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Gefährliche Plagegeister: Dortmund geht jetzt konsequent gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners vor 

Mit den ersten Absaugungen wurde bereits begonnen. Fotos: Gaye-Suse Kromer, Dortmund-Agentur

Wie erwartet zeigen sich jetzt zur Monatsmitte gleichzeitig an vielen Stellen in der Stadt die ersten Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS). Viele der Tiere haben also ihr drittes Entwicklungsstadium, in dem die gefährlichen Brennhaare ausgebildet werden, erreicht. In ihrer Strategie für die EPS-Saison 2020 hat die Stadt neben vielen weiteren Elementen weiterhin auch die Absaugung von Nestern und Raupenprozessionen vorgesehen. Das Grünflächenamt koordiniert die Aktivitäten der Stadt und hat mit den Absaugungen schon begonnen. 

„Raupenmelder“ als Mail-Kontakt und Hotline mit neuer Nummer

Rechtzeitig zur EPS-Saison sind seit Mitte Mai die Meldewege wieder frei geschaltet. Die Bürger*innen können Bäume mit Raupenbefall entweder an der Raupenmelder-Hotline anzeigen oder sie schreiben per Mail an raupenmelder@dortmund.de. Die Hotline hat in diesem Jahr eine neue Rufnummer: 50-16320. 

Sie ist erreichbar in der Kern-Servicezeit (Mo-Fr, jeweils 7 bis18 Uhr). Außerhalb der Dienstzeiten läuft ein Anrufbeantworter, der die Meldungen sammelt. In diesem Jahr übernimmt das Zentrum für Ausbildung und Kompetenzen (ZAK) die Aufgabe der Koordination des Raupenmelders. Wer sich per Mail oder Info-Hotline meldet, sollte möglichst viele der folgenden Infos bereithalten: 

  • Wo ist der Befall: Stadtteil, Straße, Hausnummer, Geo-Daten? 
  • Wann genau festgestellt? 
  • Ist in der direkten Umgebung eine dieser Einrichtungen: Schule, Kindertageseinrichtung, Spielplatz, Altenheim, Krankenhaus? 
  • Eigentümer des Grundstücks: öffentlich oder privat? 

Bei einem persönlichen Gespräch am Telefon mit den Kollegen vom ZAK können durch gezieltes Nachfragen einige Fälle eventuell ausgeschlossen werden. Der Vorteil von E-Mails liegt aber auch auf der Hand: Es können Fotos mitgeschickt werden, mit deren Hilfe überprüft werden kann, ob es sich tatsächlich um den EPS handelt oder um ähnlich wirkende Gebilde wie z. B. das Nest der Gespinstmotte.

Warnschilder und Absaugen nach Prioritäten 

Spezialfirmen entfernen die Nester des Eichenprozessionsspinnern - hier eine Raupe.

Die Brennhaare der Raupen können bei manchen Menschen Atemwegsbeschwerden auslösen .

Die eingehenden Meldungen per Mail oder Telefon werden Prioritäten zugeordnet und entsprechend abgearbeitet. Eigene Mitarbeiter*innen des Grünflächenamtes oder externe Firmen werden dann aktiviert und damit beauftragt, die Raupen zu entfernen. Das Aufstellen von Warnschildern beschließt das Grünflächenamt für jeden Einzelfall. Dort wird auch entschieden, wie lange durch das Schild gewarnt wird, da es unter Umständen nach dem Absaugen der Raupen aus Sicherheitsgründen noch stehen bleibt.

Nach den Lockerungen der letzten Wochen erlauben auch viele städtische Dienststellen wieder Besuche und Publikumsverkehr. Überall dort liegen die Info-Flyer zum Eichenprozessionsspinner inzwischen zur kostenlosen Mitnahme bereit. Den Flyer zum Download, aber auch darüber hinaus gehende ausführliche Informationen (wie häufige Fragen & Antworten) bietet das Grünflächenamt auch im Internet an: www.raupeninfo.dortmund.de oder Sie schauen in den Anhang des Artikels.

Weitere Informationen:

Aufklärung und Vorbeugung: Nistkästen für Meisen im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner in Dortmund 

Droht auch 2020 eine Eichenprozessionspinner-Plage? Dortmund bereitet sich auf den Kampf gegen den Befall vor 

Experten im Klinikum Dortmund geben Erste-Hilfe-Tipps für den Kontakt mit Eichenprozessionsspinnerraupen

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3 Gedanken über “Gefährliche Plagegeister: Dortmund geht jetzt konsequent gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners vor 

  1. Anlieferung von Grünabfall mit Raupen des Eichenprozessionsspinners gelten besondere Regelungen: Anlieferung nur am Recyclinghof Huckarde PM EDG) Beitrags Autor

    Anlieferung von Grünabfall mit Raupen des Eichenprozessionsspinners
    gelten besondere Regelungen: Anlieferung nur am EDG-Recyclinghof Huckarde

    Für die Entsorgung von Grünabfällen, die mit für Menschen gefährlichen Schädlingen belastet sind, wie z.B. den Raupen des Eichenprozessionsspin- ners, wurden zum Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen und Kund*innen folgende Regelungen getroffen.
     Die befallenen Grünabfälle können ausschließlich am Recyclinghof Huckarde angeliefert werden.
    Recyclinghof Huckarde, Lindberghstraße 51, 44369 Dortmund
    Öffnungszeiten: Dienstag: 08:30–17:00 Uhr; Mittwoch bis Freitag: 09:00–17:00 Uhr, Samstag: 08:00–13:30 Uhr, montags geschlossen
     Die Grünabfälle müssen für die Abgabe in stabilen Plastiksäcken verpackt werden, die mit Klebeband dicht verschlossen wurden.
     Die Anlieferung ist nur in haushaltsüblichen Mengen möglich (max. 70 Liter).
     Anlieferungen von größeren Mengen, z. B. von Gewerbebetrieben, am
    Recyclingzentrum Dortmund, Heinrich-August-Schulte-Straße 21, 44147 Dortmund Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 6:30 – 16:30, Freitag 6:30 – 15:30 Uhr, samstags geschlossen
    Die Anlieferung von Grünabfällen, die mit für den Menschen ungefährlichen Schadinsekten, z. B. Zünsler, belastet sind, ist an allen Recyclinghöfen möglich. Auch hier gilt: Anlieferung nur in festen Plastiksäcken dicht mit Klebeband verschlossenen.

  2. Eichenprozessionsspinner: Westbad in Dorstfeld geschlossen (Stadt Dortmund Pressemitteilung)

    Eichenprozessionsspinner: Westbad in Dorstfeld geschlossen

    Die Bäume rund um das Westbad in Dorstfeld sind derzeit stark vom Eichenprozessionsspinner befallen. Da der Eingang ins Bad nicht auf anderen Wegen erreicht werden kann, haben die Sport- und Freizeitbetriebe der Stadt Dortmund das Bad vorerst geschlossen. Die Absaugung der Raupen wurde in Auftrag gegeben.

    Die Raupen des Falters tragen gefährliche Brennhaare, die auf Haut und Schleimhäuten von Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können.

  3. Westbad öffnet am Donnerstag wieder (Pressemitteilung Stadt Dortmund)

    Westbad öffnet am Donnerstag wieder

    Das Westbad in Dorstfeld öffnet am Donnerstag, 2. Juli wieder. Das Grünflächenamt hat die Raupen des Eichenprozessionsspinners inzwischen von den Bäumen am Westbad gesaugt, so dass keine Gesundheitsgefahr mehr besteht. Reservierungen für einen Schwimmbad-Besuch am Donnerstag sind morgen, Mittwoch zwischen 8 und 12 Uhr möglich unter der Nummer (0231) 17 81 11.

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