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Greenpeace-Aktivisten protestierten an Shell-Tankstellen in Dortmund gegen Ölbohrungen in der Arktis

Greenpeace Dortmund protestiert gegen Ölbohrungen in der Arktis. Foto: privat

Greenpeace-Aktivisten haben in Dortmund gegen Ölbohrungen in der Arktis protestiert. Foto: Greenpeace

Greenpeace-Aktivisten aus Dortmund protestieren an Shell- Tankstellen gegen Ölbohrungen in der Arktis und für den raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Die Aktion ist Teil eines deutschlandweiten Aktionstages, an dem in über 45 Städten Aktivisten Zapfsäulen und Werbetafeln mit Protest-Labeln bekleben und Kunden vor Ort über Shells Pläne in der Arktis aufklären.

„Die Arktis ist zu kostbar, um den Klimawandel weiter anzuheizen!“

Mit Aufklebern wie „Die Arktis ist zu kostbar, um den Klimawandel weiter anzuheizen!“ kontern die Aktivisten den aktuellen Werbeslogan des Unternehmens, das Leben sei zu kurz, um Benzinpreise zu vergleichen. „Vom Schmelzen des arktischen Meereises durch den Klimawandel zu profitieren um weiteres Öl zu fördern, ist eine klimapolitische Amokfahrt“, so Johann Otto Döllscher, Aktivist aus der Greenpeace Gruppe Dortmund.

„Wissenschaftler sagen deutlich, dass die Ölreserven aus dem Arktischen Ozean im Boden bleiben müssen, wenn wir unter einem globalen Temperaturanstieg von 2 Grad Celsius bleiben wollen.“ (Link: http://bit.ly/1xSAdNZ)

„Es ist an der Zeit, dass wir unsere Abhängigkeit vom Öl beenden“

Stattdessen fordern die Umweltschützer einen rascheren weltweiten Ausbau der Erneuerbaren Energien. Anfang der Woche hatte Greenpeace eine Studie vorgelegt (Link: http://bit.ly/1YsHXRg), nach der die Welt ihren Energiebedarf ab 2050 vollständig mit Erneuerbaren Energien decken kann.

Die dazu nötigen Investitionen würden mehr als kompensiert durch eingesparte Brennstoffkosten. Zudem würden bis 2030 weltweit 20 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen. „Es ist an der Zeit, dass wir unsere Abhängigkeit vom Öl beenden“, fordert Döllscher. „Shell darf der globalen Energiewende nicht länger mit weiteren Bohrungen im Weg stehen.“

Ölbohrungen in der Arktis bergen unkalkulierbares Risiko

Shells Ölbohrungen in der Arktis bergen zudem ein unkalkulierbares ökologisches Risiko. Die US-Regierung schätzt die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen größeren Ölunfall auf 75 Prozent, wenn Shell vor der Küste Alaskas Öl findet und diese Quelle innerhalb der kommenden Jahrzehnte ausschöpft. (Link: http://1.usa.gov/1FgAjPM)

Ein solcher aber hätte in der sensiblen Region, in der ausgelaufenes Öl kaum geborgen werden kann und sich extrem langsam abbauen würde, katastrophale Umweltfolgen. Greenpeace kämpft seit Jahren dafür, dass Ölbohrungen in arktischen Gewässern verboten werden.

Shell kündigt am Montag den Verzicht auf Bohrungen an

Letztendlich können die Umweltschützer einen Erfolg für sich verbuchen. Das Unternehmen hat am Montag angekündigt, auf die umstrittenen Bohrungen zu verzichten. Allerdings nicht wegen des Umweltschutzes: Als Gründe nannte Shell mangelnden Erfolg und zu hohe Kosten.

Probebohrungen in der Tschuktschensee nördlich der Beringstraße hätten sich als enttäuschend erwiesen, hieß es. „Die Quelle wird versiegelt und verlassen.“ Weitere Bohrungen seien dort in „absehbarer Zukunft“ nicht geplant, berichtet Tagesschau.de.

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