Nordstadtblogger

Hochsommer für Kunstentdecker im Unionviertel: Fantasievolles Begleitprogramm für Emscherkunst

„Wellenbrecher“ von Nevin Aladag, Teilansicht. Foto: Roman Mensing/ Emscherkusnt

 Von Joachim vom Brocke

Dortmund steht bei der alle drei Jahre stattfindenden Emscherkunst-Reihe diesmal im Zentrum, zuvor war es Oberhausen. Die Route der zeitgenössischen Kunst führt von der Quelle in Holzwickede bis nach Herne. Claudia Kokoschka vom Kulturbüro empfiehlt, die Strecke entlang der Emscher mal mit dem Fahrrad zu fahren: „Es lohnt sich“, verspricht sie. Anlaufpunkt für Dortmund ist das Besucherzentrum am Dortmunder U mitten im Kreativquartier Unionviertel.

„Art is all you need“ lädt zu Streifzügen ein – Wandel eines industriell geprägten Viertels

Installation „Käfer und Insekten“ von Stephanie Brysch.

Lokale Künstlerinnen und Künstler und kreativ Tätige haben auf Initiative des Kulturbüros gemeinsam mit der Stadterneuerung Dortmund, der Stadtteilgenossenschaft INWest und dem Dortmunder U ein fantasievolles Begleitprogramm zur Emscherkunst 2016 konzipiert. Titel: „Art is all you need“.

Es lädt von Juni bis September Gäste der Emscherkunst zu Streifzügen durch ein Quartier im Aufbruch ein. Claudia Kokoschka: „Dortmund ist bisher die erste Stadt, die ein umfangreiches eigenes Programm zur Emscherkunst präsentiert“.

Zu entdecken gibt es facettenreiche künstlerische Einblicke in den Wandel eines einst industriell geprägten Viertels, charmante kleine Galerien und andere Kunst-Orte oder die Vielfalt kreativer Berufe im Union-Gewerbehof.

Aktionswochenende im Union-Gewerbehof – Pausen für radelnde und wandernde Kunst-Entdecker

Arbeit „Wie schmeckt nochmal zuhause“ von Silvia Liebig.

Neben akustisch-performativen Pausen für radelnde und wandernde Kunst-Entdecker in einem privaten Schrebergarten an der Emscher gibt es beispielsweise einen prallen Monat Programm der Neuen Kolonie West mit Rundgängen inklusive Lesungen und Konzerten.

Oder einem Fanzine-Workshop, in dem Kreative des Viertels mit Gästen Momentaufnahmen der Befindlichkeit eines Viertels im Wandel einfangen.

Ein Aktionswochenende bietet der Union-Gewerbehof, der inzwischen 90 kleinere Unternehmen aus kreativen Branchen beherbergt. Hier krabbeln Käfer und Insekten aus Papier über den Hof – die Origami-Technik kann man gleich vor Ort erlernen. Oder wie wäre es mit einer kleinen Erholungspause mit den eigenen Kopfhörern, angedockt an die Audioinstallation „Wie schmeckt noch mal zuhause?“

Auskunft über die zahlreichen Angebote gibt ein Flyer, der am Dortmunder U,im Kulturbüro, im Unionviertel oder in den Kneipen zu haben ist. Außerdem gibt es Infos auf der Webseite www.unionviertel.de

Begleitprogramm für Kinder und Jugendliche –  Kunst-Rallye, Fotografie und Skulpturenbau

„Kunstpause“ von atelier le balto, Teilansicht. Foto: Roman Mensing/ Emscherkunst

Das Dortmunder Begleitprogramm richtet sich aber nicht allein an Erwachsene. Auch für Kinder und Jugendliche ist ab sofort „Hochsommer für Kunstentdecker“. Der Phoenix-See, die Kokerei Hansa und das Dortmunder U sind die „Hot Spots“.

Dort können sie eine Kunst-Rallye absolvieren, mit professionellen Künstlerinnen fotografieren oder Skulpturen und Installationen bauen, frisch inspiriert von der Emscherkunst und ihren Werken.

In einer fiktiven Postkartenserie erschaffen sie ihre eigenen Kreationen, die es „echt“ vielleicht nie geben wird.

Mehr Informationen:

  • Veranstalter des Dortmunder Kinder- und Jugendprogramms sind die UZWEI_Kulturelle Bildung im Dortmunder U, die Jugendkunstschule balou und das Kulturbüro.
  • Eine Emscherkunst-Lounge zur Kunstvermittlung hat darüber hinaus die TU Dortmund in ihrem „Campus Stadt“ auf der 1. Etage des U entwickelt. Dort können Gäste sich über die Kunstwerke informieren, treffen Scouts und sprechen über Modelle der Kunstvermittlung.
  • Über die beschriebenen Kinder- und Jugend-Angebote informiert ebenfalls ein Flyer, der ebenfalls im Kulturbüro etc. zu haben ist oder einfach auf der Webseite des Kulturbüros Dortmund herunterladen.
  • www.unionviertel.de
  • www.kultubuero.dortmund.de
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2 Gedanken über “Hochsommer für Kunstentdecker im Unionviertel: Fantasievolles Begleitprogramm für Emscherkunst

  1. Emscherkunst

    Geführte Radtour zur Emscherkunst

    Noch bis zum 18. September ist die „Emscherkunst“ in der Stadt: Die internationale Kunstausstellung von Emschergenossenschaft, Urbane Künste Ruhr und Regionalverband Ruhr zeigt zeitgenössische Arbeiten entlang des Flusses, die das Generationenprojekt des Emscherumbaus begleiten.

    Die Reihe „Spaziergänge zur Kunst im öffentlichen Raum“ bietet nun Gelegenheit, einen Teil der Emscherkunst auf dem Rad zu erfahren. Los geht es am Donnerstag, 7. Juli, 18 Uhr am Nordausgang des Hauptbahnhofs an der Auslandsgesellschaft (metropolradruhr-Station).

    Raumplaner Fabian Menke und Kulturmanagerin Astrid Wendelstigh führen die Radfahrerinnen und Radfahrer u.a. zur Huckarder Straße nahe der OW IIIa („Hafenautobahn“), wo das Berliner Kollektiv raumlabor die begehbare Installationen „Zur kleinen Weile“ installiert hat. Ganz in der Nähe findet sich auch die „Kunstpause“, ein begehbarer Haselnusshain der Berliner Garten- und Landschaftsgärtner atelier le balto. Noch mehr Emscherkunst bietet der Westpark mit der begehbaren „Produktionsskulptur“ von David Rauer und Samuel Treindl.

    Die Radtour dauert circa 90 Minuten und ist für jede und jeden mit verkehrstauglichem Fahrrad geeignet. Für die Fahrradtour kooperiert die Stabsstelle Kunst im öffentlichen Raum mit der „VeloKitchen Dortmund“. Das Angebot gehört zum Projekt „Nordwärts“.

    Die Tour kostet sechs Euro, ermäßigt drei Euro. Tickets gibt es an der Kasse des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, Telefon (0231) 50-25525. Gäste von außerhalb erhalten eine Rechnung.
    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fahren auf eigene Verantwortung mit. Ab 16 Leuten fährt die Gruppe im Verband. Wer kein eigenes Rad hat, kann sich eines bei metropolradruhr leihen. Dafür nötig ist eine Vorab-Registrierung online oder telefonisch (030-69 20 50 46) und ein Startguthaben von 9 Euro.

    Die Dortmunder Spaziergänge und Radtouren zur Kunst im öffentlichen Raum können auch separat gebucht werden, zum Beispiel für eine Geburtstagsfeier, einen Betriebsausflug oder für externe Gästegruppen. Infos unter Telefon (0231) 50-26028.

  2. ARCA

    Expeditionen im Unionviertel: Schiff ARCA hat 
am U angelegt

    Die ARCA hat am U angelegt: Das trockengefallene Expeditionsschiff macht noch bis zum 17. Juli Station auf dem Parkplatz am Dortmunder U. ARCA ist ein Kunstprojekt der Künstlerinnen Clea Stracke und Verena Seibt: Während der internationalen Ausstellung „Emscherkunst“ zieht das Boot durch die sieben Kunstareale zwischen Holzwickede und Recklinghausen. Ein „Expeditionsteam“ ist während des Ausstellungszeitraums von Mittwoch bis Sonntag von 10-18 Uhr an Bord und freut sich auf Besuch. Im Anschluss ankert es ab 19. Juli an der Huckarder Straße/Ecke Mallinckrodtstraße.

    Die ARCA dient während der Emscherkunst als mobile Forschungsstation und Atelier: Besucherinnen und Besucher können vom Boot ausgehend die Gegend rund ums U erforschen und neu vermessen, z.B. mit Wassermalerei, Farbensammeln, Zeichnen, künstlerischem Spazierengehen oder Lauschen. Materialien dafür gibt es an Bord. Die Expeditionsteilnehmer sammeln auf ihren Streifzügen Eindrücke und nehmen die vertraute Umgebung mit anderen Augen wahr. Die Forschungsreise wird von einem digitalen Logbuch begleitet, das die Ereignisse an Bord und auf den Touren dokumentiert (http://arca.strackeseibt.com). Am kommenden Wochenende findet ein spielerischer Parcours rund um die ARCA statt.

    Die Emscherkunst 2016 ist ein Projekt von Emschergenossenschaft, Urbane Künste Ruhr und Regionalverband Ruhr. Herzstück der 50 Kilometer langen Kunst-Route entlang der Emscher ist Dortmund mit drei Kunstarealen im Unionviertel, an der Kokerei Hansa und am PHOENIX See. Das Kunstprojekt begleitet den Emscher-Umbau, eines der weltweit größten Renaturierungsvorhaben.

    Mehr im Internet: http://www.emscherkunst.de/kunstwerk/arca

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