Ein Ort der Begegnung und Seelsorge in der Dortmunder Innenstadt

Erfolgreicher Start für das „Refugium“ am Propsteihof – zwischen 30 und 50 Gäste pro Tag

Sind nach den ersten Monaten mit der Entwicklung des Refugiums am Propsteihof sehr zufrieden: Stefan Kaiser, Kathrin Glanemann, Ulla Herrmann (Ehrenamtliche) und Pastor Stefan Tausch vom Katholischen Forum in Dortmund. Foto: Michael Bodin für die Katholische Stadtkirche Dortmund

Vormittags und bei schönem Wetter sind die beiden Holzbänke vor dem „Refugium“ ein Platz an der Sonne und werden auch gerne als solche genutzt. „Das Konzept geht voll auf“, freut sich Pastor Stefan Tausch im Rückblick auf die ersten Monate des im August 2021 eröffneten Treffs des Katholischen Forums am Propsteihof 5 in Dortmund.

Täglich besuchen zwischen 30 und 50 Gäste das „Refugium“

Ausruhen, sich treffen, verweilen oder ein Gespräch führen – dazu lädt das Team des „Refugiums“ mit Stefan Kaiser, Thale Schmitz, Kathrin Glanemann und Pastor Stefan Tausch dienstags bis samstags von 10 bis 18 Uhr ein. Unterstützt werden sie von inzwischen sieben geschulten Ehrenamtlichen, die Präsenzdienste übernehmen.

Eine von ihnen ist Ulla Herrmann. Wie die anderen übernimmt sie jeweils Dienste von zwei Stunden. Während der Öffnungszeiten stehen so immer zwei Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im Refugium zur Verfügung.

Zwischen 30 und 50 Gäste, berichtet Stefan Tausch, seien an einem durchschnittlichen Öffnungstag da und das Publikum sei sehr gemischt: „Da ist der Tagesvater mit sechs Kindern, der bodo-Verkäufer, Gottesdienstbesucher aus der nahen Propsteikirche, Schülerinnen und Schüler und viele andere mehr.“

Das „Refugium“ ist ein Ort der Begegnung und Seelsorge

Im August 2021 öffnete das „Refugium“ erstmals seine Pforten für die Besucher:innen. Foto: Michael Bodin für das Erzbistum Paderborn

Manche suchten ein Gespräch, andere nur eine Toilette oder interessierten sich für die durchlaufenden Informationen und Nachrichten auf dem großen Bildschirm an der Wand des stilvoll eingerichteten Raumes. Nur wer einen Kaffee möchte, muss dafür einen Euro bezahlen, alles andere gibt es geschenkt.

„Wir schenken Wärme, Toilettenbenutzung, Wasser, Raum und Zeit“, fasst Stefan Kaiser zusammen. Für viele sei dies eine neue Erfahrung im Kontakt mit der Kirche. Manche Gespräche im Refugium, erinnert sich Stefan Tausch, seien „Seelsorge pur“. Dann geht es um Tod, Trauer, Krankheit, um Fragen nach Sinn und nach Gott.

Es habe Besucher:innen gegeben, die konvertieren und welche, die wieder in die Kirche eintreten wollten. Aber es gebe auch Grenzen. Wer mehr Hilfe benötige als man in einem kurzen Gespräch geben könne, den würden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf geeignete Hilfsmöglichkeiten hinweisen.

Bei ernsthaften Problemen werden die Betroffenen weitervermittelt

„Wir sind kein Therapiezentrum“, betont Stefan Tausch. Bewährt habe sich die intensive Zusammenarbeit mit der Katholischen Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen (EFL) im Katholischen Zentrum. Durch die EFL würden außerdem die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre Aufgabe im Refugium geschult.

„Bei mehreren Gesprächen hintereinander ist der Dienst hier auch richtig anstrengend, macht aber trotzdem Spaß“, sagt Stefan Kaiser. Von den positiven Rückmeldungen der Gäste fühlt sich das Team des Refugiums jedenfalls in seiner Arbeit sehr bestätigt.

Künftig soll das Programmangebot noch weiter ausgebaut werden, beispielsweise durch Buchlesungen, Kursangebote oder Gruppen, die ihren Treffpunkt dorthin verlegen. An Weihnachten und zum Jahreswechsel wird das Angebot zu den üblichen Öffnungszeiten und Tagen ebenfalls geöffnet sein.

Weitere Informationen: www.katholisches-forum-dortmund.de

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