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Konzerthaus Dortmund geht in der Saison 21/22 neue Wege mit vielen jungen Talenten und alten Gefährt*innen

Bald zieht auch im Konzerthaus Dortmund wieder Leben ein. In der kommenden Saison kann man auf Erfahrungswerte aus dem vergangenen Jahr zurückgreifen, damit dem lange entbehrten Genuss von Live-Konzerten aus Sicht des Infektionsschutzes nichts mehr im Wege steht. Foto: Jan Schebaum

Von Jan Schebaum

Lange waren die Saaltüren des Konzerthauses Dortmund geschlossen. Doch pünktlich zum Sommer ziehen die Künstler*innen aus ganz Europa wieder mit Sack und Pack ein um Dortmunds renommiertester Bühne mit Leben zu füllen. Konzerthaus-Intendant Dr. Raphael von Hoensbroech überschlägt sich vor Begeisterung in Anbetracht des bevorstehenden Programms: „Die Sehnsucht nach Live-Konzerten verlangt danach, sich schon mal vorstellen zu können, worauf man sich freuen darf“. Das Saisonbuch 21/22 des Konzerthauses gibt nicht nur Auskunft über die Künstler*innen und Konzerte, sondern stellt auch Fragen, wie es nach der Pandemie weitergehen kann. Für den Intendanten ist die Zeit der ausgefallenen Konzerte nicht einfach nachzuholen. Ein ausgefallenes Konzert lässt sich nicht einfach nachholen, denn dann ist es weg. Umso mehr freut Dr. von Hoensbroech sich auf die Zeit der kommenden Live-Musik. Im Saisonbuch heißt es, neue Wege zu gehen.

Junger Hype – Raphael von Hoensbroech will junge Talente auf die Bühne bringen

Diese Wege will das Konzerthaus sowohl mit bekannten Partner*innen als auch neuen Gesichtern auf der Bühne gehen. Der Dirigent Sir Simon Rattle wird mit dem „London Symphony Orchestra“ den Liederzyklus „Where are you?“ von dem gehypten und noch sehr jungen Komponisten Ondřej Adámek uraufführen. ___STEADY_PAYWALL___

Sheku Kanneh-Mason machte bei der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle auf sich aufmerksam. Foto: Jake Turney

In Begleitung von Rattles Frau und Mezzosopranin Magdalena Kožená werden sie Ende September 2021 im Konzerthaus zu sehen sein.

Mit der Uraufführung möchte Intendant von Hoensbroech ein Zeichen in Sachen Wertschätzung setzen: „Unsere Pflicht ist es, neue Werke hervorzuheben. Dadurch würdigen wir sowohl das Werk als auch den Künstler“.

Dass dem Konzerthaus Dortmund neue Talente wichtig sind, zeigt es in der  neuen Staffel „Junge Wilde“, die auch in diesem Jahr wieder ihren Raum bekommt. Durch sie werden Talente wie die Pianistin Isata Kanneh-Mason und ihr Bruder Sheku auf die Bühne gebracht.

Der junge Cellist erlangte internationale Aufmerksamkeit, als er bei der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle aufgetreten ist. In die Staffel „Junge Wilde“ fallen unter Anderem auch die Newcomer-Sopranistin Christina Gantsch und die Oboistin Cristina Gómez Godoy. Ein Highlight soll der Currating Artist Andres Schiff sein, von dem eine Master Class zu sehen ist. Weitere Highlights wie die Aufführung von Wagners „Rheingold“ und Konzerte von Klassik bis Pop sind im Programm des Konzerthauses Dortmund zu finden.

„Herzensprojekte“ und „Gipfeltreffen“ – Die Lieblinge des Intendanten

Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla Foto: Andreas Hechenberger / Universal Music

Wagners „Rheingold“, welches der Intendant van Hoensbroech als „mega Highlight“ betitelt, soll nicht die einzige Oper in der kommenden Saison sein. Die Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla bleibt auch in der kommenden Saison die Exklusivkünstlerin des Konzerthauses Dortmund.

Sie bringt ihre ganz persönlichen Lieblinge auf die Bühne, die van Hoensbroech als „Herzensprojekte“ betitelt:

„Wir möchten Mirga Raum in unserer Saison geben, um ihre Herzensprojekte bei uns aufführen zu können“. Die Dirigentin wird „Das schlaue Füchslein“, eine tschechische Märchen-Oper, inszenieren.

Zudem wird sie mit einem Wiederaufleben von Mieczyslaw Weinberg durch das „City of Birmingham Symphony Orchestra“ und einem Mitsingabend auf der Dortmunder Bühne stehen.

Gerade letzteres – das „Singen mit Mirga“ ist eines der Top-Drei-Konzerte des Intendanten. Außerdem freut er sich besonders auf das Mendelssohn Oktett, ein „Gipfeltreffen“ der beiden Streichquartette BELCEA QUARTET & QUATUOR ÉBÈNE.

„Neben der musikalischen Qualität ist es schon terminlich eine Besonderheit diese acht Streicher zusammen auf eine Bühne zu bringen“, sagt Dr. Raphael von Hoensbroech.

Konzerthaus-Hygienekonzept hat sich im vergangenen Jahr bereits bewährt

Während acht Streicher*innen auf der Bühne performen, werden sich im Saal deutlich mehr Menschen befinden. Zur aktuellen Corona Situation ist das natürlich ein Balanceakt, dem das Konzerthaus aber zuversichtlich entgegentritt.

So voll wird es vorerst nicht wieder werden. Die Sitzplätze sollen zunächst zu 50 Prozent genutzt werden. Archivfoto: Mark

So schreiben sie in ihrer Pressemitteilung: „Die Konzerte im Juni, September und Oktober 2020 haben gezeigt: Das Hygienekonzept des Konzerthaus Dortmund funktioniert“.

Zudem stützt sich das Konzerthaus auf die Aerosol-Studie des Fraunhofer Instituts, die im Januar 2021 im Saal des Konzerthauses durchgeführt wurde, und die Belüftungsanalage, die alle 20 Minuten die Luft komplett austausche.

Im ersten Schritt sollen zudem die Sitzplätze vorerst mit 50 Prozent Auslastung besetzt werden um einen Abstand im „Schachbrettmuster“ zu gewährleisten, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Die aktuellen Rahmenbedingungen und Hygieneverordnungen sollen stets angepasst werden. Während des Konzertes ist aktuell das Tragen einer medizinischen Maske Pflicht. Die Tickets zu den Konzerten sind wie gewohnt online oder am Konzerthaus selbst am Ticketschalter zu erwerben.

Aufregend ist es für alle plötzlich wieder Live-Musik im Konzerthaus zu erleben. Nach einer langen Lockdown-Zeit ist es umso schöner, wenn die Musik die Menschen wieder zusammenführen kann. Dafür ist das Konzerthaus Dortmund wohl die richtige Anlaufstelle.

Weitere wichtige Infos zum Besuch des Konzerthaus und zum Schutzkonzept finden Sie im Anhang des Artikels.

 

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Weitere Informationen:

Informationen für Konzertbesucher*innen:

  • Konzertbesucher müssen zusammen mit ihrem Personalausweis einen negativen Corona-Schnelltest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Eine kostenlose Testmöglichkeit (»Bürgertest«) gibt es u. a. im Konzerthaus-Foyer nach Terminvereinbarung. Ab 2,5 Stunden vor Konzertbeginn ist das Covidzentrum im Foyer exklusiv für Konzertbesucher*innen geöffnet. Wenn Sie sich in diesem Zeitraum testen lassen möchten, buchen Sie bitte hier Ihren Termin. Ein Selbsttest ist nicht ausreichend.
  • Geimpfte Besucher*innen müssen einen Nachweis über einen vollständigen Impfschutz vorlegen. Seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung müssen mindestens 14 Tage vergangen sein. Sie benötigen keinen Schnelltest.
  • Genesene benötigen den Nachweis für einen positiven PCR-Test, der mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt. Auch hier entfällt der Schnelltest.
  • Um Abstände im Saal einzuhalten, haben wir die Saalbelegung reduziert. Die Plätze sind schachbrettartig im Saal verteilt. Es wird darauf geachtet, dass Sie nicht neben Ihnen unbekannten Besucher*innen sitzen.
  • Die Wegeführung wurde so gestaltet, dass Begegnungen minimiert werden und der Sicherheitsabstand von 1,5 m für Sie sichtbar wird.
  • Das Foyerpersonal steuert den Ein- und Auslass, um den Abstand zu sichern.
  • Es wird darum gebeten, beim Betreten des Konzerthauses und während des Konzerts einen medizinischen Mund-Nasenschutz zu tragen. An den Tischen der Gastronomie darf er zum Verzehr von Getränken und Speisen abgenommen werden. Natürlich trägt das Foyerpersonal ebenfalls einen Mund-Nasenschutz.
  • Die hochleistungsfähige Belüftungsanlage sorgt dafür, dass alle 20 Minuten Frischluft unter jedem Sitz in den Saal eingelassen und unterm Dach wieder absaugt wird.
  • Weitere Hygienevorkehrungen umfassen u. a. Plexiglaswände im Servicebereich und Stationen zur Handdesinfektion.
  • Das Konzerthaus Dortmund behält die aktuellen Entwicklungen stets im Blick und passt das Hygieneschutzkonzept laufend an.
  • Regelungen von Partnerveranstalter*innen können hiervon abweichen.

Informationen zu Anreise, Einlass, Service und Gastronomie:

  • Der Einlass erfolgt ausschließlich über die Passage rechts neben dem Haupteingang.
  • Es wird darum gebeten, beim Betreten des Konzerthauses und während des Konzerts einen medizinischen Mund-Nasenschutz zu tragen. An den Tischen der Gastronomie darf er zum Verzehr von Getränken und Speisen abgenommen werden. Sollten Sie von der Maskenpflicht befreit sein, bringen Sie bitte ein ärztliches Attest mit zum Konzertbesuch.
  • Bitte reisen Sie frühzeitig an, da es gegebenenfalls zu Wartezeiten kommen kann.
  • Die Wegeführung ist so gestaltet, dass Begegnungen minimiert werden. Mit Markierungen wird der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern für Sie sichtbar gemacht.
  • Auf kontaktnahe Serviceleistungen wie den Garderobendienst muss wir leider verzichtet werden. Ihre Garderobe dürfen Sie mit in den Saal nehmen. Für Fragen sind die Mitarbeiter*innen an der Abendkasse und auf den Ebenen ansprechbar.
  • Wenn Sie Ihr Parkticket lochen lassen möchten, wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter an der Abendkasse oder links und rechts vor der Garderobe.
  • Zu klassischen Konzerten werden wie gewohnt Programmhefte angeboten, sofern sich keine kurzfristigen Änderungen ergeben.
  • Es werden keine Einführungen vor Ort stattfinden.
  • Alle Konzerte finden mit Pause statt.
  • Vor den Konzerten und in den Konzertpausen gibt es ein Gastronomieangebot. Für die Bewirtung gehen Sie bitte zunächst zur Theke. Dort wird Ihnen ein Tisch mit Sitzplatz zugewiesen. Getränke bitte ausschließlich im Sitzen an den Ihnen zugewiesenen Tischen zu sich nehmen. Das Restaurant Stravinski öffnet zudem zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn sowie nach den Konzerten. Bitte reservieren Sie vorab per E-Mail an kontakt@restaurantstravinski.de.
  • Diese Hinweise gelten vorbehaltlich etwaiger späterer anderslautenden behördlichen Anordnungen.

 

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