Fünfter „Tag der Städtebauförderung“: Dortmund beteiligt sich am 11. Mai 2019 erneut – Angebote in fünf Stadtteilen

Hofmärkte in der Nordstadt
Auch die Hofmärkte in der Nordstadt sind ein Angebot. Foto: Quartiersmanagement Nordstadt

Am Samstag, den 11. Mai 2019, ist Dortmund nicht nur durch das Festival „dortbunt“ auf den Beinen. Der „Tag der Städtebauförderung“ findet bundesweit an diesem Tag ebenfalls statt und bietet vier verschiedene Veranstaltungsformen, die sich gut mit „DORTBUNT!“-Aktivitäten zu einem persönlichen Samstagsprogramm verbinden lassen.

Über 550 Kommunen informieren in über 650 Veranstaltungen über Strategien und Ziele 

Als Gemeinschaftsinitiative des Bundesbauministeriums, der Länder, des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes feiert der Tag der Städtebauförderung am 11. Mai 2019 Jubiläum. Bereits zum fünften Mal findet er mit Veranstaltungen rund um die Städtebauförderung in ganz Deutschland statt – Dortmund ist von Beginn an mit im Boot.

Über 550 Städte und Gemeinden – jeder Größe und Einwohnerzahl –informieren 2019 in mehr als 650 Veranstaltungen über ihre Strategien und die Ziele der Planungen und Projekte, die durch die Städtebauförderung realisiert werden können und laden Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung an der Entwicklung ihrer Stadt ein.

Der bundesweite Aktionstag soll die Vielfalt der Städtebauförderung abbilden. Er will zeigen, was die Städtebauförderung mit ihren Programmen vor Ort verändert. Die Programme der Städtebauförderung sind: Soziale Stadt, Stadtumbau, Städtebaulicher Denkmalschutz, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren und Zukunft Stadtgrün.

Die Bandbreite reicht von der Umgestaltung von Hauptverkehrsstraßen und Fußgängerzonen bis zum Bau von Spielplätzen, von der energetischen Sanierung einer Schule bis zur Umsetzung innovativer Mobilitätskonzepte und dem barrierefreien Umbau von Gebäuden und wird im Rahmen von integrierten Stadterneuerungsprogrammen erarbeitet.

Wer neben dem bunten Treiben in der Dortmunder City erleben möchte, wie vielfältig die Aktivitäten der Stadterneuerung in den Stadtteilen Dortmunds sind, der hat die Wahl zwischen vier Orten und Aktionen, die sich auch kombinieren lassen.

Die „Hofmärkte in der Nordstadt“ schreiben Gastfreundschaft ganz groß

Einblicke in sonst private und oft nicht einsehbare Innen- und Hinterhöfe ermöglichen neue Perspektiven auf die Nordstadt. Die „Hofmärkte in der Nordstadt“ schreiben Gastfreundschaft ganz groß. Ob Flohmarktfreund*innen, Hobbygärtner*innen, Architekturliebhaber*innen oder ganz einfach Nachbar*innen, bei den Hofmärkten kommen alle auf ihre Kosten. Organisiert wird die Veranstaltung vom
Quartiersmanagement Nordstadt, finanziell unterstützt von den in der Nordstadt aktiven Wohnungsunternehmen und der EDG, 2019 im Rahmen des Tages der Städtebauförderung. Ein Flyer hilft beim Auffinden der teilnehmenden Höfe. Dieser ist vorab beim Quartiersmanagement und am Veranstaltungstag an allen Ständen erhältlich. Erstmalig führt in diesem Jahr auch eine Veranstaltungs-App zu den jeweiligen Orten – zu finden unter hofmaerkte.echt- nordstadt.de

  • Wann: 11 Uhr (open end)
  • Wo: unterschiedliche Standorte zwischen Borsigplatz und Hafen
Ausstellung "Wir: Echt Nordstadt!" auf der Kulturinsel im Phoenix-See Dortmund-Hörde
Phoenix-West und der Phoenixsee sind markante Stadtentwicklungsprojekte. Foto: Klaus Hartmann

Stadtführung „Hörde by bike“ zu den Veränderungen und dem Wandel von Hörde

Mit der Stadtführung „Hörde by bike“ lernen die Teilnehmer*innen die Veränderungen und den Wandel von Hörde per Fahrrad kennen.Grundlage dieser Rundfahrt ist die dritte Auflage der Broschüre „Hörde by bike“, allerdings unter dem Titel „Hörde – Eine Erkundungstour mit oder ohne Fahrrad“.

Dieser Text ist zuerst 1996 im Buch „Dortmund entdecken“ erschienen. Schon für die 2000er-Überarbeitung wartete Hörde mit erheblichen Veränderungen auf. Seitdem hat sich der Stadtteil grundsätzlich gewandelt. Die Industrieproduktion ist in weiten Teilen verschwunden, Dienstleistungs- und Technologiesektor dominieren.

Erkundet werden Bereiche, die den Anwohner*innen selbstverständlich und alltäglich sind, aber für diejenigen, die nicht dort wohnen, Überraschungen bergen. Festes Schuhwerk ist erforderlich. Die Teilnehmer-Zahl ist auf 20 Personen beschränkt. Anmeldung erbeten unter info@hoerder-stadtteilagentur.de oder Tel. (0231) 22 20 23 13.

  • Wann: 10 bis ca. 12.30 Uhr
  • Wo: Graffito der Schlanken Mathilde, Gildenstraße/Nortkirchenstraße

Westerfilde und Bodelschwingh: Der zukünftige Marktplatz als Dreh- und Angelpunkt

Mit einem Perspektivwechsel wollen wir Orte in Westerfilde und Bodelschwingh neu entdecken und für einen Tag in Szene setzen. Der zukünftige Marktplatz im Zentrum des Quartiers bildet dabei den Dreh- und Angelpunkt.

Die derzeit noch als Parkplatz genutzt Fläche wird für einen Tag zur autofreien Zone und mit Leben gefüllt. Ein temporär aufgestellter Schiffscontainer wird für die nächsten Monate zum Veranstaltungsort und an diesem Tag gemeinsam mit Farbe gestaltet und eingerichtet.

Vom Marktplatz aus starten um 12 und um 14 Uhr Rundgänge durch die vertikalen Künstlergärten der Vonovia. Unter der Überschrift „Gärten mal anders gedacht“ berichtet die Vonovia über die Idee und die Umsetzung des Projektes.

  • Wann: 11 bis 16 Uhr
  • Wo: Marktplatz Westerfilde, Speckestraße 1, 44357 Dortmund
Das große KokereiGlühen an der Koksofenbatterie war das flammende Finale der ExtraSchicht 2018 auf der Kokerei Hansa und eine Hommage an die Zeit, als die Öfen noch glühten. Foto: Markus Bollen
Das große KokereiGlühen an der Koksofenbatterie war das flammende Finale der ExtraSchicht 2018 auf der Kokerei Hansa und eine Hommage an die Zeit, als die Öfen noch glühten. Foto: Markus Bollen

Kokerei Hansa in Huckarde als „begehbare Großskulptur“ erleben

Die Kokerei Hansa in Dortmund-Huckarde ist in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Ausflugsort geworden. Aufwendige Sanierungsarbeiten sind nötig, um die unter Denkmalschutz stehende Industrieanlage als „begehbare Großskulptur“ zu bewahren und dadurch ihre Attraktivität zu erhöhen.

Am Tag der Städtebauförderung bietet die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, im Rahmen einer Führung vor Ort Genaueres über die laufenden Bauprojekte zu erfahren.

  • Wann: 11 Uhr; Dauer: ca. 2 Stunden
  • Wo: Infopunkt der Kokerei Hansa, Emscherallee 11, 44369 Dortmund

Mehr Informationen:

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Kommentare

  1. Stadt Dortmund (Pressemitteilung)

    Mit einem Perspektivwechsel werden am 11. Mai zwischen 11.00 und 16.00 Uhr Orte in Westerfilde & Bodelschwingh für einen Tag in Szene gesetzt

    Der (zukünftige) Marktplatz, Speckestr. 1, im Zentrum des Quartiers bildet dabei den Dreh- und Angelpunkt. Die derzeit noch als Parkplatz genutzte Fläche wird für einen Tag zur autofreien Zone und mit Leben gefüllt. Ein temporär aufgestellter Schiffscontainer wird für die nächsten Monate zum Veranstaltungsort und an diesem Tag gemeinsam mit Farbe gestaltet und eingerichtet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen sich an der Gestaltung des Containers unter künstlerischer Leitung zu beteiligen!

    Vom Marktplatz aus starten außerdem um 12.00 und um 14.00 Uhr Rundgänge durch die vertikalen Künstlergärten der Vonovia. Unter der Überschrift „Gärten mal anders gedacht“ berichten Vertreter*innen der Vonovia und des Quartiersmanagements über die Idee und Umsetzung des Projektes, bei dem Gartengemälde bekannter Maler*innen zusammen mit Umrissen von Quartiersbewohner*innen an die Fassaden der Wohngebäude gebracht wurden.

    Weitere Aktionen zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung finden in Dortmund in der Nordstadt, in Hörde sowie auf der Kokerei Hansa statt. Weitere Informationen unter http://www.stadterneuerung.dortmund.de
    749. Westerfilde & Bodelschwingh feiern den Tag der Städtebauförderung mit „Perspektivwechseln!“
    Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher*innen!

  2. Dortmund präsentiert sich digital beim Tag der Städtebauförderung (PM)

    Dortmund präsentiert sich digital beim Tag der Städtebauförderung

    50 Jahre Städtebauförderung – auch im Jubiläumsjahr des Förderprogramms stellt Dortmund verschiedene Stadterneuerungsvorhaben beim „Tag der Städtebauförderung“ am 8. Mai vor. Der bundesweite Aktionstag bietet seit 2015 die Chance, die Städtebauförderung als ein erfolgreiches Instrument der Stadtentwicklung öffentlich zu zeigen.

    Dortmunds Stadtteile und Quartiere zukunftsfähig zu machen und gleichzeitig Selbstverantwortung und Engagement von Bewohner*innen und lokalen Akteur*innen zu stärken: Dies sind die vorrangigen Ziele der Stadterneuerung. Die finanzielle Unterstützung durch Mittel von Bund, Land und Kommune im Rahmen der Städtebauförderung spielt dabei auch in unserer Stadt schon seit Jahrzehnten eine bedeutende Rolle.

    Stadtentwicklung digital präsentieren

    Das 50-jährige Jubiläum der Städtebauförderung wird pandemiebedingt digital gefeiert und auch der diesjährige Aktionstag findet vor allem online statt. Die Stadt Dortmund und die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, Eigentümerin der Kokerei Hansa, informieren die Bürger*innen erneut gemeinsam über aktuelle Tätigkeiten und Baumaßnahmen im Bereich der Stadtentwicklung. Dass die Vorhaben digital vorgestellt werden, bietet neue Gestaltungsmöglichkeiten und neue Formate, die Bürger*innen zu informieren und mit ihnen in einen Austausch zu treten.

    So wird es am 5. Mai eine Videokonferenz geben, bei der sich Interessierte über die Umgestaltung der Faßstraße in Hörde informieren können. Darin wird auch beleuchtet, wie das Seequartier über die Faßstraße hinweg mit dem Hörder Zentrum zusammenwachsen soll. Die Anmeldung für die Veranstaltung ist bereits möglich unter https://hoerder-stadtteilagentur.de. Im Nachgang kann das Video zur Gestaltung der Faßstraße online angeschaut werden.

    Das Quartiersmanagement der Nordstadt wird dieses Jahr anlässlich des Tags der Städtebauförderung einen Podcast erstellen: „Nordfunken“ präsentiert Geschichten aus der Dortmunder Nordstadt. Zum Tag der Städtebauförderung entstand ein Feature über den Mitmachwettbewerb „Nordstadt natürlich!“. Mit diesem hat das Quartiersmanagement stadtteilbezogenes Engagement von Bewohner*innen in Bezug auf Upcycling, Stadtgärtnern, Artenvielfalt und Klimaschutz gestärkt.

    Im Bereich der City berichtet das Amt für Stadterneuerung über den Abbruch des Hochhauses in der Kielstraße 26. Die stark verwahrloste „Problemimmobilie“ am Eingang zur Nordstadt stand über viele Jahre leer und macht nun Platz für eine neue, öffentliche Nutzung.

    Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur stellt in einem Kurzfilm die aktuellen Bau- und Sanierungsmaßnahmen auf dem Gelände der Kokerei Hansa vor und zeigt die Transformation der Kokerei Hansa vom Industriestandort zum Schauplatz der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Metropole Ruhr 2027.

    Die Dortmunder Beiträge zum Tag der Städtebauförderung sind über die Internetseite staedtebaufoerderung.dortmund.de abrufbar, der Überblick über alle Angebote zum Veranstaltungstag finden sich in Kürze unter tag-der-staedtebaufoerderung.de.

    Hintergrund: Städtebauförderung vor Ort – ganzheitlich, nachhaltig und kooperativ

    Schon seit 1971 unterstützt die Städtebauförderung Städte und Gemeinden dabei, bauliche, wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen zu bewältigen. An der Finanzierung der Städtebauförderung beteiligen sich Bund, Länder und Gemeinden grundsätzlich zu je einem Drittel.

    Das Besondere dabei ist, dass die Städtebauförderung quartierbezogene und integrierte Ansätze fördert. In den 50 Jahren hat sie sich immer wieder an vielfältige neue Herausforderungen angepasst. Dem trägt eine neue Gliederung der Städtebauförderung Rechnung: Seit 2020 bilden die drei Bund-Länder-Programme „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ die neue Struktur der Städtebauförderung und machen sie dadurch einfacher, flexibler und grüner. Bestehende Problemlagen können hierdurch gezielter angesprochen werden. Sie führen die Schwerpunkte der bisherigen Förderung fort und ergänzen sie um wesentliche Querschnittsaufgaben.

    Im Zeitraum von 1971 bis 2020 wurden bisher bundesweit mehr als 9.300 Gesamtmaßnahmen in 3.900 Kommunen gefördert. Sie bildet damit eine zentrale Säule der Stadtentwicklungspolitik des Bundes.

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