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Gemeinsam Ressourcen schonen und das Klima schützen: So können die Dortmunder*innen aktiv werden

Meiva Agic, Janine Gippner (Schatzkästchen), Silke Ladwig, Pia Heine, Marcel Greißner (EDG Entsorgung Dortmund GmbH), Kerstin Ramsauer (Verbraucherzentrale), Thomas Plaghki, Jasmin Zilz (All you can miet!). Foto: Verbraucherzentrale

Meiva Agic, Janine Gippner (Schatzkästchen), Silke Ladwig, Pia Heine, Marcel Greißner (EDG ), Kerstin Ramsauer (Verbraucherzentrale), Thomas Plaghki, Jasmin Zilz (All you can miet!). Foto: Verbraucherzentrale

Ob T-Shirt, Toaster, Smartphone oder Brötchen: In jedem Produkt, das wir kaufen und nutzen, stecken Rohstoffe, Wasser und Energie. Damit hat unser Konsum erhebliche Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Umso wichtiger, dass wir Elektrogeräte und Kleidung, aber auch Lebensmittel nicht unnötig wegwerfen. „Jeder und jede Einzelne kann etwas tun, um wertvolle Ressourcen zu schonen – und gemeinsam klappt vieles noch besser“, sagt Umweltberaterin Kerstin Ramsauer von der Verbraucherzentrale Dortmund.

Im Rahmen der aktuellen Aktion „GlücksTaten“ gibt sie folgende Tipps:

Second-Hand-Kleidung wählen. Wer gebrauchte Kleidungsstücke kauft oder mit Freunden und Familie Kleidung tauscht, schenkt T-Shirt, Jeans und Co. ein zweites Lebens. Das ist gut so, denn für die Produktion von Textilien wird sehr viel Wasser, Boden und menschliche Arbeitskraft eingesetzt. Chemikalien und Mikroplastik belasten die Umwelt. Das Tauschen und Verkaufen von Mode für Damen, Herren und Kinder geht auch über verschiedene Internetplattformen. In Dortmund ist Kleidung aus zweiter Hand auf Kleidertauschparties von OpenGlobe Dortmund oder in Second-Hand-Läden erhältlich.

Dinge leihen und teilen statt kaufen. Wie oft braucht man tatsächlich eine Bohrmaschine, einen Häcksler oder ein Zelt? Und wie viele gelesene Bücher stehen im Regal? Garten- und Elektrogeräte lassen sich bei entsprechenden Anbietern gegen Gebühr ausleihen, anstatt sie neu zu kaufen. Aber auch in der Nachbarschaft oder im Freundeskreis gibt es wahrscheinlich einen großen Fundus an Geräten und Dingen, die verliehen oder ausgeliehen werden könnten. Warum nicht eine „Tauschbörse“ in der Hausgemeinschaft organisieren? In Dortmund gibt es beispielsweise den Gib und Nimm-Tisch Innenstadt, All You can miet!, Tauschring-Treffen im Café Aufbruch oder offene Bücherschränke.

Produkte länger nutzen. Wer nach gut erhaltenen Möbeln, Lampen, Accessoires oder Kinderspielzeug Ausschau hält, kann in der EDG-Möbelbörse fündig werden. Neben Kinderspielzeug gibt es Schallplatten und CDs – alles in den unterschiedlichsten Musikrichtungen von Klassik bis Rock oder von Benjamin Blümchen bis Krimi-Hörspiel. Produkte aus Haushaltsauflösungen werden hier günstig abgegeben und erhalten so eine zweite Chance. Das Schatzkästchen nimmt Spenden wie defektes, nicht mehr vollständiges Spielzeug und gebrauchte Kleidung an und arbeitet diese Produkte für bedürftige Menschen und gemeinnützige Organisationen auf.

Reparieren statt wegwerfen. Der Toaster streikt, das Smartphone-Display hat ‘nen Sprung, der Reißverschluss am Rucksack klemmt: Die meisten Gebrauchsgegenstände sind früher oder später kaputt oder haben eine Macke. Einfache Reparaturen sind aber auch für Laien möglich. Dabei helfen Anleitungen in Fachbüchern, Fachzeitschriften und im Internet. Für viele defekte Alltagsgegenstände oder deren Teile – etwa fürs kaputte Display eines Smartphones – sind spezielle Reparatur-Sets im Handel erhältlich. Oder die Dortmunder Repair- und Näh-Cafés helfen weiter.

Lebensmittel retten. Der Geburtstagskuchen wurde nicht aufgegessen? Der Urlaub steht bevor und es liegen noch Lebensmittel im Kühlschrank? Das Büfett für die Party war zu üppig? Jeder hat mal etwas übrig. Warum das gute Essen nicht mit anderen teilen, anstatt es wegzuwerfen? Auch das Produkt im Supermarkt, das nahe am Mindesthaltbarkeitsdatum ist, oder das Brot vom Vortag beim Bäcker ist noch wertvoll und verdient es, auf dem Teller und nicht in der Tonne zu landen. Foodsharing rettet Lebensmittel und verteilt sie weiter.

Plastik(-müll) vermeiden. Rund 18 Millionen Tonnen Verpackungsabfall fallen in Deutschland jährlich an. Sowohl die Herstellung als auch die Beseitigung oder das Recyceln verbrauchen viel Energie und belasten das Klima. Achtlos weggeworfene Dosen, Flaschen und Plastikschalen landen in Flüssen und Meeren. Beim Einkaufen kann jeder und jede darauf achten, dass keine unnötigen Verpackungen im Korb landen. Essen und Getränke zum Mitnehmen sind besser in Mehrwegbehältern aufgehoben, die immer wieder gespült und weiter verwendet werden. Bei Frau Lose e.V. ist ein Einkauf ohne Verpackungen möglich.


  • Eine GlücksTaten-Broschüre der Verbraucherzentrale gibt einen Überblick über Gruppen und Einrichtungen in Dortmund, die sich „Für mehr Wertschätzung von Ressourcen“ einsetzen.
  • Die Aktion „GlücksTaten“ wurde entwickelt vom EU- und landesgeförderten Projekt MehrWertKonsum. Weitere Info unter www.mehrwert.nrw/glueckstaten.
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