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150.000 Euro für ein Mammut in der Nordstadt: Museum für Naturkunde präsentiert Fossil zur Wiedereröffnung 2016

Ein Stoßzahn ist schon da!  Freuen sich auf das Skelett: v. l. Adolf Miksch,  Dr. Dr. Elke Möllmann, Dr. Klaus Stinshof, Ullrich Sierau und Uwe Samulewicz.

Seit 10 000 Jahren sind die Mammuts in unserer Region ausgestorben. Nun macht sich ein Exemplar, zumindest dessen sterblich Überreste, auf den Weg zurück in die Dortmunder Nordstadt.

Einziges Original-Skelett einer Mammut-Kuh in europäischer Ausstellung

Die dunkle Färbung zeigt den Teil des Stoßzahns, der im Körper des Tieres steckte.

Nach Neueröffnung des Naturkundemuseums  – es wird ab der kommenden Woche wegen baulicher und inhaltlicher Modernisierungen für zwei Jahre geschlossen – soll das Skelett einer Mammutkuh die Attraktion im Hause werden. „Wir erhoffen uns dann eine sechsstellige Besucherzahl im Jahr“, verdeutlicht Adolf Miksch, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Dortmunder Naturkundemuseums.

Bislang besuchen das Museum in der Nordstadt cirka 65.000 Menschen im Jahr. Die Strahlkraft des Skeletts sollen bis weit in die Region reichen. Es wird das erste und einzige Original-Skelett einer Mammut-Kuh in ganz Europa sein, das in einem Museum öffentlich gezeigt wird.

Sparkasse Dortmund spendet 150 000 Euro für die Kosten des Skeletts

Mammut-Experte Dick de Mol begleitet das Projekt.

Gestern gab es schon den rechten Stoßzahn des Tieres zu sehen. Uwe Samulewicz brachte das Horn, stellvertretend für die Kosten von 150 000 Euro, die das Exponat kostet, mit.

Noch im Dezember des vergangenen Jahres kalkulierte man mit einer Summe von 200.000 Euro, die Bergung und Restauration unter Leitung des führenden Mammut-Experten Dick Mol aus den Niederlanden.

In dessen Heimat, respektive vor der Küste des Landes in der Nordsee, sind nun die benötigten Knochen für das Skelett gefunden worden und werden zur Zeit zusammengesetzt.

Zu Lebzeiten der Mammutkuh in der Eiszeit war dort noch trockenes Land. An den Ufern des Ur-Rheins grasten die Tiere in einem sibirischen Klima.

Kleine Plüschmammuts helfen weiter bei der Ausstellungs-Finanzierung

Dr.Dr. Elke Möllmann, Leiterin des Naturkundemuseums.

Die Marketing-Aktion, die im letzten Monat des Jahres 2013 zur Mitfinanzierung ins Leben gerufen wurde, läuft weiter. Die kleinen Plüsch-Mammuts werden nach Schließung des Museums in der Museumsnacht am 28. September in den größeren Filialen der Sparkasse zum Preis von 14,95 € weiter verkauft.

„Davon werden weitere Aktionen zur Präsentation und Informationen über die Tiere, wie multimediale Anwendungen finanziert“, hofft Dr. Klaus Stinshoff, Projektleiter der Mammutkampagne der Freunde des Naturkundemuseums, einen nachhaltigen Eindruck von der erstaunlichen Tierwelt Dortmunds zur Zeit der letzten Kaltzeit bei den Besuchern zu hinterlassen.

Über eine weitere tolle Ausstellung im Hause freut sich Ulli Sierau, beosnders auch für die Kinder. „Wer hat nicht als Kind schon davon geträumt als Steinzeitjäger mal mit einem Mammut zu kämpfen“, so der Oberbürgermeister.

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Ein Gedanke zu “150.000 Euro für ein Mammut in der Nordstadt: Museum für Naturkunde präsentiert Fossil zur Wiedereröffnung 2016

  1. Thomas Bahr

    Toller Bericht über eine Perle der Nordstadt. In zwei Jahren wird das Museum überregional begeistern und die Nordstadt erhellen. Der Förderverein arbeitet hieran kräftig mit. Weitere Unterstützer können daran teilhaben. Exkursionen, Stammtische, Vorträge und die Neugestaltung des Museums tatkräftig unterstützen – macht mit!
    Homepage des Fördervereins: http://www.ginkgo-do.de/

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