Ausstellung vom 30. April bis zum 25. September 2022

Das Museum Ostwall holt mit „FLOWERS!“ den Frühling ins Dortmunder U

Die Kuratorinnen Regina Selter (l.) und Stefanie Weißhorn-Ponert vor expressionistischen Blumen-Gemälden. Foto: Anja Kador für die Dortmund-Agentur

Blumen begleiten uns im Alltag, bereiten uns Freude, sind mit persönlichen Erinnerungen verbunden und wichtige Elemente der Gestaltung unserer Lebensräume. Zugleich sind sie ein seit Jahrhunderten verbreitetes Thema in der Kunst. Mit dem Zeitalter des Barock wurde das Blumenstillleben zu einer eigenständigen Bildgattung, in der die Schönheit der Natur als auch die Vergänglichkeit zum Ausdruck gebracht wurden. Auch in der modernen und zeitgenössischen Kunst hat das Motiv nicht an Faszination verloren. Ausgehend von der Sammlung des Museums Ostwall werden 180 Werke von über 50 künstlerischen Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts gezeigt, die Blumen in den Mittelpunkt rücken und sich verschiedenster Medien bedienen – von Malerei über Fotografie und Video bis zur Installation. Die Ausstellung illustriert die Entwicklung der Blumendarstellungen von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst.

Von persönlichen, politischen und globalen Geschichten

Das Titelbilder Ausstellung „FLOWERS!“ Blumenbild ohne Jahr von Hans-Peter Feldmann, Lambda Print, 170 x 120 cm, Konrad Fischer Galerie, Courtesy Hans-Peter Feldmann, Konrad Fischer Galerie © VG Bild-Kunst, Bonn 2022 Foto: Achim Kukulies

Bis heute greifen internationale Künstler:innen einerseits die Tradition des Blumenstilllebens und der naturkundlichen Feldforschung auf; andererseits lösen sie das Thema aus diesen gattungsspezifischen Zusammenhängen und entwickeln es weiter.

Die Werke in der Ausstellung zeigen die Bedeutungserweiterungen und die künstlerische Aktualität dieses Motivs: von der der Autonomisierung der Bildmittel wie Farbe und Form, bis hin zum Nachdenken über sich selbst, das Verhältnis von Natur und Künstlichkeit sowie von Forschung und Kunst, über Umweltzerstörung, Klischees von Weiblichkeit und über die heutige Massenproduktion von Schnittblumen.

Die künstlerischen Positionen geben somit ein vielfältiges Bild moderner und zeitgenössischer Darstellungen von Blumen in der Kunst und gehen der Frage nach, welche neuen inhaltlichen und medialen Bezugspunkte Künstler:innen seit Beginn des 20. Jahrhunderts setzen.

Die Themen der Ausstellung verbinden sich zu einem Rundgang, der nicht durch eine zeitliche Chronologie, sondern durch inhaltliche, sich zugleich auch verschränkende Schwerpunkte gegliedert ist.

Form und Farbe, um das Innere nach außen zu kehren

Gabriele Münter, Exotische Pflanze 1941, Öl auf Leinwand, 46,5 x 55,2 cm, Gabriele Münter- und Johannes Eichner- Stiftung, München, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022. Foto: Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung, München

Begrüßt werden die Besucher:innen von Werken der Klassischen Moderne, in der besonders die Expressionist:innen das Blumenmotiv zum Experimentieren mit Form, Fläche und leuchtenden Farbe nutzten. Dabei kehren sie sich ab von botanischer Genauigkeit und einer Bestimmbarkeit des Dargestellten. Ihre malerische Freiheit verknüpften sie mit Farbe als Ausdrucksträger seelischer Zustände.

Gabriele Münter konfrontiert Lebenskraft mit Vergänglichkeit und greift damit die traditionelle Vanitas-Symbolik auf. Einer farblich leuchtenden und aufblühenden Blume platziert die Künstlerin eine verwelkte Blüte gegenüber. Gerahmt werden beide von einem dunklen Gewirr aus Stielen, das ein beunruhigendes Eigenleben zu führen scheint.

Die gestische Pinselführung und der skizzenhafte Farbauftrag bei Ernst Ludwig Kirchner unterstreichen den Eindruck von Dynamik und können Ausdruck für seine seelische Angespanntheit sein. Bei aller Freiheit der Bildmittel verlor sich jedoch nicht die Bedeutung des Blumenstilllebens als Sinnbild für Vergänglichkeit.

Memento mori – Bilder, die an die Vergänglichkeit erinnern

Ernst Ludwig Kirchner „Stillleben mit Früchtekorb“ 1918/19, Öl auf Leinwand, 64 x 80,5 cm, Courtesy Galerie Henze & Ketterer & Triebold, Riehen/Basel Foto: Courtesy Galerie Henze & Ketterer & Triebold, Riehen/Basel

Die Tradition des Memento mori – Bilder, die an die Vergänglichkeit erinnern – setzt sich bis heute fort. Das Motiv der welkenden Blume zeigt sich auch in neuen Präsentationsformen, etwa in der Installation der Künstlerin Quynh Dong. Sie vermengt in „Tears of a Swan“ (2013) Themen wie Vergänglichkeit, Kitsch und moderne Ästhetik.

In Claire Morgans wunderschönen und zugleich verstörend wirkenden Hängeskulpturen verwendet sie organische Materialien in beträchtlichen Mengen, darunter Samen von Wildblumen, Pusteblumen und Disteln, aber auch Frucht- und Schmeißfliegen, Tierpräparate und Fetzen bunter Plastiktüten, die an Blütenblätter erinnern. Sie kreiert daraus zarte architektonische Konstruktionen, die durch einen Luftzug ohne weiteres zerstört werden können.

Botanische Studien als Verknüpfung von Kunst und Wissenschaft

Schon im 17. Jahrhundert gab es mit den naturwissenschaftlichen Feldstudien eine frühe und enge Verknüpfung zwischen Kunst und Naturwissenschaft, die heute mit einem kritischen Umweltbewusstsein verbunden wird.

Felix Dobbert „Random Flowers“, RF 13 2016, Fine Art Print, 62,5 x 47,5 cm, Edition von 5 + 2 AP, Courtesy Felix Dobbert, Galerie Rasche Ripken Berlin, Caroline Smulders, Paris Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Die mit Maria Sybilla Merian begründete Tradition der botanischen Studien reicht bis in die moderne und zeitgenössische Kunst. So bannt Anita Albus im Stile Merians und mit speziell angemischten Farben einzelne Blumen auf Papier, während Joos van de Plas sich explizit auf Merians Reisen und ihre botanischen Bücher bezieht, indem sie ihre Blumen in kitschigen Vasen mit Raupen und Schmetterlingen paart.

Auch der Fotograf Felix Dobbert schreibt sich in die Tradition der Pflanzenstudien ein, beschäftigt sich aber zugleich mit dem hochaktuellen Thema der künstlichen Intelligenz, in dem er die Blumen während der Fotoaufnahmen dreht und die Kamera so Leerstellen und Detailsequenzen schafft.

Als Vorbild und Anschauungsmaterial dienen Künstler:innen bis heute die Drucke von Karl Blossfeldt, der sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts dem intensiven Blumenstudium mithilfe der Fotografie widmete. Durch die stilistisch klaren und auf eine Blüte konzentrierten Arbeiten wurde er zu einem wichtigen Vertreter des Neuen Sehens.

Die Dortmunder Künstlerin Stephanie Brysch hat sich etwa 100 Jahre später mit seinem Buch „Ursprung der Kunst“ beschäftigt und ein der Formenpracht frönendes Buchobjekt geschaffen.

Blumendarstellung und Massenmedien

In der Nachkriegsmoderne griffen Künstler:innen das Genre des Blumenstilllebens auf und verbanden es mit zeitgemäßen Fragen, Medien und Techniken. Die Pop Art hatte ihre Aufmerksamkeit auf Alltagsmotive gelenkt. Vorlage für das Blumenmotiv in Andy Warhols Serie „Flowers“ war eine Fotografie aus einer Zeitung.

Betrachterin vor Gerhard Richters “Blumen/Flowers” (1994). Foto: Anja Kador für die Dortmund-Agentur

Die dort abgebildete Hibiskusblüte vereinfachte er zu einer dekorativen, vierblättrigen Blüte, zu einem Ornament, das in hoher Auflage reproduziert wurde. Warhol zeigt mit diesem Motiv nicht die individuelle Schönheit einer Blüte, sondern ein reproduzierbares Produkt der Kunst und somit der Konsumgesellschaft.

Bereits in den 1960er-Jahren nutzte auch Gerhard Richter Amateurfotografien als Bildquelle. Im Gegensatz zu Andy Warhols Imitation der massenmedialen Welt reflektiert Richter mit seinen Gemälden nach Fotovorlagen den Wahrheitsgehalt von Bildern.

Mit traditionellem Vanitas-Symbol, etwa verwelkten Blumen, einer erlöschenden Kerze oder dem Totenkopf, greift auch er den Vergänglichkeitsgedanken auf. Indem er in den „Blumen“ von 1994 mit dem Pinsel über die noch feuchte Leinwand strich, erreichte er eine Ungenauigkeit der Konturen und Details.

Durch seine besondere Maltechnik wirken die verwelkten und abgeknickten Amaryllen umso fragiler, und der dem Bild zugrunde liegende Vanitas-Gedanke wird zusätzlich geschärft – wichtige Beispiele für ein modernes Memento mori.

Zwischen Alltag und Künstlichkeit

Ebenso wie Andy Warhol und Gerhard Richter greift auch Hans-Peter Feldmann auf medial verbreitete Bilder zurück, gelangt aber zu einem Bildkonzept, das besonders Fragen nach der unscharf gewordenen Grenze zwischen Alltagswelt und Kunst aufwirft.

Bereits in den 1960er-Jahren sammelte und ordnete er Medien und Materialien wie Amateurschnappschüsse, Postkarten, Bilder aus Zeitschriften oder andere Gegenstände unserer Alltags- und Erinnerungskultur. Seine großformatigen Farbfotografien von Schnittblumen in Nahaufnahme erinnern an Bildpostkarten aus den Sechzigerjahren oder an Amateurfotografien.

Sie wirken vor dem monochromen Hintergrund und mittels ihrer überzogenen Vergrößerung artifiziell, fast steril und zugleich in ihrer nuancierten Farbigkeit auch wunderschön.

Gesellschaftliche Themen – Teilhabe, Wirtschaft, Feminismus

Pipilotti Rist „Ever Is Over All“ 1997, 2-Kanal Videoinstallation, 4:09 min (Zyklus Smash) bzw. 8:25 min (Zyklus Flower), Farbe; Sound © Anders Guggisberg & Pipilotti Rist, Maße variabel Edition 1/3 + e. a. Privatsammlung, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022 Foto: Ron Amstutz

Auch bei gesellschaftspolitischen Themen spielen Blumen als Motive eine große Rolle. So setzt Joseph Beuys die Rose in den Kontext von Evolution und Revolution, und Annette Wehrmann erobert sich durch die Explosion in Blumenkübeln die Stadt zurück. Philipp Valenta verbindet seine aus internationalen Geldscheinen ausgeschnittenen Blüten mit Wortspielen sowie der Frage nach dem Wert von Kunst in einer globalisierten Welt.

Es ist nicht verwunderlich, dass gerade Künstlerinnen sich des Motivs bedienen. Durch die allgemeine Gleichung „Blume = weiblich“ haben sie sich mit dem Thema auseinandergesetzt und sich das Sujet angeeignet. Ulrike Rosenbach, Pipilotti Rist, Ursula Neugebauer oder Renate Bertlmann nutzen die „liebliche“ Blume, um gesellschaftspolitische und geschlechterspezifische Aussagen zu treffen und erweitern das Motiv um eine feministische Ebene.

„There is no such thing as nature anymore. It’s all culture now.“

Fischli/Weiss Ohne Titel (Blumen 2/4) 1997/98, Inkjet-Print, 74 x 107 cm, Sprüth Magers, © Peter Fischli David Weiss, Zurich 2022, Courtesy Sprüth Magers

Besonders in der zeitgenössischen Kunst setzen sich Künstler:innen mit Umwelt und Klimawandel auseinander. Martha Rosler und Andreas Gursky befassen sich mit der Massenproduktion von Blumen, während Anaïs Tondeur die Folgen einer Katastrophe wie Tschernobyl untersucht.

Hito Steyerl hingegen nimmt den Gedanken von Zerstörung auf und spinnt mit ihren „Power Plants“ anhand künstlich erzeugter Blumen einen möglichen Neubeginn daraus.

Das Sujet der Blume illustriert ebenfalls häufig die Manipulation der Umwelt. Dabei wird immer wieder auf das übergeordnete Thema der Künstlichkeit verwiesen, so bei den Doppelbelichtungen des Künstlerduos Peter Fischli und David Weiss oder bei den Gemälden von Marc Quinn.

Blumen verschenken und Freude bereiten

Im Empfangsbereich der Ausstellung sind eingesandte Blumen-Bilder von Besucher:innen zu sehen (Aktion „Schicke Blumen“). An drei Zeitspannen während der Laufzeit werden auch echte Blumen verschenkt:

Mit der interaktiven Installation „Chaque Geste une Danse“ von Lee Mingwei lädt das MO dazu ein, sich beim Verlassen der Ausstellung eine Blume mitzunehmen und sie einer fremden Person zu schenken. So bringen Blumen Menschen einander näher.

Begleitende Ausstellungen, Installationen und Rahmenprogramm

Das Blumenmotiv durchläuft sichtbar das gesamte Dortmunder U. Bereits der Vorplatz erblüht dank der Kooperation mit dem Botanischen Garten Rombergpark, im Windfang zeigen Adolf Winkelmann und Hans Steingen die Tonfilm-Installation „Blumenwiese wackelt“, und im Lautsprecher auf der Ebene 4 lädt die Rauminstallation „Lifetime of a Flower“ von Jan Lankisch, Eiko Ishibashi und Jim O’Rourke zum Verweilen und zur Kontemplation ein.

Bepflanzte Leonie-Reygers-Terrasse am Dortmunder U. Foto: Anja Kador für die Dortmund-Agentur

Vom 6. Mai bis 26. Juni zeigen zudem Studierende des Seminars für Kunst und Kunstwissenschaft der TU Dortmund unter dem Titel #KunstBlumen junge zeitgenössische Perspektiven und greifen die inhaltliche Aktualität des Sujets auf.

Unter Leitung von Maxa Zoller, Festivaldirektorin des Internationalen Frauen* Film Fest Dortmund+Köln, und entwickelt von der Filmkuratorin Betty Schiel, läuft im Kino im U an zwei Abenden ein Kurzfilmprogramm unter dem Titel „More than Flowers“.

Das Veranstaltungsprogramm rund um die Ausstellung reicht vom Wildblumenspaziergang und Blumenkranz-Workshop über ein Essen mit Blumen bis hin zu Führungen durch Botanischen Garten Rombergpark und Westfalenpark.

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Weitere Informationen:

„FLOWERS! Blumen in der Kunst des 20. & 21. Jahrhunderts“
30. April bis 25. September 2022
Eine Ausstellung des Museums Ostwall im Dortmunder U, Ebene 6, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund
Eintritt 9/5 Euro, Tickets: digitales.dortmunder-u.de/tickets

Die beteiligten Künstler:innen
Vertreten sind Werke von: Hans Arp, Anita Albus, Max Beckmann, Renate Bertlmann, Joseph Beuys, Stephanie Brysch, Klaus Burkhardt, Johannes Cladders, Felix Dobbert, Quynh Dong, Max Ernst, Hans-Peter Feldmann, Fischli/Weiss, Sabine Gorski, Andreas Gursky, Hannah Höch, David Hockney, Alexej von Jawlensky, Maria Louise Kaempffe, Judith Kaminski, Peco Kawashima, Ernst Ludwig Kirchner, Lee Mingwei, Robert Mapplethorpe, Ana Mendieta, Claire Morgan, Paul Morrison, Gabriele Münter, Heinrich Nauen, Ursula Neugebauer, Emil Nolde, Walter Ophey, Meret Oppenheim, Régis Perray, Otto Piene, Joos van de Plas, Marc Quinn, Odilon Redon, Gerhard Richter, Pipilotti Rist, Christian Rohlfs, Dieter Roth, Ulrike Rosenbach, Martha Rosler, Hito Steyerl, Anaïs Tondeur, Günther Uecker, Timm Ulrichs, Suzanne Valadon, Philipp Valenta, Bernd Völkle, Andy Warhol und Annette Wehrmann.

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Reaktionen

  1. (Film)Kunst und Botanik: Feierabend-Führungen durch die Ausstellung „FLOWERS!“ und ein Kinoklassiker im Dortmunder U (PM)

    Kunst aus dem Blickwinkel der Botanik: Eine Kunstvermittlerin und ein Botaniker des Botanischen Gartens Rombergpark führen am Freitag, 6. Mai, um 17 sowie um 18.30 Uhr gemeinsam durch die Ausstellung „FLOWERS! Blumen in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts“ im Dortmunder U. Die Führung ist mit Eintrittskarte kostenfrei (9 Euro, ermäßigt 5 Euro).
    Am Abend um 20 Uhr läuft im Kino im U passend zur Ausstellung außerdem die Komödie „Der Rosengarten von Madame Vernet“ (2021) von Regisseur Pierre Pinaud. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

  2. Zeit für Kunst: Museum Ostwall schenkt Müttern am Muttertag Blumengenuss mit Kinderbetreuung (PM)

    Am Muttertag (Sonntag, 8. Mai) lädt das Museum Ostwall im Dortmunder U alle Mütter ein, sich die Ausstellung „FLOWERS! Blumen in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts“ einmal ganz in Ruhe anzuschauen. Die Kinder (ab 4 Jahren) werden in dieser Zeit im KunstAktionsRaum des MO betreut und können dort zeichnen, malen und basteln. Die Kinderbetreuung startet jeweils um 12, 14 und 16 Uhr am KunstAktionsRaum auf der Ebene 4 (Zugang über Ebene 5). Mit einer Eintrittskarte für die Ausstellung ist die Kinderbetreuung kostenlos. Anmeldung erforderlich: info@dortmunder-u.de

  3. „FLOWERS!“-Ausstellung treibt Blüten: Programm rund um die Blume in der ganzen Stadt (PM)

    Die Ausstellung „FLOWERS! Blumen in der Kunst des 20. & 21. Jahrhunderts“ lässt derzeit nicht nur die Ebene 6 im Dortmunder U erblühen – sondern das ganze Gebäude. Das beginnt schon auf dem Vorplatz, aus dem ein bunter Vorgarten geworden ist. Zu verdanken ist dies dem Botanischen Garten Rombergpark, der in diesem Jahr 200 Jahre alt wird und für die Ausstellung FLOWERS! mit dem Dortmunder U kooperiert.

    Auszubildende der Sport- und Freizeitbetriebe entwickelten vorab Ideen für eine urbane, nachhaltige Gestaltung, die gleichzeitig flexibel und mobil sein sollte – schließlich wird auf dem Vorplatz in diesem Jahr auch wieder der „Sommer am U“ stattfinden. Die Lösung besteht in einer Bepflanzung auf Paletten. Vielfältige Farben und Formen stimmen die Besucher:innen schon draußen auf die abwechslungsreichen Ausstellungen im Dortmunder U ein.

    „Kühle Blau- und Silbertöne dominieren die Eingangssituation des Dortmunder U mit der dunkel getönten Glasfassade. An einer Seite des Vorplatzes wechselt das Farbspiel in Weiß- und Rosatöne, auf der anderen Seite verläuft das Farbspiel in Lila und Violett“, beschreibt Dr. Patrick Knopf, Direktor des Botanischen Gartens Rombergpark das gärtnerische Konzept. Unter den sogenannten „Dortmunder Rosen“ der Künstler Winter/Hörbelt zeigen sich warme Rot-, Orange- und Gelbtöne. Dabei wurden sowohl einjährige Sommerblumen, heimische und fremdländische Stauden sowie einige Gehölze und Gräser verwendet.

    Die ausdauernden Pflanzen können später weiterverwendet werden. Nach Ausstellungsende werden auch die Holzrahmen, Paletten und die Erde für andere Projekte weiter genutzt: als Hochbeete zur Kultur von Gemüse und Obst.

    Führungen und Vorträge zur Kunst und Botanik

    Einen künstlerischen Blick auf die Botanik und einen botanischen Blick auf die Kunst werfen auch diverse Führungen im Ausstellungszeitraum. Im Dortmunder U führen eine Kunstvermittlerin und ein Botaniker des Botanischen Gartens Rombergpark im Tandem durch die FLOWERS!-Ausstellung. Zu erleben ist das jeweils am ersten Freitag des Monats (3. Juni, 1. Juli, 5. August, 2. September, jeweils 17 Uhr und 18.30 Uhr).

    Wieviel Pflanze steckt in der Kunst – von der Leinwand bis zum Firnis? Das verrät Dr. Patrick Knopf, Direktor des Botanischen Gartens Rombergpark, in seinem Vortrag „Pflanzen in der Malerei mal wörtlich!“ am 20. Mai, 19 Uhr in der Kunstbibliothek im Dortmunder U.

    Um „Farben in Blüten und Blumen“ geht es in einer Führung am 19. Juni, 18 Uhr im Botanischen Garten. Zu erfahren ist dabei auch, warum es „Schmuddelblüten“ und wahre Stinker im Pflanzenreich gibt.

    Am 10. Juli, 22 Uhr geht es auf den Spuren der Künstlerin Marianne North (1830-1890) in die Pflanzenschauhäuser (Mergelteichstr. 40). North schuf im 19. Jahrhundert auf ihren Reisen über 800 Bilder exotischer Pflanzen. Bei der nächtlichen Expedition treffen Fiktion und Wirklichkeit aufeinander.

    Um die „Ästhetik im Inneren“ geht es bei einer Führung durch den Botanischen Garten am 7. August, 18 Uhr. Die Kunst gibt Pflanzen meist in ihrer äußeren Gestalt wieder – sei es im Entstehen, Wachsen oder unweigerlichen Vergänglichkeit. Der Blick ins Innere zeigt eine faszinierend unbekannte Seite der Pflanzen.

    Gab es auch Botanikerinnen? In einem Vortrag am 12. August, 19 Uhr spricht Dr. Patrick Knopf im Kino im U über Rollenmodelle in der Naturwissenschaft.

    Grün ist die Farbe des Lebens, der Pflanzen und der Blätter. Dazu gelbe Blüten, rote Früchte und braune Samen. Farben, die das Leben aller Tier und damit auch das unsere erst möglich machen. Warum? Das kann man in der Führung „Farben des Lebens“ am 4. September, 18 Uhr im Botanischen Garten Rombergpark herausfinden.

    Führungen im Westfalenpark

    Zu einer „Nasensafari“ lädt am 25. Mai eine Aromatologin in den Westfalenpark: Immer der Nase nach geht es ab 16 Uhr am Haus der Rose (Ruhrallee) – eine Duftführung mit Informationen zu den Einsatzgebieten der heilsamen und wohltuenden Pflanzen(öle) und deren Anwendungsform. Eine Rosenführung mit der Gärtnermeisterin des Deutschen Rosariums durch die farbenfrohe Rosenblüten-Pracht des Westfalenparks gibt es zudem am 9. Juni, 13 Uhr. Bitte vorab abmelden!

    Flower Power rund ums U

    Über die gesamte Laufzeit der Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm vom Wildblumenspaziergang bis zum Blumen-Tasting. Eine Auswahl:

    Die Klänge der Flower-Power-Zeit holen die DJs Martini und Timmi am 15. Juli, 19 Uhr beim „Sommer am U“ auf den Vorplatz. Auch der beliebte Poetry Slam wird dies Jahr blumig: Am 10. Juni gibt es einen „Flowery Slam“ zum Thema „Blumen“ mit Rainer Holl. Zum „Flower!Picknick“ über den Dächern Dortmunds lädt das Dortmunder U am 13. August, 13 bis 18 auf die Dachterrasse – mit Listening Session, Blumenmusik zum Tanzen, Kunst und kleinen Aktionen.

    Während des digitalen Stadtfests Dortmund.Live findet am 27. Mai auf dem Vorplatz des Dortmunder U eine Pflanzentauschbörse statt: Von 15 bis 19 Uhr kann man seine Gartenblumen, Zimmerpflanzen und Ableger zum Tauschen vorbeibringen oder einfach spontan zum Stöbern kommen.

    Kurzfilm-Programm und Kino-Klassiker

    An zwei Abenden zeigt das Dortmunder U in Kooperation mit dem Internationalen Frauen* Film Fest Dortmund+Köln, welche Blüten das Thema „Blume“ auf der Leinwand treibt. Film-Kuratorin Betty Schiel hat Kurzfilme zwischen einer und 30 Minuten Länge ausgewählt.

    Am ersten Abend am Freitag, 13. Mai, 19 Uhr laufen sieben deutsche Kurzfilme – der älteste, Ingeborg Tölkes „Schmetterlingsküsse“, stammt dabei aus dem Jahr 1965. Der jüngste Kurzfilm ist Maja Nagels und Julius Günzels „Magnolia“ aus 2020. Weiter geht es mit einem Programm aus sechs Kurzfilmen am 9. September, 19 Uhr im Kino im U.

    Das Kino im U präsentiert außerdem eine Reihe von Kino-Klassikern, in denen Blumen eine gewisse Rolle spielen, darunter „Der wunderbare Garten der Bella Braun“ (3. Juni) oder „American Beauty“ (2. September). Alle Filme starten um 20 Uhr, 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

    Installationen vom Erdgeschoss bis zum Dach

    Im Windfang direkt im Eingangsbereich des Dortmunder U zeigen Adolf Winkelmann und Hans Steingen die Tonfilm-Installation „Blumenwiese wackelt“: Die Schönheit einer paradiesischen Blumenwiese wird plötzlich durch ein Beben erschüttert. Die Ausstellung „Wiese“ zeigt gegenüber in der 44309 street art gallery (Rheinische Straße 16) Film-Stills aus der Installation. Auch in den „Fliegenden Bildern“ auf der Dachkrone des U lässt Winkelmann die Blumen wirbeln.

    Anmeldungen: info@dortmunder-u.de
    dortmunder-u.de

  4. Fünf Tage Flower Power: Ferienworkshop-Woche des Museums Ostwall im Dortmunder U (PM)

    Eine Woche Flower Power: Das Museum Ostwall im Dortmunder U bietet in Kooperation mit dem Botanischen Garten Rombergpark in der ersten Woche der Sommerferien (27. Juni bis 1. Juli) eine Workshop-Woche für Kinder an. In dieser Woche sind die Kinder täglich von 9 bis 14 Uhr betreut. An fünf Tagen werden ab Sechsjährige zum Motiv der Blume im Botanischen Garten Rombergpark und in der Ausstellung „FLOWERS! Blumen in der Kunst des 20. & 21. Jahrhunderts“ im Dortmunder U kreativ. Sie genießen die Natur, zeichnen Naturstudien von Lieblingsblüten und konservieren sie in Kunstharz, stellen Farbe aus Pflanzen her, säen Blumen, pressen Blütenblätter, lassen digitale Blüten blühen und gestalten Blumen-T-Shirts. In Kooperation mit dem Botanischen Garten Rombergpark.
    Die Gebühr beträgt 100 Euro (für die ganze Woche, inkl. Material). Weitere Infos gibt es nach Anmeldung.
    Infos und Anmeldung: mo.bildung@stadtdo.de oder telefonisch: (0231) 50-27791.

  5. Flower-Power-Familiensonntag im Dortmunder U mit kostenlosem Programm drinnen und draußen (PM)

    Am 5. Juni bietet der Familiensonntag im Dortmunder U großen und kleinen Besucher*innen wieder kostenloses Programm: Die ganze Familie kann von 12 bis 17 Uhr das U und seine Angebote auf allen Ebenen entdecken.
    Diesmal gibt es sogar auf dem Vorplatz Programm: Das Ballonkünstler-Duo Paulsen erfüllt Kindern von 12 bis 16 Uhr Luftballon-Wünsche, ob Dinosaurier, Einhörner oder – passend zur Sonderausstellung – eine große Blume.

    Außerdem macht das „bookbike nrw“ des Projektes jugendstil Halt am Dortmunder U. Mit einer großen Auswahl an Bilderbüchern, Malblöcken und Straßenkreide kann man auf gemütlichen Kissen eine Pause einlegen.
    Erstmals wird der Gang durchs U musikalisch begleitet: Die Band Binyo unterhält die Besucher*innen bei ihrer Wanderung durch die Etagen mit fröhlich-heiterer Akustikmusik und Texten zum Schmunzeln und Mitmachen.
    Rund um das Treppenhaus und auf der Dachterrasse des Dortmunder U hat sich eine Reihe von Tieren in Form von kleinen Stickern versteckt. Am Empfang gibt es zur Tiersuche eine Sammelkarte. Wer alle Tiere gefunden hat, erhält dort eine kleine Belohnung.

    Der Fulldome im Erdgeschoss zeigt die Entstehung von Blumenbildern: Zusammen mit der mexikanischen Künstlerin Mar Sanchez können große und kleine Besucher*innen Blumen malen, die dann in den Fulldome projiziert werden. In Sitzsäcken liegend und mexikanischer Musik lauschend kann man den Entstehungsprozess der Blumenbilder genießen.

    Eine einstündige „Reise durchs U“ startet um 12.30 Uhr, 14 und um 15.30 Uhr. Diese Kinderführungen für 5 bis 12-Jährige dauern eine Stunde, Treffpunkt ist der Empfang im Erdgeschoss.

    Auf der UZWEI werden Kinder und Jugendliche auf dreierlei Art kreativ. In den Gärten, Parks und auch am Dortmunder U blüht es zurzeit in allerlei Farben. Aus einfachen Materialien wie Luftballons und Acrylfarbe kann man passend dazu ein wunderschönes Blumenbeet auf Papier gestalten. „Ab in den Urlaub“, heißt es im Nebenraum, wo man am Computer auch ein paar Wochen vor Ferienbeginn schon seinen persönlichen Traumurlaub erschaffen kann. Unter dem Motto „Matchbox Reloaded“ können sich Kinder zudem ein Modellauto künstlerisch zu einem Sammlerstück umgestalten, mit Extra-Aufbauten aus Pappe tunen und mit einer neuen Lackierung aufmotzen.

    Auf Ebene 3 können Kinder ab 8 Jahren in einer Kinderrallye die aktuelle Ausstellung „House of Mirrors“ des HMKV spielerisch erkunden. Eine Familienführung durch die Ausstellung startet um 15 Uhr, eine Führung für Erwachsene um 16 Uhr.

    Im KunstAktionsRaum auf Ebene 4 lädt das Museum Ostwall dazu ein, florale Ornamente zu Blumenstempeln zu gestalten. Inspiriert von den Blumen der Ausstellung „FLOWERS!“ kann man im botanischen Studienzimmer florale Ornamente entwerfen. Diese werden anschließend zu Stempeln umgesetzt, mit denen Briefpapier und Umschläge individuell gestalten werden können.

    Ein „Flower Picknick“ wartet auf die Besucher*innen der Vertikalen auf Ebene 6: Auf einer Picknickdecke gilt es, kleine Figuren aus dem Gartenreich in Origamitechnik zu falten.

    Eine einstündige Führung durch die „FLOWERS!“-Ausstellung startet um 14 Uhr (kostenlos nach Erwerb einer Eintrittskarte). Eine kostenlose 90-minütige Führung durch die Sammlungspräsentation „Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen“ des Museums Ostwall beginnt um 15 Uhr.

    Im Kino im U läuft ein Kurzfilmprogramm, das Kinder auf allerlei Abenteuer mitnimmt: es geht um drehbare Häuser, tanzende Wölfe und Menschen, die in Aufzügen durchs Weltall reisen. Die Filme haben eine Spiellänge von jeweils ca. 4 Minuten und sind empfohlen ab 4 Jahren.
    http://www.dortmunder-u.de/familiensonntag

  6. Flower Hoops selbst gestalten: Kreativ beim „Kleinen Freitag“ im Dortmunder U (PM)

    Einen Flower Hoop selbst gestalten – diese Möglichkeit bietet das Dortmunder U beim nächsten „Kleinen Freitag“ am Donnerstag, 16. Juni, 19 Uhr. Der als Dekoration beliebte Reifen aus Trockenblumen macht sich an Fenstern oder Türen ebenso gut wie als Wandschmuck oder Tischkranz. Im FLOREL Flower Hoop-Workshop gestalten die Teilnehmenden mit professioneller Unterstützung ihren eigenen Flower Hoop. Bei großer Blumenauswahl kann jede:r der Kreativität freien Lauf lassen. Der Workshop dauert ca. zwei Stunden. Tickets (20 Euro) unter: https://digitales.dortmunder-u.de/tickets/

    Der „Kleiner Freitag“ findet jeden Donnerstag ab 19 Uhr an unterschiedlichen Orten im und am Dortmunder U statt. Die Veranstaltung gehört zum Rahmenprogramm der Ausstellung „FLOWERS!“ im Dortmunder U.

  7. Rahmenprogramm-Führung im Botanischen Garten Rombergpark (PM)

    Zur Ausstellung im Dortmunder U “FLOWERS! Blumen in der Kunst des 20. & 21. Jahrhunderts” findet eine Führung im Botanischen Garten Rombergpark statt.
    Dr. Patrick Knopf, Direktor Botanischer Garten Rombergpark, führt am Sonntag, 19. Juni, 18 Uhr, durch „Farben in Blüten und Blumen – Ein Erfolgsmodell der Evolution“. Der Treffpunkt ist am Eiskeller (Eingang Nord). Die Teilnahme ist kostenlos.

    Anmeldung erforderlich unter: info@dortmunder-u.de

  8. Blumen an der Bordsteinkante und im Pflanzenschauhaus: zwei Sonntagsspaziergänge (PM)

    Am Sonntag, 19. Juni lockt das Museum Ostwall mit zwei blumigen Spaziergängen ins Freie: Passend zur aktuellen Ausstellung „FLOWERS“ führt Wolfgang Kienast ab 16 Uhr auf der Suche nach wild wachsenden Blumen rund ums Dortmunder U. Der Wildblumenspaziergang führt zu den Pflanzen zwischen Gullydeckel und Bordsteinkante. Die Führung ist kostenlos.

    „Farben in Blüten und Blumen – Ein Erfolgsmodell der Evolution“ ist der Titel einer zweiten Führung, die um 18 Uhr am Eiskeller am Botanischen Garten Rombergpark startet. Es geht durch die Pflanzenschauhäuser.

    Für beide Führungen ist eine Anmeldung erforderlich unter info@dortmunder-u.de

  9. Einer Pflanze beim Wachsen zusehen: Installation im Dortmunder U lädt zur meditativen Betrachtung (PM)

    Eiko Ishibashi und Jim O’Rourke haben im Garten ihres Hauses in der japanischen Kleinstadt Hokuto eine Blume gepflanzt. Wie diese wächst und gedeiht, das können Besucher*innen im Dortmunder U derzeit in Echtzeit nachvollziehen: Die Installation „Lifetime of a Flower“ im „Lautsprecher“ des Dortmunder U (Ebene 4) zeigt das Wachstum in einem Livestream. Besucher*innen sind eingeladen, auf dem mit japanischen Tatami-Matten ausgelegten Bett vor der Arbeit zu verweilen – oder immer mal wieder vorbeizuschauen, um die Fortschritte im Wachstum zu begutachten.

    Für den Livestream hat das Künstler*innenpaar Ishibashi und O’Rourke eigens eine Musik komponiert, die im Lautsprecher zu hören ist. Der Livestream ist außerdem online zu sehen (dortmunder-u.de). Sowohl die Pflanze als auch die Musik werden im Laufe der Wochen und Monate der Ausstellung immer neue Formen annehmen – bewusst gelenkte und natürlich entstandene.

    Die Installation, ein Projekt von Jan Lankisch, läuft parallel zur Ausstellung „FLOWERS! Blumen in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts“ (Ebene 6 im Dortmunder U). dortmunder-u.de/event/ishibashi-jim-orourke-lifetime-of-a-flowereiko/

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