
Am Samstag (15 August 2026) findet zum zweiten Mal das Festival flinta*sialand statt. Es will FLINTA* Künstler:innen mehr Sichtbarkeit verschaffen, sie untereinander vernetzen und auf diese Weise stärken. FLINTA* steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, transgeschlechtliche und agender Personen. Das Sternchen dient hier als Platzhalter für weitere Identitäten.Gefeiert wird Open-Air, auf dem Gelände des Speicher 100, und alle Menschen sind willkommen. Der Eintritt ist frei.
13 FLINTA* Acts auf zwei verschiedenen Bühnen
„Eigentlich wollten wir dieses Jahr kleiner werden, aber nun haben wir im Gegensatz zu letztem Jahr ein deutlich umfassenderes Programm“, erzählt Lisa von FLINTA*SIA. Und tatsächlich hat das Kollektiv eine Menge auf die Beine gestellt: 13 FLINTA* Acts auf zwei verschiedenen Bühnen, hinzu kommen verschiedene Workshopangebote, die das Programm inhaltlich begleiten.

Wie im letzten Jahr präsentiert flinta*sialand dabei musikalische Vielfalt jenseits starrer Schubladen. Punk trifft auf Hip-Hop, elektronische Musik auf genreübergreifende Experimente. Das Line-up bringt FLINTA*- und BIPOC-Künstler*innen aus unterschiedlichen Kontexten zusammen und verbindet lokale Live-Acts mit DJs und Performance.
Szenografinnen setzen liebevolle Kontraste zum Industriecharme

Auch das Workshopangebote ist bunt: Poesie, Grafitti, Latexkunst, Nähen, Mutmuskel trainieren – dazu Lesungen und 16 Verkaufsstände von FLINTA* Personen, die Kunst, Kleidung oder Accessoires selber machen und im Community Space des Festivalgeländes anbieten.
Die Macher:innen von flinta*sialand möchten die bestehende Szenen stärken, neue Stimmen sichtbar machen und zeigen, wie vielfältig die FLINTA*-Kulturlandschaft direkt vor der Haustür ist.___STEADY_PAYWALL___
Wer produziert, organisiert und gestaltet eigentlich Kultur?
„Letztes Jahr hatten wir über den Tag verteilt rund 900 Menschen zu Besuch“, erinnert sich Lisa und „der positive Zuspruch hat uns sehr motiviert, das Festival noch einmal zu veranstalten.“

Der Plan der Veranstalter:innen, einen Raum für Sichtbarkeit, Empowerment und Vernetzung von FLINTA*-Künstler*innen und queeren Communities zu schaffen, scheint aufzugehen: „Wir sehen auch, dass immer mehr FLINTA* Personen sich bestärkt fühlen selber auf die Bühne oder hinter die Decks zu gehen und das möchten wir supporten“, so Lisa.
Dabei geht es flinta*sialand nicht nur um die Sichtbarkeit von Künstler:innen auf der Bühne, sondern auch um die Frage, wer Kultur produziert, organisiert und gestaltet.
Von Projektleitung, Kuration und Szenografie über Grafikdesign, Social Media und Technik bis hin zu Awareness- und Sicherheitsstrukturen setzt das Festival bewusst auf FLINTA*-Perspektiven in Bereichen, die im Kulturbetrieb häufig von cis-männlichen Akteuren geprägt sind.
Langfristig braucht es einen Perspektivwechsel
Was wünschen sie sich vom FLINTA*SIALAND 2026? „Vor allem, dass sich alle Menschen willkommen fühlen und FLINTA* den Festivalraum als Safer Space wahrnehmen, in dem sie eine gute und sichere Zeit haben, feiern, entdecken und sich ausprobieren können“, denkt Lisa.
Langfristig aber braucht es mehr als einen Festivaltag, nämlich finanzielle Möglichkeiten, faire Chancen und vor allem einen Perspektivwechsel. Lisa: „Wir hoffen, dass Booker*innen und Veranstalter*innen sich von unserem Festival inspirieren lassen und ihre Line-ups hinterfragen. Es gibt so viele großartige FLINTA*-Artists, die Bühnen verdienen.“

Anm.d.Red.: Haben Sie bis zum Ende gelesen? Nur zur Info: Die Nordstadtblogger arbeiten ehrenamtlich. Wir machen das gern, aber wir freuen uns auch über Unterstützung!
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flinta*sialand: Ein neues Festival für Sichtbarkeit, Empowerment und Vielfalt in Dortmund

