Ein Schweige- und Gedenkmarsch erinnert am Samstag an die Opfer des Genozids in Srebrenica

Dortmund setzt erneut Zeichen für Erinnerung und Menschenrechte

Schweigemarsch durch die Dortmunder Innenstadt.
Anlass ist der 31. Jahrestag des Völkermords, bei dem mehr als 8.000 bosniakische Jungen und Männer ermordet wurden. Foto: Peter Krause für Nordstadtblogger.de

Mit einem Schweige- und Gedenkmarsch erinnert Amanet – Deutsch-Bosnische Initiative NRW am Samstag, 4. Juli 2026, an die Opfer des Genozids von Srebrenica. Anlass ist der 31. Jahrestag des Völkermords, bei dem mehr als 8.000 bosniakische Jungen und Männer ermordet wurden.

Zeichen gegen Hass, Rassismus, Antisemitismus und Völkermordleugnung

Der Gedenkmarsch soll an die Opfer erinnern und zugleich ein Zeichen gegen Hass, Rassismus, Antisemitismus, antimuslimischen Rassismus, Völkermordleugnung und jede Form von Menschenfeindlichkeit setzen. Gleichzeitig wollen die Veranstalter für Frieden, Menschenrechte, Demokratie und eine lebendige Erinnerungskultur werben.

Überreste eines Opfers des Massakers von Srebrenica. Photo by Adam Jones adamjones.freeservers.com

Der Genozid von Srebrenica wurde von internationalen Gerichten als Genozid anerkannt. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 11. Juli zudem zum Internationalen Tag des Gedenkens an den Genozid von Srebrenica erklärt.

Der Schweige- und Gedenkmarsch beginnt um 15 Uhr. Treffpunkt ist an der Kampstraße 45. Von dort führt der Weg zum Platz der Alten Synagoge, wo ab 16 Uhr eine öffentliche Abschlusskundgebung stattfindet.

Bildungsarbeit, Erinnerungskultur sowie den interreligiösen und gesellschaftlichen Dialog

Grußworte und Redebeiträge halten Friedhelm Evermann für die Stadt Dortmund, der Landtagsabgeordnete Volkan Baran, der türkische Generalkonsul Taylan Özgür Aydın, Muamer Mujarić, Hauptimam des Landesverbandes der Bosnischen Muslime in Nordrhein-Westfalen, sowie die Journalistin Melina Borčak.

Amanet organisiert den Srebrenica-Gedenkmarsch in Dortmund seit vielen Jahren und engagiert sich bundesweit für Bildungsarbeit, Erinnerungskultur sowie den interreligiösen und gesellschaftlichen Dialog. Nach Angaben des Vereins wurde Amanet erst kürzlich mit dem Marwa-El-Sherbini-Preis 2026 für sein Engagement gegen antimuslimischen Rassismus sowie für Demokratie, Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt ausgezeichnet.

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