Es hat sich wieder einiges an Kurzmeldungen und Nachrichten zu den unterschiedlichsten Themen angesammelt, die nicht immer den Weg in den Blog finden. Wir wollen aber auch nicht, dass diese unerwähnt bleiben und untergehen. Daher haben wir uns überlegt, in unregelmäßigen Abständen Beiträge wie diese zu veröffentlichen – unter unserer Rubrik: „NAMEN UND NOTIZEN!“ Um eine bessere Übersicht zu gewährleisten, werden wir die Pressemitteilungen, die unter diese Rubrik fallen, in Zukunft weiter filtern. Diesmal beinhaltet sie Beiträge aus dem Bereich der Wirtschaft.
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Am 29. Mai geht die KRONEN Bollerwagentour auf die inzwischen 12. Runde im Dortmunder Westpark. Mehr als 100 Teams treten an und stellen an verschiedenen Stationen ihre Geschicklichkeit, ihren Mut und ihre Ausdauer unter Beweis. Zuschauer sind herzlich willkommen, denn es warten die feierliche Krönung der Besten und KRONEN für alle*!
Unter dem Motto „KI kann viel – Väter können mehr“ feiert Kronen den Vatertag 2025 mit Herz, Humor und Haltung. Augenzwinkernd verweist Dortmunder Kronen darauf, dass bei allem, was künstliche Intelligenz mittlerweile kann, echte Fürsorge, echtes Engagement und echte Papas nicht ersetzbar sind.
Somit verbindet der Kronen Vatertag Tradition mit Zeitgeist – und macht klar, dass die Wertschätzung für fürsorgliche Väter alles andere als von gestern ist.
Männer wie Frauen sind eingeladen in den Westpark zu kommen, auch mit Bollerwagen aus den Vorjahren. Bis zu fünf volljährige Personen können pro Team auf den Parcours gehen. „Noch bis 11. Mai läuft unser Gewinnspiel für einen Bollerwagen auf kronen.de. Also mitmachen und mit etwas Glück mit einem frischen Bollerwagen am Vatertag dabei sein“, freut sich Brand Manager Marc Schauf schon jetzt.
Ihren KRONEN Bollerwagen samt Routenplan und Stempelheft erhalten die Teams direkt vor Ort. Die Ausgabe der 99 Gewinnerpakete findet zwischen 11 und 13 Uhr an der KRONEN Bühne statt. Und am Nachmittag? Steigt die Party! „Für Musik ist gesorgt: Wenn der DJ im Westpark auflegt, wird auf der KRONEN Aktionsfläche ordentlich gefeiert und getanzt!“, verspricht Marc Schauf.
Die Materna-Gruppe richtet ihr Cyber-Security-Geschäft neu aus und konzentriert sich künftig vollständig auf individuelles Security Consulting sowie die Implementierung von Security-Lösungen im Kontext von Business Resilience. Ziel ist es, Kunden noch gezielter bei der Entwicklung ganzheitlicher Sicherheitsstrategien zu unterstützen – abgestimmt auf ihre spezifischen Geschäftsprozesse und Risikoprofile.
Hintergrund der Neuausrichtung ist die dynamische Entwicklung des Marktes für Managed Security Services. Standardisierte Betriebsleistungen sind heute breit etabliert. Für die Materna-Gruppe sind diese aufgrund des zunehmenden Preisdrucks kaum noch wirtschaftlich tragfähig anzubieten. Sie zieht daraus konsequente Schlüsse und beendet sämtliche standardisierten Managed Services im Bereich Cyber Security.
Zukünftig wird das Cyber-Sicherheitsgeschäft zentral durch die Materna Information & Communications SE weitergeführt – mit einem klaren Fokus auf individuelle Sicherheitsberatung, strategische Resilienzplanung sowie die Implementierung von Security-Lösungen, die auf etablierten Standardplattformen basieren.
„Business Resilience ist eine der vier zentralen Strategiedimensionen der Materna-Gruppe. Wir setzen auf maßgeschneiderte Sicherheitsstrategien, die sich konsequent an den individuellen Geschäftsprozessen und Risikoprofilen unserer Kunden orientieren“, sagt Philipp Kleinmanns, Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Materna Radar Cyber Security (MRCS) und Bereichsleiter bei Materna mit Gesamtverantwortung für Cyber Security in der Materna-Gruppe. „Mit unserer Expertise begleiten wir Organisationen von der strategischen Planung bis zur operativen Umsetzung.“
Im Zuge dieser Neuausrichtung wird auch das aktuelle Geschäftsmodell der MRCS eingestellt. Die Marke MRCS wird im April 2025 vom Markt genommen. Der Geschäftsbetrieb mit Bestandskunden läuft geordnet aus und wird spätestens zum 31. Dezember 2025 beendet. Die Gesellschaft selbst bleibt erhalten und übernimmt künftig eine neue Rolle als Zwischenholding für internationale Beteiligungen – insbesondere in Österreich.
Ungeachtet der Umstrukturierung bleibt Cyber Security ein zentrales Zukunftsthema für die Materna-Gruppe. Der steigende Bedarf an Sicherheitslösungen, neue regulatorische Anforderungen sowie die zunehmende Komplexität von Bedrohungslagen treiben die Nachfrage nach ganzheitlichen Sicherheitskonzepten. Materna begegnet dieser Dynamik mit End-to-End-Angeboten und setzt dabei verstärkt auf innovative Technologien wie KI-gestützte Sicherheitssysteme und moderne Cloud-Security-Architekturen.
Auf dem Bild zu sehen: Philipp Kleinmanns ist verantwortlich für die strategische Neuausrichtung des Cyber-Security-Geschäfts der Materna-Gruppe.
Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) hat einen neuen Vizepräsidenten. Die Delegierten des Spitzenverbandes des Dachdeckerhandwerks wählten im Rahmen des 6. Deutschen Dachdeckertags in Dresden den Dortmunder Dachdeckermeister Dirk Sindermann erstmals in das Präsidium des Arbeitgeberverbandes. Der 52-jährige Westfale folgt auf den Rheinländer André Büschkes, der das Amt seit 2005 innehatte. Dirk Sindermann wird nun für drei Jahre die Interessen von bundesweit 15.000 Dachdeckerbetrieben vertreten. Im westfälischen und insbesondere im Dortmunder Handwerk ist der Dachdeckermeister kein Unbekannter. Seit 2014 steht er als Obermeister an der Spitze der Dachdecker-Innung Dortmund und Lünen und bringt seit 2017 seine Expertise als Vorstandsmitglied in den Innungsverband des Dachdeckerhandwerks Westfalen ein. Auf Bundesebene arbeitet Dirk Sindermann bereits seit 2018 im Fachausschuss Metall des ZVDH aktiv an der Weiterentwicklung des Dachdeckerhandwerks mit.
Erklärtes Ziel des neuen Präsidiumsmitglieds des ZVDH ist es, das Dachdeckerhandwerk zukunftsfähig zu gestalten und die Betriebe bei den Herausforderungen der modernen Bauwirtschaft zu unterstützen. „Ich freue mich sehr, dass ich nun für drei Jahre das Amt des Vizepräsidenten beim ZVDH bekleiden darf“, so Dirk Sindermann. „Ein zentrales Anliegen ist es für mich, das Dachdeckerhandwerk in der öffentlichen Wahrnehmung gemeinsam mit den Mitgliedern der Organisation zu stärken.“ Einen besonderen Schwerpunkt legt er dabei auf die Öffentlichkeitsarbeit, um die Bedeutung des Dachdeckerhandwerks sowohl in der Gesellschaft als auch bei relevanten Akteuren weiter zu festigen. „Die Zukunftsfähigkeit unseres Handwerks hängt von einer starken Organisation und engagierten Unternehmen ab“, so der neue Vizepräsident. Er will darum nicht nur den Nachwuchs gezielt fördern, sondern auch mehr Betriebe für die aktive Mitarbeit gewinnen und so das Ehrenamt stärken. „Unser Gewerk spielt eine entscheidende Rolle in der Energiewende“, so Dirk Sindermann weiter. „Auch das muss in der Gesellschaft ankommen und wertgeschätzt werden.“
Dirk Sindermann begann seine Karriere im Dachdeckerhandwerk bereits als 16-Jähriger mit einer Ausbildung und entschloss sich nach mehreren Jahren als Geselle, seinen Meister zu machen. Er besuchte das Bildungszentrum des westfälischen Dachdeckerhandwerks im sauerländischen Eslohe und legte 1996 erfolgreich die Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Arnsberg ab. Zwei Jahre später bestand er auch die Prüfung zum Klempnermeister. 1998 ging Dirk Sindermann dann zusammen mit einem Kollegen den Schritt in die Selbstständigkeit und spezialisierte sich weiter. So wurde er 2013 zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für das Dachdeckerhandwerk ernannt. In diesem Jahr wechselte er auch von seinem Gründungsstandort in Dortmund-Deusen nach Dortmund-Brackel in einen Neubau des Unternehmens. Heutiger Arbeitsschwerpunkt des Dachdeckerbetriebs mit 20 Beschäftigten ist neben einer breiten Palette fachlich hochwertiger Dachdeckerarbeiten vor allem die energetische Gebäudesanierung.
Rund 30 Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren haben am Girls‘ und Boys‘ Day den beruflichen Alltag im Handwerk kennengelernt. Der diesjährige Aktionstag stand unter dem Motto „Die Zukunft gehört dir“ und bot die Chance, Berufe und Studienfelder kennenzulernen, die Schülerinnen und Schüler sonst eher selten für sich in Betracht ziehen.
Die Jugendlichen besuchten die Werkstätten in den Bildungszentren Ardeystraße, Körne sowie Soest der Handwerkskammer (HWK) Dortmund und schnupperten in die Handwerksberufe Augenoptiker, Elektronikerin, Metallbauerin, Gebäudereinigerin sowie Maler- und Lackiererin. Bei den Augenoptikern schraubten sie selbst Sonnenbrillen zusammen, in der Elektrowerkstatt entstanden Verlängerungskabel, in der Metallbauwerkstatt wurden Handyhalterungen gebaut, die Ausbilder informierten über das Gebäudereinigerhandwerk und in der Malerwerkstatt haben die Schülerinnen Plotterfolie entgittert.
Die Zwillinge Samuela und Emanuela (beide 14 Jahre) von der Wilhelm-Röntgen-Realschule in Dortmund waren sich einig: „Wir haben in der Schule sehr gute Kunstnoten und uns daher entschieden, ins Malerhandwerk reinzuschnuppern.“
„Ziel dieses Projekttages ist die Erweiterung des Berufswahlspektrums von Mädchen und Jungen“, sagt HWK-Ausbildungsberaterin Jasmin Strassburger. „Viele Schülerinnen und Schüler treffen ihre Berufswahl immer noch geschlechtsspezifisch, geprägt von gesellschaftlichen Vorbildern. Durch den Aktionstag soll ein erster Einblick in die jeweils andere Arbeitswelt gegeben werden, völlig frei von Geschlechterklischees.“
Manfred O. Schröder ist Anfang April im Alter von 99 Jahren verstorben . Mehr als 50 Jahre lang war Schröder ehrenamtlich als Generalkonsul der Republik Ghana tätig – ein außergewöhnliches diplomatisches Engagement, das weit über die Stadtgrenzen hinauswirkte.
Neben seiner internationalen Tätigkeit setzte sich Manfred O. Schröder mit großem Einsatz für soziale Gerechtigkeit und Bildungschancen in seiner Heimatstadt ein. Gemeinsam mit seiner Frau Helga gründete er 2014 eine Kinder- und Jugendstiftung unter dem Dach der Dortmund-Stiftung. Ziel der Stiftung ist es, junge Menschen aus finanziell benachteiligten Familien zu fördern und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen.
Die Stiftung unterstützt Schülerinnen und Schüler aller Schulformen mit Nachhilfeangeboten, digitaler Infrastruktur und Programmen zur Begabungsförderung. Im Kinder-Technologiezentrum werden junge Forscherinnen und Forscher gezielt gefördert. Auch während der Corona-Pandemie konnte die Stiftung durch zusätzliche Bildungs- und Teilhabeangebote entscheidende Impulse setzen. Darüber hinaus wurden Projekte initiiert, bei denen Kinder und Jugendliche ehrenamtlich Verantwortung für andere Dortmunderinnen und Dortmunder übernahmen.
Für seine Verdienste um das Gemeinwohl wurde Manfred O. Schröder im Jahr 2021 mit der Ehrennadel der Stadt Dortmund ausgezeichnet.
Die Dortmunder Tafel in Lütgendortmund engagiert sich seit vielen Jahren dafür, Menschen in schwierigen Lebenssituationen mit grundlegenden Lebensmitteln zu versorgen. Dieses unermüdliche Engagement ist nur durch die Spendenbereitschaft von Privatpersonen und Unternehmen möglich. Um bei dieser wertvollen Arbeit mitzuwirken, hat das IT-Systemhaus GREEN IT erneut eine Spendenaktion unter den Mitarbeitenden ins Leben gerufen.
Nachdem die Weihnachtsaktion im vergangenen Jahr auf eine überwältigende Resonanz gestoßen ist, leistet das Unternehmen nun mit einer neuen Spenden-Aktion einen wichtigen Beitrag. Diesmal wurden haltbare Lebensmittel gesammelt und gespendet, die die Tafel in Dortmund dringend benötigt, um ihre Klienten zu versorgen. Die Mitarbeitenden von GREEN IT zeigten auch dieses Mal großes Engagement und spendeten über einen Zeitraum von mehreren Wochen hinweg eine Vielzahl von Lebensmitteln. Besonders gefragt sind haltbare Produkte wie Reis, Nudeln und Konserven. Die Spende wurde nun offiziell an die Dortmunder Tafel übergeben. Heinz-Günter Eustrup und Karl-Heinz Conrad nahmen die Lebensmittel dankbar entgegen.
„Nach der gemeinsamen Wunschbaumaktion zu Weihnachten mit der Tafel Lütgendortmund, freuen wir uns sehr über die erneut große Beteiligung aller GREEN IT Kolleginnen und Kollegen“, sagt Tosha Hübert, Marketing & Communications Director bei GREEN IT. „Es wurden viel mehr Lebensmittel gespendet, als erwartet. Teilweise wurde sogar extra mehr eingekauft, um es bei uns abzugeben. Wir sind sehr stolz auf das Engagement des GREEN IT Teams und danken allen, die mitgemacht haben.“ Heinz-Günter Eustrup von der Tafel in Lütgendortmund ergänzt: „Immer mehr Menschen kommen zu uns in die Ausgaben. Die Spenden der Supermärkte und Gastronomen reichen teilweise nicht mehr aus, um alle Bedarfe zu decken. Daher ist die Unterstützung von Unternehmen wie GREEN IT ist für uns sehr wertvoll.“ Die GREEN IT Familie plant, die Zusammenarbeit mit der Dortmunder Tafel Lütgendortmund auch in Zukunft fortzusetzen und weitere Sammelaktionen durchzuführen.
Auf dem Bild zu sehen: Heinz-Günter Eustrup und Karl-Heinz Conrad von der Dortmunder Tafel sowie Tosha Hübert von GREEN IT bei der Übergabe der Lebensmittelspenden.
Cihan Sügür war in seiner Jugend kurz davor, auf die schiefe Bahn zu geraten. Heute ist er unter Deutschlands Topmanagern gelistet. In der Veranstaltungsreihe „Wirtschaft hautnah“ der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund zeichnet er seinen Werdegang nach. Mit einigen klaren Apellen im Gepäck.
Wie verwandelt sich ein Problemschüler in einen der erfolgreichsten Jungmanager Deutschlands? Diese Frage beantwortet Cihan Sügür ungeschönt, motivierend – und ermutigend. „Unser Gast ist ein junger Mann, doch seine Lebensgeschichte finde ich schon jetzt sehr inspirierend“, begrüßt ihn IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber im Großen Saal der IHK zu Dortmund. „Ich bin sicher, das wird heute Abend vielen so gehen.“
Rund 150 Menschen hören dem Topmanager zu, der über sein Leben erzählt. Immer wieder wird sein Beitrag von spontanem Applaus begleitet. Seine Botschaft kommt beim Publikum an. Sie lautet: „Deutschland steht für ein Versprechen. Streng‘ dich an, und du bekommst deinen Teil vom Kuchen. Streng‘ dich mehr an, und dein Teil wird größer. Egal, woher du stammst.“ Das ist es, was er später den „German Dream“ nennt. Sein wichtigster Apell: „Sorge dafür, dass der Kuchen größer wird – dann haben alle etwas davon.“
Sügür muss es wissen. 1990 geboren, wuchs er im Dortmunder Norden auf. Seine Vorfahren kamen einst von Georgien in die Türkei, seine Eltern von der Türkei nach Deutschland. Nicht alle Gerüchte über den Dortmunder Norden entsprächen der Wahrheit, erzählt er. Aber sie kämen auch nicht von ungefähr. Sich selbst nimmt er dabei nicht aus: „Probleme in der Schule, Probleme zuhause – mit 15, 16 Jahren war ich kurz davor, auf die schiefe Bahn zu geraten.“ Heute ist der 34-Jährige Associated Partner bei der Management- und IT-Beratung MHP, einer Tochtergesellschaft der Porsche AG. Zuvor war er in führenden Rollen bei Porsche, IBM, der Deutschen Bahn sowie Olympus Europa tätig und trieb als Lead Digital Strategy maßgeblich die digitale Transformation von Porsche voran. Sein Werdegang führte von Dortmund über Stuttgart, Santa Barbara und Istanbul bis in die Liste der „Capital 40 Under 40“ des Magazins „Capital“. Er ist Gewinner des CIO Young Talent Awards 2020 und Stipendiat der CIO Stiftung.
Wie kam es zu dem Wandel? Sügür nennt zuerst seine Eltern. Die Mutter arbeitete am Fließband, der Vater war Schlosser. „Eines Abends kam meine Mutter völlig erschöpft von der Arbeit und sagte zu mir: Junge, lass‘ es nicht umsonst gewesen sein.“ Gemeint habe sie damit all die Anstrengungen, um der Familie und damit auch ihm selbst ein besseres Leben zu ermöglichen. „Da hat es Klick gemacht!“ Das habe seiner Energie die richtige Richtung gegeben. Sügür nennt auch seine Lehrerinnen und Lehrer, die ihn nicht aufgaben. Für viel Heiterkeit im Saal sorgt eine kleine Anekdote, wie er mit einem Lehrer um eine bessere Note feilschte. „Ich wollte 15 Punkte in der Endnote haben, also eine Eins Plus, aber meine schriftlichen Leistungen reichten dafür nicht aus.“ Der Lehrer habe ihm allerdings einen Deal angeboten: Er solle eine vorstandstaugliche Präsentation abliefern, dann sehe man weiter. Der Ansporn zog. Sügür habe sich daraufhin erst einmal einen Anzug gekauft und sei dann im Anzug in die Schule gekommen, um die Präsentation zu halten. „Vorstandstauglich heißt eben vorstandstauglich“, sagt er lachend. Die Präsentation war ein Erfolg, der Plan ging auf, die 15 Punkte standen auf dem Zeugnis. Es ging steil bergauf. „Wenn Menschen etwas in dir erkennen, das du selbst nicht siehst, und an dich glauben, dann ist das ein ungeheurer Schub!“
Das Publikum ist neugierig, stellt ihm im Anschluss viele Fragen – auch zur wirtschaftlichen Entwicklung im Land. Beispielsweise diese: Was könne Deutschland tun, um sich gegen den wachsenden Druck aus China zu behaupten? Man habe sich mittlerweile ein wenig in die Wohlstandsblase begeben, antwortet Sügür, und „mit Bequemlichkeit ist noch keiner Weltmeister geworden“. Aber auch die Politik sei gefragt und müsse mehr Planbarkeit gewährleisten. Allein die Entwicklung der E-Mobilität laufe in China seit gut drei Jahrzehnten: „Zunächst Forschung und Entwicklung, dann Aufbau der nötigen Infrastruktur. Erst nachdem der Unterbau geschaffen wurde, kamen die Fahrzeuge auf den Markt.“ Für die meisten Menschen sei das Auto – abgesehen von einer eigenen Immobilie – die teuerste Anschaffung im Leben. Und niemand investiere viel Geld in etwas, dessen Entwicklung unsicher sei. „Daher müssen die Autobauer im Schulterschluss mit der Politik dafür sorgen, dass die Verbraucher Sicherheit haben.“ So dürfe beispielsweise nicht jeder Autobauer sein eigenes Ladenetzwerk aufbauen, sondern es müsse einheitliche Standards geben. Deutschland sei vermutlich noch nicht im „Tal der Tränen“ angelangt. Baustellen sieht der Manager noch viele – beispielsweise beim Thema Rentensicherung. Doch „die Zutaten, um den Kuchen weiter wachsen zu lassen, sind in Deutschland da“, schließt er. „In diesem Land aufzuwachsen, ist ein Privileg.“ Sein finaler Appell ans Publikum: „Denken Sie darüber nach, wen Sie selbst fördern können. So, wie auch ich Menschen hatte, die mein Talent erkannt haben, bevor ich es selbst erkannte.“
Auf dem Bild zu sehen: Cihan Sügür (vorne) beim Eintrag ins Goldene Buch der IHK mit Katrin Hüpler (Gesellschafterin Hülpert GmbH, Mitglied der IHK-Vollversammlung), IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber (2.v.r.), Michael Webels und Maximilian Mergenthaler (l., beide Geschäftsführung Hülpert Shared Service GmbH).
Auszubildende in den Unternehmen der Region für Energie- und Ressourceneffizienz sensibilisieren und als „Energie-Scouts“ mobilisieren – das möchte die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund gemeinsam mit der Effizienz-Agentur NRW. Zum Abschluss der aktuellen Projektrunde haben jetzt zwölf Azubi-Teams – drei mehr als im vergangenen Jahr – bei der „Energie-Scouts-Challenge“ der IHK ihre Projekte vorgestellt und von einer Jury bewerten lassen. Die Teams der Flughafen Dortmund GmbH (1. Platz) und Diagramm Halbach GmbH & Co. KG aus Schwerte (2. Platz) hatten am Ende die Nase vorn. Sie wurden mit Medaillen und einem Pokal geehrt und dürfen dann in Berlin an der bundesweiten Bestenehrung teilnehmen: Die findet im Sommer im Rahmen der Jahresveranstaltung „Climate Champion“ des Unternehmensnetzwerks Klimaschutz statt, einer Plattform der IHK-Organisation.
Das Team der Flughafen Dortmund GmbH hat mit seinem Begrünungskonzept den ersten Preis gewonnen. Hintergrund sind Probleme mit Hitze und schlechter Luft im Terminal im Sommer und hohe Energiekosten. Die vielen ungenutzten Fassadenflächen, sowohl innen als auch außen, werden nun begrünt. Damit werden beispielsweise innen Raumklima und Akustik verbessert. Das Team Diagramm Halbach bekam seinen Preis für ein neues Heizkonzept für den Bereich Hochregallager und Logistik, in dem die mit Heizöl betriebene Lagerheizung durch effiziente und umweltfreundliche Infrarotstrahler ersetzt wird.
Außer den beiden Erstplatzierten waren folgende Unternehmen mit Azubi-Teams vertreten: TRANSGAS Flüssiggas Transport und Logistik GmbH & Co. KG, TRD-Reisen Fischer GmbH&Co.KG, Sparkasse Hamm, REMONDIS Assets & Services GmbH & Co. KG, Jäckering Mühlen- und Nährmittelwerke GmbH, Murtfeldt Kunststoffe GmbH & Co. KG, ITS Informationstechnik Service GmbH, Bayer AG Standort Bergkamen, Schaeffler AG und WILO SE.
Bei der Challenge hatten die Teams acht Minuten Zeit für ihren Vortrag und wurden anhand verschiedener Kriterien bewertet. In der Jury saßen in diesem Jahr IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, Dr. Nicole Freiberger (Effizienz-Agentur NRW, Projektkoordination), Prof. Dr. Udo Gieseler (Fachhochschule Dortmund, Organisationseinheit Elektrotechnik), Ilona Dierschke (Effizienz-Agentur NRW) und Tim Paul Broszio von der IHK zu Dortmund. Die Moderation übernahm auch in diesem Jahr wieder Christopher Deppe von Radio 91.2. Das Energiescout-Projekt findet im Rahmen des bundesweiten „Unternehmensnetzwerk Klimaschutz – eine IHK-Plattform“ statt und wird von der IHK zu Dortmund in Kooperation mit der Effizienz-Agentur NRW durchgeführt.
Die IHK-Energie-Scouts starten voraussichtlich im September 2025 in die nächste Runde. Das Projekt umfasst ganztägige Workshops, in denen die Auszubildenden zu den Themen Energieeffizienz, Projektmanagement und Klimaschutz weitergebildet werden. Die Teilnahme ist kostenfrei und steht allen Mitgliedsunternehmen der IHK zu Dortmund offen.
Starke Mädchen in starken Berufen: Das fördert der Dortmund Airport und beteiligt sich deshalb zum wiederholten Mal am Girls’ Day. Im Rahmen eines Schnuppertages öffnete der Flughafen seine Türen für interessierte Schülerinnen und bot ihnen die Möglichkeit, sich ein Bild von dem Berufsalltag und den spannenden Aufgaben der Flughafenfeuerwehr zu machen. Der Girls‘ Day zielt darauf ab, Mädchen für Berufe zu begeistern, die bislang noch immer mit klassischen Rollenbildern verbunden sind und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen. Dabei stehen Berufe im Vordergrund, in denen der Frauenanteil unter 40 Prozent liegt.
Während des Aktionstages führte die Feuerwehr die 14 Schülerinnen im Alter von 13 bis 15 Jahren über das Flughafengelände, erklärte wichtige brandschutztechnische Abläufe im Terminal und zeigte das Vorfeld samt Start- und Landebahn. Zudem erhielten die Mädchen Einblicke in die Arbeit auf der flughafeneigenen Feuerwache. Dabei durfte die Gruppe nicht nur zuschauen und Informationen sammeln, sondern konnte selbst die Wasserwerfer des beeindruckenden Flugfeldlöschfahrzeugs, dem sogenannten „Panther“, einsetzen.
Flughafengeschäftsführer Ludger van Bebber befürwortet diese Form der Berufsorientierung: „Jedes Jahr freuen wir uns neugierige Schülerinnen im Rahmen des Girls‘ Days am Dortmund Airport begrüßen zu dürfen. Wir sind überzeugt, dass Vielfalt und Gleichberechtigung einen wichtigen Beitrag zur Arbeitswelt leisten. Deshalb möchten wir junge Frauen dabei unterstützen, ihre beruflichen Potenziale frei von Geschlechterklischees zu entdecken und neue Perspektiven zu erkunden.“
Prof. Dr. Metin Tolan (Mitte), Professor für experimentelle Physik an der TU Dortmund, unternahm mit den Gästen des Westfälischen Industrieklubs eine lehrreiche Reise durch Mechanik, Optik und Chemie – mit James Bond als Ausgangspunkt. Dabei wurde der legendäre Spiralstunt aus „Der Mann mit dem goldenen Colt“ genauso thematisiert wie der Lauf über die Krokodile in „Leben und sterben lassen“ oder warum der berühmteste Geheimagent der Welt seinen Wodka-Martini lieber geschüttelt als gerührt trinkt. Über den Ausflug in die Wissenschaft hinter 007 freuten sich auch Dirk Rutenhofer, Präsident des Westfälischen Industrieklubs, sowie Klubmitglied Christiane von Spiess.
Wie plane ich mein Leben nach der Schule? Wie gehe ich mit Geld um? Und was kostet eigentlich eine eigene Wohnung? Antworten auf diese Fragen erhalten die Achtklässler:innen der Marie-Reinders-Realschule in einer besonderen Projektwoche. In einem zweitägigen Lebensplanungsseminar und anschließenden Praktika sammeln sie wertvolle Erfahrungen für ihre Zukunft. Während die Jungen ein Sozialpraktikum absolvieren, schnuppern die Mädchen in verschiedene Technikberufe hinein. „Wir möchten unseren Schülerinnen und Schülern nicht nur Wissen vermitteln, sondern sie auch auf das echte Leben vorbereiten. Eigenverantwortung und finanzielle Selbstständigkeit sind dabei essenzielle Kompetenzen“, betont Schulleiter Jörg Skubinn.
Im Rahmen des Lebensplanungsseminars setzen sich die Jugendlichen intensiv mit ihrem künftigen Lebensweg auseinander. Sie erhalten reale Gehaltsabrechnungen, kalkulieren Mietkosten und recherchieren Preise für Versicherungen und Haushaltskosten. Dabei lernen sie, ein Budget zu erstellen und mögliche Einsparpotenziale zu erkennen. Die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Geld wird ihnen praxisnah vermittelt: „Träumen ist erlaubt, aber am Ende des Monats sollte das Konto nicht ins Minus rutschen!“, so Skubinn. Unterstützung erhalten die Schüler:innen von ihren Klassenlehrer:innen sowie von Expert:innen wie Adrian Trabhardt (Abteilungsleiter HR Next Talents, TEDi GmbH & Co. KG, Svenja Kollex (TEDi GmbH & Co. KG), Aileen Fricke (TEDi GmbH & Co. KG), Sandra Hopf (Creditreform) und Nadine Dell’Aquila (Agentur für Arbeit Dortmund).
Nach dem theoretischen Teil folgt die Praxis: Während die Mädchen in technischen Berufen erste Erfahrungen sammeln, engagieren sich die Jungen in sozialen Einrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäusern oder Seniorenheimen.
Die Marie-Reinders-Realschule legt großen Wert auf praxisnahe Bildungsangebote und fördert gezielt Eigenständigkeit, Sozialkompetenz und Verantwortungsbewusstsein. Auch außerhalb dieser Projektwoche gibt es viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln – beispielsweise durch die Ausbildung zum DFB-Junior-Coach, die Jugendlichen erste Einblicke in die Welt des Trainerberufs bietet. „Unser Ziel ist es, den Jugendlichen das Rüstzeug für ein selbstbestimmtes Leben mitzugeben. Denn Wissen ist wichtig – aber es sind die praktischen Erfahrungen, die den Unterschied machen!“ fasst Schulleiter Skubinn zusammen.