortmund

