Nordstadtblogger

„Dortmunder Schwarzbräu Premium selbstgebraut“: Abfüllfest auf dem Borsigplatz als gesellschaftskritische Mitmachaktion

Der Schwarzbräu ist mittlerweile in Flaschen abgefüllt.

Das „Schwarzbräu“ ist mittlerweile in Flaschen abgefüllt.

Ein ebenso interessantes wie provokatives Vorhaben von Borsig11 ist mit einem „Abfüllfest“ auf dem kleinen Borsigplatz in der Dortmunder Nordstadt zu Ende vorläufig zu Ende gegangen: Das Abenteuer „Dortmunder Schwarzbräu Premium selbstgebraut“ .

Am 25. April soll die Verkostung stattfinden – Künstlerische Gesellschaftskritik

Die Schwarzbräu-Aktion ist abgeschlossen - nun steht die Verkostung an.

Die Schwarzbräu-Aktion ist abgeschlossen – nun steht die Verkostung an.

Beim „Abfüllfest“ wurde auf dem kleinen Borsigplatz, dem Dortmunder Treffpunkt lokaler Billigbiertrinker, weder Bier ausgeschänkt, noch miteinander gebraut, sondern die Kleinstedition stattdessen gemeinschaftlich verflascht.

Nach dem mehrwöchigen Reifeprozess im Fass bzw. Flaschen soll dann endlich am Samstag, den 25. April, ab 11 Uhr die gemeinsame Kostprobe vom „Dortmunder Schwarzbräu selbstgebraut“ geben.

„Möglicherweise kommt jetzt jemand aus der neu formierten Gemeinschaft auf die Idee, die begehrte Flüssigkeit zukünftig selbst zu brauen, anstatt sie tagtäglich vom Supermarkt nebenan zu beziehen“, sagt Frank Bölter, der gemeinsam mit Jana Erlenkamp die Aktion von Borsig11 durchzieht.

„Selber machen erzeugt Selbstbewusstsein – das ist immer noch die grundlegende These dieser Veranstaltung zur gemeinschaftlichen Herstellung des Brauerzeugnisses.“ Vielleicht ist die kleine Kunstaktion ja der Startschuss für etwas gang Großes…

Performative Konsumkritik an Massenware und Massenproduktion

Kritisch schaute das Ordnungsamt vorbei... und ging wieder.

Kritisch schaute das Ordnungsamt auf die Aktion… und ging wieder. Brauen ist wohl nicht verboten.

Das „Dortmunder Schwarzbräu“ aus der Braustadt Dortmund als Vorbild, um die Weltmärkte zukünftig mit selbstgebrautem Bier in Kleinstmengen aus der eigenen Küche zu versorgen?

Neben einer performativen Konsumkritik an Massenware und Massenproduktion ist es vor allem die Chance, gemeinschaftlich das an das Suchtmittel Alkohol abgegebene Terrain der Eigenverantwortung und Selbstbestimmung ein Stück weit zurück zu gewinnen.

Wer zuviel Zeit und/oder Interesse an der letzten gemeinschaftlichen Brauaktion des Dortmunder Schwarzbräu Premium – Selber Brauen hat, sei mit einem Bericht dieser Version des gemeinschaftlichen Rumlungerns versorgt.

Hier gibt es einen Erfahrungsbericht von Frank Bölter als PDF zum Download: DoSchwaBräPrem

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