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„Mein Kind schreit und schreit! Was kann ich tun?“ – Eine Plakat-Aktion wirbt in Dortmund für Hilfen für Familien

Mit dem Netzwerk "Frühe Hilfen sollen frühzeitig Entwicklungsstörungen verhindert werden.

Mit dem Netzwerk „Frühe Hilfen“ soll unter anderem überforderten Eltern geholfen werden.

Ein neugeborenes Kind bedeutet für junge Eltern eine große Veränderung. Viele schaffen es „irgendwie“, mit den neuen Herausforderungen fertig zu werden. Auch, weil da Großeltern, Geschwister oder andere Familienangehörige sind. Ein einigermaßen funktionierendes soziales Netzwerk eben. Doch das gibt es nicht immer. Am anderen Ende sind da überforderte Erziehende, die Hilfe gut gebrauchen könnten. Nicht zwingend, weil hier (noch) nicht von Kindeswohlgefährdung die Rede ist – dennoch fehlt daheim etwas. Statt wegzuschauen, wird in solchen Gemengelagen ein nicht neoliberal zusammengekürzter Sozialstaat Angebote machen. Wie „Frühe Hilfen“, wo es not tut.

Wenn was schief läuft: Es gibt zahlreiche Unterstützungs- und Entlastungsangebote für Familien

Unterstützend stehen im Jugendamt der Stadt Dortmund beispielsweise viele gut zugängliche Angebote und Maßnahmen der Frühen Hilfen rund um gesundheitliche und medizinische Themen als Unterstützungs- und Entlastungsangebote bereit. ___STEADY_PAYWALL___

So betreuen etwa freiberufliche Hebammen die werdenden Eltern schon in der Schwangerschaft. Und begleiten junge Mütter (und Väter oder andere Bezugspersonen) auch weiter in der schwierigen ersten Zeit nach der Geburt. Für viele reichen diese Maßnahmen aus.

Manchmal aber wird die Belastbarkeit junger Eltern durch ein unruhiges, häufig schreiendes Kind auf eine harte Probe gestellt. Es kommt zu psychischen Krisen aus Überforderung.

Im günstigen Fall sind sie gepaart mit der Sorge, der neuen Belastung nicht dauerhaft gewachsen zu sein und sie – über kurz oder lang – als Aggression gegen das eigene Kind zu wenden. – Hilfe suchen und/oder Hilfe finden, sind die Eckpfeiler, an denen dies aufgelöst werden kann.

Dortmunder Institutionen helfen den Familien: Aktionsposter soll überbelastete Eltern erreichen

Zu diesem wichtigen Thema ist im Netzwerk der Frühen Hilfen nun eine Aktion gestartet worden, die belasteten Eltern bedeutet: da sind kompetente Menschen, die Euch zur Seite stehen! Auf dem Aktionsposter „Mein Kind schreit und schreit! Was kann ich tun?“ wird in klar formulierten Sätzen beschrieben, was Eltern in diesen Momenten an ersten Maßnahmen zu Hause ergreifen können und wo sie bei Bedürftigkeit Beratungs- und Hilfsangebote erhalten können.

Vier Dortmunder Institutionen – der Kinderschutzbund, das Kinderschutz-Zentrum, die LWL Klinik und das Klinikum Westfalen – bieten diese Angebote an. Die neu gestalteten Poster werden zur Zeit an alle geburtshilflichen Kliniken, an die Kinderklinik, niedergelassene Fachärzt*innen für Kinder- und Jugendmedizin sowie praktizierende Gynäkolog*innen verschickt.

Es geht darum, betroffenen Eltern möglichst früh die Dortmunder Beratungs- und Hilfsangebote zugänglich zu machen, um das Risiko einer Entstehung möglicher Überforderungssituationen zu verringern. Auf den Postern können die Eltern Kontaktdaten von Beratungsinstitutionen erhalten.

Weitere Informationen:

  • Beratungs- und Hilfsangebote unter der Telefonnummer 0173 52 90 096 oder per E-Mail unter sjanowski@stadtdo.de

 

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Ein Gedanke zu “„Mein Kind schreit und schreit! Was kann ich tun?“ – Eine Plakat-Aktion wirbt in Dortmund für Hilfen für Familien

  1. Babysprechstunde bei Kinderschutzbund und Kinderschutzzentrum (PM) Beitrags Autor

    Babysprechstunde bei Kinderschutzbund und Kinderschutzzentrum (PM)

    Die aktuellen Einschränkungen durch die Corona-Krise stellen Familien vor große Herausforderungen. Unterstützung durch die Familie fällt oft weg, die Gelegenheiten zum Austausch mit anderen sind rar. Und gerade Eltern mit Neugeborenen und sehr kleinen Kindern, für die das Zusammenleben als junge Familie noch neu ist, können schnell das Gefühl bekommen, allein zu sein. Zum Beispiel wenn das Baby ständig schreit, scheinbar nie zur Ruhe kommt und Eltern einfach nur noch erschöpft sind!

    Hier bieten das Kinderschutz-Zentrum und der Kinderschutzbund mit ihren Schreibabyberatungen die Möglichkeit, Hilfe zu finden: aktuell finden Beratungen nach wie vor statt, zum Teil telefonisch oder als Videokonferenz, zum Teil auch schon wieder persönlich Eltern haben die Möglichkeit den Teufelskreis aus Anspannung und Stress zu durchbrechen, damit eigene Kräfte neu zu mobilisieren und damit ihr Baby zu unterstützen.

    „Ein schreiendes Baby bringt Eltern in Dauerstress“ so Christine Kandler, Beraterin im Kinderschutz-Zentrum. „Wenn es Stunde um Stunde, Tag für Tag nicht gelingt, das Kind zu beruhigen und die Eltern selbst nicht zur Ruhe kommen, liegen die Nerven irgendwann blank. Das ist total verständlich und deshalb braucht es hier eine Unterstützung und kein Durchhalten“. Stattdessen setzen die Beraterinnen darauf, das Baby mir ihrer Hilfe besser verstehen zu lernen. „Oft sind Schreibabys völlig übermüdet und brauchen regelmäßige Hilfe von Mama und Papa, um zur Ruhe zu kommen, bevor das Schreien nicht mehr zu unterbrechen ist“ weiß Stefanie Brochtrup, Beraterin im Kinderschutzbund Dortmund. „Und oft genügen schon wenige Termine, um auf einen guten Weg zu kommen“.

    Beide Stellen bieten ohne lange Wartezeiten Termine für Eltern in solchen Stresssituationen an. Und das Ganze kostenlos.

    http://www.kinderschutzbund-dortmund.de
    Tel. 8479780

    http://www.kinderschutzzentrum-dortmund.de
    Tel. 2064580

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