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Letztes Verbrenner-Fahrzeug verbannt: Stadtverwaltung ist bald komplett lokal emissionsfrei in Dortmund unterwegs

Auch die Stadtspitze setzt auf E-Autos. Doch eigentlich erfüllen sie die Kriterien nicht mehr.

Sechs Hybrid-Fahrzeuge sollen für lokal emissionsfreie Mobilität der Stadtverwaltung sorgen. Foto: Alex Völkel / Archiv

Der Verwaltungsvorstand hat über den Ersatz der fünf Hybrid- und des letzten reinen Verbrennerfahrzeugs des Verwaltungsvorstandes sowie der Bürgermeister*in beraten. Nachdem bereits im März 2018 beschlossen wurde, den städtischen Pkw-Fuhrpark innerhalb der nächsten vier Jahre weitestgehend auf Elektrofahrzeuge umzustellen, geht der Verwaltungsvorstand weiterhin mit gutem Beispiel voran.

Sechs zusätzliche Plug-In-Hybriden sorgen für emissionsfreie Mobilität der Stadtverwaltung

Während in den letzten Jahren im Rahmen des turnusmäßigen Ersatzes der Dienstfahrzeuge bereits drei vollelektrische Nissan Leaf mit einer Reichweite von bis zu 300 bis 350 Kilometern dauerhaft beschafft wurden, wird dieses Jahr auch das letzte Verbrennerfahrzeug zum Plug-In-Hybriden. ___STEADY_PAYWALL___

Auch die Stadtspitze setzt auf E-Autos. Links hybrider BMW, rechts rein elektrischer Nissan. Foto: Alex Völkel / Archiv

Der Verwaltungsvorstand beschloss nun, insgesamt sechs Plug-In-Hybride vom Typ BMW 530e anzuschaffen. Der BMW 530e kombiniert als Plug-In-Hybrid einen Benzinmotor mit einem elektrischen Antrieb mit einer Reichweite bis zu 60 Kilometern.

„Somit haben wir die Dienstfahrzeuge der Stadtverwaltung komplett umgestellt. Neben den rein elektrischen Fahrzeugen kommen nun die sechs Hybride hinzu, die die letzten Verbrenner ablösen werden, so dass die Stadtverwaltung lokal emissionsfrei unterwegs sein kann“, sagt Arnulf Rybicki Dortmunder Dezernent für Bauen und Infrastruktur.

Die sechs Neufahrzeuge werden, wie schon in den Vorjahren, im Behördenleasing beschafft. Dieses besonders wirtschaftliche Angebot von Automobilfirmen ist speziell auf den Nutzer*innenkreis der repräsentativen Vertreter*innen von Behörden zugeschnitten und nur im Jahresleasing möglich. 

Beitrag zur emissionsfreien Innenstadt – wirtschaftliche Anschaffung über das Behördenleasing

Neben den günstigen Leasingraten unterstreicht der Wegfall von Reparatur- und Wartungskosten die Wirtschaftlichkeit der Vorgehensweise. Die Fahrzeugvollkosten der sechs neu zu beschaffenden sowie der drei vorhandenen Elektrofahrzeuge, welche als Dienstfahrzeuge des Verwaltungsvorstandes sowie der Bürgermeister*innen eingesetzt werden, belaufen sich jährlich auf rund 75.500 Euro und liegen damit ungefähr auf dem Niveau der Vorjahre.

Mit den neuen Fahrzeugen unterstützen die Mitglieder des Verwaltungsvorstandes sowie die Bürgermeister*innen weiterhin die schrittweise Umstellung aller Dienstwagen im gesamten Fuhrpark auf emissionsfreien Antriebe und leisten durch die, in Poolstrukturen effizient angelegte Nutzung der Fahrzeuge, somit ihren Beitrag zur Reduktion der lokalen Schadstoffemissionen. 

 

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4 Gedanken über “Letztes Verbrenner-Fahrzeug verbannt: Stadtverwaltung ist bald komplett lokal emissionsfrei in Dortmund unterwegs

  1. Jonas

    Für Strecken, auf denen die kurze Reichweite des elektrischen Antriebs ausreicht, gibt es günstigere und umweltfreundliche Alternativen, z.B. ÖPNV oder Fahrrad. Bei längeren Fahrstrecken ist der Elektroantrieb inklusive der Akkus zusätzlicher Ballast, der den Verbrauch in die Höhe treibt. „Emissionsfrei“ sind diese Fahrzeuge mit Verbrennermotor ganz sicher nicht. Abgesehen davon sellt sich mir die Frage, warum man im Verwaltungsvorstand für Dienstreisen von Einzelpersonen derart große Fahrzeuge benötigt.

  2. Kostenlose Beratung zu Elektromobilität: 13 Unternehmen und Immobilienbesitzer*innen nehmen schon teil – zweite Chance im April (PM) Beitrags Autor

    Kostenlose Beratung zu Elektromobilität: 13 Unternehmen und Immobilienbesitzer*innen nehmen schon teil – zweite Chance im April

    Im Rahmen des Förderprojektes Emissionsfreie Innenstadt unterstützt die Stadt Dortmund Handwerksbetriebe und Dienstleistungsunternehmen, die in der Dortmunder City mobil sind sowie Eigentümer*innen und Betreiber*innen von innerstädtischen Immobilien bei der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur nachhaltigen
    Mobilität. Insbesondere sollen der Anteil der Elektromobilität in Unternehmen gesteigert und Ladeinfrastruktur in Gebäude integriert werden.

    Erste Bewerber*innen haben sich für Beratungen qualifiziert

    In einem öffentlichen Bewerbungsverfahren wurden die ersten Unternehmen und Besitzer*innen von Immobilien für eine kostenlose Elektromobilitätsberatung ausgewählt. Damit sie ihre Unternehmen und Immobilien fit für die Zukunft und Elektromobilität machen. Erfolgreich beworben haben sich: Die AboKiste – Werkhof Service GmbH, Amtsgericht Dortmund, ased – Ambulanter Pflegedienst Gabriele Doepner OHG, Cabdo GmbH, Fidelio Bau GmbH, Green IT – Das Systemhaus GmbH, Diakonische Pflege Dortmund gGmbH, Home Instead Seniorenbetreuung – HISB Betreuungsdienst Dortmund-Nord GmbH, die Katholische St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund gGmbH mit dem Johannes-Hospital, Rolland Mawson Küchendesign, SHA Scheffler Helbich Architekten GmbH mit dem Quartierparkhaus Phoenix-West, Studierendenwerk Dortmund AöR als Unternehmen und für eine Wohnanlage an der Emil-Figge-Straße sowie die Uwe Walter Gruppe.
    In einer virtuellen Auftakt- und Informationsveranstaltung wurden den Teilnehmer*innen Informationen zum Thema Elektromobilität vermittelt: von Antriebsarten von E-Fahrzeugen bis hin zu möglichen Kosten- sowie Emissionseinsparungen durch Elektromobilität. Darüber hinaus nutzten die Unternehmen erste Möglichkeiten zu Vernetzung und Erfahrungsaustausch untereinander.

    Auszeichnung mit Green Mobility und Fit for e-Mobility

    Derzeit starten die individuellen Beratungen, die auf die einzelnen Unternehmen und Immobilienbesitzer*innen zugeschnitten sind. In jeweils zwei Beratungsterminen werden die Ausgangssituation, Ziele und Möglichkeiten der Unternehmen berücksichtigt, analysiert und auf dieser Basis maßgeschneidert umsetzbare Maßnahmenpläne erarbeitet.

    Die Umsetzung der Maßnahmen liegt in der Hand der Betriebe. Organisatorisch unterstützt werden sie dabei von den Berater*innen B.A.U.M Consult GmbH und EcoLibro GmbH und der Stadt Dortmund.
    Betriebe, die erfolgreich Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität umgesetzt haben bzw. umsetzen, zeichnet die Stadt Dortmund mit dem Label „Green Mobility“ für Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe und „Fit for eMobility“ für Immobilien aus. Ein Auswahlgremium aus Vertreter*innen der Stadt Dortmund, der IHK zu Dortmund und der Handwerkskammer prüft die Auszeichnungswürdigkeit der Betriebe und Immobilien und vergibt die Label.

    Zweite Bewerbungsrunde im April 2021

    Interessierte Unternehmen und Immobilienbesitzer*innen, die sich noch nicht um eine kostenlose Elektromobilitätsberatung beworben haben, haben die Chance dazu in einer zweiten Bewerbungsrunde: Im April 2021 können sich Handwerker*innen, Dienstleister*innen und insbesondere Akteur*innen der Immobilienwirtschaft noch einmal um einen von sechs Beratungsplätzen bewerben, um die Elektromobilität und die notwendigen Rahmenbedingungen dafür in ihrem Unternehmen oder in ihrer Immobilie auszubauen. Zur Bewerbungsfrist erfolgt rechtzeitig eine weitere Medieninformation.

    16 Maßnahmen für klimafreundliches Mobilitätsverhalten

    Die Förderung von Elektromobilität bei Handwerker*innen und Dienstleister*innen sowie in Immobilien ist eine von 16 Maßnahmen des EU-Förderprojektes Emissionsfreie Innenstadt. Die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen unterstützen das Förderprojekt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

  3. Andreas Linnemann

    Das ist nicht emissionsfrei. Das sind Plugin Hybride. Die verbinden die Nachteile von Verbrennen mit den Nachteilen von Elektrofahrzeugen. Das Gewicht ist sehr hoch wegen den zwei Antrieben und damit ist auch der Verbrauch deutlich höher. Hoher Anschaffungspreis und teure Wartung.

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