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„lokal willkommen“: Das ausgezeichnete Integrationsnetzwerk soll um zwei neue Standorte in Dortmund erweitert werden

„lokal willkommen“ befindet sich am Brackeler Hellweg 146.

Die Anlaufstelle „lokal willkommen“ am Brackeler Hellweg 146 war die erste ihrer Art. Foto: Alexander Völkel

Der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund hat die Ausweitung des Dortmunder Integrationsnetzwerkes „lokal willkommen“ um zwei weitere Standorte beschlossen. Vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien sollen zwei weitere Anlaufstellen an den Standorten Eving/Scharnhorst und Lütgendortmund eröffnet werden.

Neue Anlaufstellen in den Stadtbezirken Eving/Scharnhorst und Lütgendortmund

Nach der äußerst erfolgreichen Pilotphase in Brackel/Aplerbeck im Jahr 2016 und der ersten Erweiterungsphase 2017 durch die Eröffnung der Standorte Mengede/Huckarde und Hörde/Hombruch im Februar und März dieses Jahres, soll demnächst in den Stadtbezirken Eving/Scharnhorst sowie in Lütgendortmund je eine weitere Anlaufstelle für Flüchtlinge entstehen. Die Vorbereitungen beginnen noch vor der Sommerpause.

Die Umsetzung vor Ort wird mit den Bezirksvertretungen und den aus der Flüchtlingshilfe bekannten Akteuren der Runden Tische abgestimmt und gemeinsam gestaltet. Als Kooperationspartner für die Besetzung der „lokal willkommen“-Teams sind das Deutsche Rote Kreuz (Eving/Scharnhorst) und European Home Care (Lütgendortmund) im Gespräch.

Das Konzept erfährt überregionale Anerkennung. So wurde das Integrationsnetzwerk „lokal willkommen“ als „ein beispielhaftes Projekt zur Förderung der Integration von Flüchtlingen“ benannt und die Stadt Dortmund dafür im November 2017 von der Staatskanzlei NRW als „Europaaktive Kommune in Nordrhein-Westfalen“ ausgezeichnet.

Darüber hinaus gehört die Stadt Dortmund mit dem Integrationsnetzwerk „lokal willkommen“ am 2. Juli 2018 auf der Abschlusskonferenz im Bundesministerium des Innern in Berlin zu den Preisträgern des Bundeswettbewerbs „Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten“.

Hohe Kontaktzahlen in Einrichtungen weisen auf Bedarfe bei Personen mit Fluchtgeschichte hin

Dankesfeier für Ehrenamtliche bei "lokal willkommen" in Dortmund-Brackel

Dankesfeier für Ehrenamtliche bei „lokal willkommen“ 2017 in Dortmund-Brackel

Für viele Flüchtlinge ist der Auszug aus der Übergangseinrichtung in eine eigene Wohnung angestrebtes Ziel auf dem Weg zur Selbstständigkeit. In der neuen Umgebung zurecht zu kommen, ist allerdings eine große Herausforderung. Nötig ist daher eine Begleitung, die auf Alltagsfragen eingeht und die Neu-DortmunderInnen beim Ankommen im Stadtteil unterstützt.

Ziel ist es, ein Netzwerk aus haupt- und ehrenamtlich Tätigen aufzubauen, an bereits bestehende Unterstützungsstrukturen anzudocken, Lücken zu erkennen und zu schließen.

Für beide Zielregionen aus 2018 konnte die Arbeit schon vor Eröffnung der Standorte aufgenommen werden. So hatten die Mitarbeitenden für Mengede/Huckarde von Oktober 2017 bis März 2018 bereits 365 Kontakte zu Rat- und Hilfesuchenden und Kooperationspartnern; in Hörde/Hombruch waren es 55 Kontakte von Februar bis März 2018.

Arbeit der vielen Ehrenamtlichen in dem Integrationsnetzwerk ist unentbehrlich

Sozialdezernentin Birgit Zoerner.

Sozialdezernentin Birgit Zoerner weiß die Arbeit der Ehrenamtlichen zu schätzen.

„Aufgrund der bisherigen Kontaktzahlen der beiden jüngst eröffneten Standorte darf schon jetzt davon ausgegangen werden, dass sie sich ähnlich entwickeln wie der Pilotstandort Brackel/Aplerbeck und von neu zugezogenen und alteingesessenen Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen werden“, sagt Sozialdezernentin Birgit Zoerner und ergänzt: „Das ist eine gute Voraussetzung, um den Ausbau des Integrationsnetzwerkes weiterhin zu forcieren.“

Dass sich der Aufwand lohnt, beweist auch die hohe Motivation bei vielen Zugezogenen, die möglichst schnell Arbeit finden und an Bildungs-, Sport- oder Kulturangeboten teilhaben wollen.

„Im Rahmen der Tätigkeit des Integrationsnetzwerks ‚lokal willkommen‘ wird deutlich, wie viele Familien und Einzelpersonen mit Fluchtgeschichte in den unterschiedlichsten Lebensbereichen der Unterstützung von ehrenamtlich Engagierten bedürfen und wie unschätzbar wertvoll deren Arbeit für alle Beteiligten ist“, betont Sozialdezernentin Birgit Zoerner.

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