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„Machen Statt Motzen!”: das MaStaMo-Skillsharing-Camp geht in die 6. Runde – INTERVIEW mit dem Orga-Team

Flyer zum diesjährigen MaStaMo-Camp auf dem Lernbauernhof Schulte-Tigges in Dortmund-Derne

Von Carmen Körner

Weniger als eine Woche dauert es noch, bis das MaStaMo-Skillsharing-Camp in die 6. Runde geht. „MaStaMo-Machen Statt Motzen!”, lautet das Motto. Das Camp bietet einen selbstorganisierten und Hierarchie-sensiblen Ort auf dem Lernbauernhof Schulte-Tigges in Dortmund-Derne. – „Machen Statt Motzen!” steht dafür, gesellschaftliche Herausforderungen und Probleme nicht nur zu kritisieren, anzuprangern und dagegen zu protestieren, sondern Alternativen auszuprobieren, sich darüber auszutauschen und sie weiterzuentwickeln. Ailis und Nora aus dem MaStaMo-Organisationsteam erzählen vom geplanten Camp.

Das MaStaMo-Camp dient als Erprobungsraum für gutes Zusammenleben in einer Gesellschaft

Was ist besonders an dem MaStaMo-Camp? Was passiert dort?

N: Besonders ist vor allem die Atmosphäre, der Ort ist sehr schön. Schöne Menschen.

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A: Es ist ein Experimentier- und Erprobungsraum, wo wir unsere Wünsche ausleben, wie wir uns das Zusammenleben und die Gesellschaft vorstellen und jede/r sich einbringen kann mit seinen/ihren Wünschen und mit dem, was er/sie mitbringt.

Ailis (l.) und Nora (r.) sind Teil des Organisationsteams vom MaStaMo-Camp 2019.

Was sind Eure Wünsche?

A: Achtsamer Umgang miteinander und Hierarchie nur, wenn es notwendig ist. Nachhaltigkeit, auch in Form von nachhaltigem Aktivismus, denn es geht nicht darum, dass man sich darin komplett aufgibt und irgendwann keine Kraft mehr hat.

N: Es geht um ein Auseinandersetzen mit der Umwelt, dem Außen, aber auch mit dem Innen, und das zusammen in Gleichgewicht zu bringen. Sodass man danach mit mehr Energie aktiv sein kann. Uns ist ein liebevoller und achtsamer Umgang mit den Menschen, aber auch mit der Natur sehr wichtig. Auch das Teilen von Wissen und Dingen, die uns begeistern, gehören zum Camp.

Wo findet das Camp statt?

A: Das Camp wird auf dem Lernbauernhof Schulte-Tigges in Dortmund-Derne organisiert.

N: Das ist ein Solawi-Hof. Um den Hofbetrieb herum bauen wir das Camp auf. Letztes Jahr haben wir einen Duschwagen gebaut. Um die Menschen mit Infrastruktur zu versorgen.

Teilnehmende werden eingeladen, mitzuorganisieren und ihre Ideen und Wünsche einzubringen

Gibt es ein festes Organisationsteam?

A: Das Orga-Team ist ein offener Kreis, wo jede/r, der/die möchte, mitorganisieren kann. Meistens sind es Personen, die im Vorjahr als TeilnehmerInnen am Camp dabei waren und Lust bekommen haben, mitzumachen.

Gruppenfoto aus dem letzten MaStaMo-Camp Foto: Lilja Radermacher

N: Wir laden auch explizit ein, auf dem Camp mitzuorganisieren und aktiv zu werden. Darum geht es uns. In den Plena wollen wir Verantwortung abgeben, wir wollen gemeinschaftlich Kochen. Wir teilen gemeinschaftlich untereinander wichtige Aufgaben auf, die im Camp gemacht werden müssen.

Wann ist das Camp? Und ist ein Ablauf geplant?

N: Der Aufbau startet nächste Woche Montag bis Mittwochabend; da beginnt dann das Camp mit einem gemeinsamen Plenum. Donnerstag fangen die Workshops an und gehen bis Sonntagmittag.

Dann findet das Camp also zur selben Zeit wie Fridays-For-Future-Großdemo statt?

N: Es gibt eine Solidarisierung zu allen anderen Klima-Aktionen, die am Wochenende passieren, auch zur Fridays-For-Future-Gruppe Dortmund. Wir haben eine gemeinsame Anreise geplant zur Großdemo in Aachen. Wir freuen uns, wenn die Menschen fürs Klima aktiv sind, egal ob auf der Straße oder im Camp.

Workshops werden von allen gemeinschaftlich organisiert und geplant

Was für Workshops sind geplant?

N: Unser Workshop-Programm wird von den Teilnehmenden auf die Beine gestellt, wir kümmern uns um die Infrastruktur drumrum; aber das Programm wird selbst organisiert von den Teilnehmenden in dem Plenum.

Deshalb können wir vorweg nicht sagen, was genau für Workshops stattfinden werden, aber auf der Website gibt es eine Sammlung von Workshops, die letztes Jahr stattgefunden haben.

Wo werden die Teilnehmenden schlafen?

A: In Zelten auf der Wiese.

Könnt Ihr einschätzen, wie viele Menschen dieses Jahr am MaStaMo-Camp teilnehmen werden?

Wegweiser im MaStaMo-Camp Foto: Lilja Radermacher

N: Samstags ist immer der Tag mit den meisten Menschen – da sind es meistens so 100-130 Menschen. Ansonsten haben sich einige Menschen angemeldet, viele kommen aber auch kurzfristig ohne Anmeldung dazu.

Habt Ihr außer den Workshops noch mehr Programm geplant?

A: Es wird eine Open-Stage geben am Freitagabend und für die gesamte Camp-Dauer wird es eine Kleidertausch-Ecke und ein Repair-Café geben.

N: Samstag gibt’s eine Party mit Live-Acts mit viel Tanz.

Wie viel kostet die Teilnahme am Camp und muss man die ganze Woche dableiben?

A: Wir wünschen uns, dass alle Menschen je nach finanziellen Mitteln teilnehmen können. Unsere Empfehlung sind 8 Euro pro Tag, darin ist auch das vegane Essen enthalten, was wir täglich zubereiten. Die Teilnehmenden können an- und abreisen, wie sie möchten.

Dieses Wochenende können die Menschen auch schon aktiv werden und zum Mini-MaStaMo kommen. Dort werden wir Camp-Deco herstellen mithilfe von Upcycling. Das Mini-MaStaMo findet diesen Freitag ab 15h und Samstag ab 10h im Garten von Tante Albert in Dortmund statt.

Weitere Informationen:

 

 

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