
Die Stadt Dortmund möchte die beiden außerschulischen Standorte in der ehemaligen Frenzelschule in Hörde und im Heinrich-Schmitz-Bildungszentrum bis zum 31. Juli 2028 weiterführen. Damit reagiert die Verwaltung auf die weiterhin hohe Zahl neu zugewanderter schulpflichtiger Kinder und Jugendlicher. Der Rat der Stadt Dortmund soll im Juli über die Verlängerung entscheiden. Auch die dafür notwendigen personellen Ressourcen sollen bis 2028 gesichert werden.
Hoher Bedarf an Schulplätzen in Dortmund hält weiter an
Mit der Empfehlung, die beiden außerschulischen Standorte bis 2028 weiterzuführen, reagiert der Verwaltungsvorstand auf die weiterhin hohe Zahl neu zugewanderter schulpflichtiger Kinder und Jugendlicher in Dortmund.

„Allein im Schuljahr 2024/2025 wurden 1.628 Schülerinnen und Schüler neu angemeldet. Bereits bis Februar 2026 kamen weitere 850 junge Menschen nach Dortmund, die einen Schulplatz benötigen“, sagt Schuldezernentin Monika Nienaber-Willaredt.
Gleichzeitig sind die räumlichen Kapazitäten vieler Schulen weiterhin stark ausgelastet. Der Unterricht an den Teilstandorten ist daher für alle Beteiligten eine gute Lösung. Dort können die Lehrenden gezielt auf die Bedürfnisse der jungen Menschen eingehen. Die beiden Standorte wurden eingerichtet, um internationale Klassen außerhalb der Stammschulen unterzubringen und so zusätzliche Lernorte zu schaffen.
Seit dem Start des Projekts im Oktober 2022 werden Schüler:innen des Stadtgymnasiums, des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums und der Marie-Reinders-Realschule an den zwei externen Standorten beschult. Ziel ist es, die Jugendlichen gezielt auf den Übergang in den Regelunterricht der Sekundarstufe I oder in Bildungsgänge der Berufskollegs vorzubereiten.
Zusätzliche Angebote unterstützen den Einstieg ins Regelschulsystem
Um sie für das Regelschulsystem zu qualifizieren, erhalten die Schüler:innen neben dem regulären Unterricht weitere Angebote. Dazu zählen zusätzlicher Unterricht durch fachlich geschulte Honorarkräfte, pädagogische Projekte zum Austausch mit Regelschüler:innen der Stammschulen sowie regelmäßige Stadtteilführungen und Besuche kultureller Einrichtungen. Auch die Eltern werden durch Angebote wie das Elterncafé oder Infoveranstaltungen unterstützt.

An die Verlängerung der Standorte ist auch die Verlängerung der erforderlichen personellen Ressourcen bis 2028 geknüpft. Sie betreffen unter anderem Schulsozialarbeit, Standortmanagement, Sekretariatsstellen und eine Gesamtkoordination für beide Standorte.
Die Beschulung neu zugewanderter Schüler:innen an den außerschulischen Beschulungsstandorten wird im Dienstleistungszentrum Bildung (DLZB) im Fachbereich Schule der Stadt Dortmund koordiniert.

