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Junge Flüchtlinge in Dortmund – Mit Workshops und Aktionen werden in der Nordstadt Brücken statt Mauern gebaut 

Die Mitglieder der BUNDjugend NRW wollen über Lebensumstände von Flüchtlingen in Europa und insbesondere in Dortmund informieren. Foto: Hannes Dülberg

Die Mitglieder der BUNDjugend NRW wollen über Lebensumstände von Flüchtlingen in Europa und insbesondere in Dortmund informieren. Foto: Hannes Dülberg

Geflüchtete und nicht-geflüchtete junge Menschen der BUNDjugend NRW organisieren einen Workshoptag in der Nordstadt. Am Samstag, den 22. September, erwartet BesucherInnen zwischen 10 bis 18 Uhr ein vielfältiges Programm in der Bunten Schule, Mallinckrodtstr. 64, und im Langen August, Braunschweiger Str. 22.

Veranstaltung vereint fundiertes Wissen und selbstloses Engagement gegen Rassismus

Das Veranstaltungsplakat.

Das Veranstaltungsplakat

Vom syrischem Kochworkshop über Argumentationstraining bis hin zu alternativen Stadtrundgängen zu Flucht und Migration: ein informatives wie unterhaltsames das Programm erwartet alle, die mehr „über Brücken statt Mauern“ wissen wollen. Ergänzt wird das Angebot durch kreative Aktionen des zivilgesellschaftlichen Flüchtlingsbündnisses „Seebrücke“. Die Teilnahme ist durchweg kostenlos.

„Angesichts der Rechtsverschiebung in Europa müssen wir Brücken statt Mauern bauen“, finden die Ehrenamtlichen der BUNDjugend NRW. Sie stellen daher einen ganzen Tag auf die Beine, an dem sie in unterschiedlichen Workshops und zwei alternativen Stadtführungen dazu einladen, sich zu begegnen, sich über die Themen Flucht und Rassismus zu informieren und darüber auszutauschen, wie ein solidarisches Miteinander aussehen kann. 

Das Besondere: Die Aktiven sind junge Menschen zwischen 17 und Anfang 30, von denen viele selber Fluchterfahrungen gemacht haben und neu in der Bundesrepublik sind. Bei der BUNDjugend haben sie sich in politischer Bildung schulen lassen und geben nun für Schulklassen oder Gruppen Workshops. 

„Ich finde es wichtig, dass geflüchtete Menschen selber über das Thema Flucht informieren und nicht nur über sie gesprochen wird. Ich gebe gerne meine Erfahrungen weiter“, erklärt Amjad Hussin (26) sein Engagement. 

Wie empfinden Flüchtlinge ihre Ankunft, das Zusammenleben und ihre Perspektiven in Dortmund?

Neben Workshops und kreativen Aktionen zur „Seebrücken-Kampagne“ wird es auch zwei alternative Stadtrundgänge zu Flucht und Migration geben, die „Global Home Tour“. Auf diesem Rundgang geht es um die Frage, was unser Leben hier in Dortmund mit weltweiter Flucht zu tun hat.

Der Stadtalltag kann so aus einer ganz neuen Perspektive betrachtet werden. Scheinbar komplizierte Zusammenhänge in der Asylpolitik, zu Fluchtursachen oder Lebensbedingungen von geflüchteten Menschen sind bei frischer Luft und spielerischen Methoden leichter zu vermitteln. 

Auch einzelne Workshops können besucht werden. Ein Bio-Mittagessen auf Spendenbasis gibt es ebenfalls. Die VeranstalterInnen bitten um Anmeldungen unter: www.bundjugend-nrw.de

Mehr zum Thema auf nordstadtblogger.de:

700 Menschen bei der „Seebrücke“-Demo in Dortmund – Klare Botschaft: „Seenotrettung ist kein Verbrechen!“

 

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