Nordstadtblogger

Das 25. Micro!Festival heizte – trotz herbstlicher Temperaturen – auf dem Friedensplatz ein

„Welcome to the circus!“: Die Gruppe „Les P’tits Bras“ aus Frankreich faszinierte auf dem Friedensplatz.

Die Jubiläumsausgabe des Dortmunder Festivals wurde am vergangenen Wochenende auf dem Friedensplatz gefeiert. Trotz größtenteils herbstlicher Temperaturen heizte eine feurige Melange aus Weltmusik und Straßentheater den knapp 13.000 BesucherInnen ordentlich ein.

17 Künstlerensembles aus zwölf Nationen waren in der Dortmunder City

Die Jubiläums-Edition des Micro!Festivals hatte – wie immer am letzten Sommerferien-Wochenende – viele Leckerbissen zu bieten. 17 Künstlerensembles aus zwölf Nationen waren vom Kulturbüro Dortmund eingeladen worden und präsentierten ihr außergewöhnliches musikalisches, artistisches, schauspielerisches und unterhaltsames Können – umsonst und draußen.

Die Formation „Macondito“ zählt zu den bekanntesten und besten Salsa-Acts in Deutschland. 

Los ging es am Freitag ausnahmsweise mit einem regionalen Eigengewächs, der Salsa-Band „Macondito“, die in diesem Jahr ebenfalls mit ihrem 30-jährigen Bestehen ein Jubiläum zu feiern hat und zu den bekanntesten Salsa-Acts Deutschlands zählt. Da wurden auf dem Friedensplatz direkt erst einmal die Tanzbeine geschwungen!

Für amüsante Momente sorgten danach die „Maiers“, ein Clown-Artistik-Duo aus Berlin, das mit seiner Trapez-Show mit Witz und Erotik die Zuschauer herzlich amüsierte. Liebenswert-altmodische Comedy-Szenen zogen das Publikum in der Show „Bellevue Hotel“ der britischen Company „Bash Street Theatre“ und dem fulminant-chaotischen Auftritt von „Cie Bazarnaüm Production“ aus Frankreich in ihren Bann.

Explodierende Fabrik-Schornsteine und eine fliegende Axt sorgten hier für viel Aufregung und Heiterkeit. Auf der großen Musik-Bühne verzauberte am Freitagabend die kreative Mischung aus Weltmusik, Pop, Jazz und Elektronik der Polnisch-Ukrainischen Band „DAGADANA“ sowie das Highlight-Konzert mit dem französisch-schweizerischen Duo „CARROUSEL“, das mit einer Vielfalt von Instrumenten, lässigem Charme und tanzbarem franco-pop für einen heiteren Tagesabschluss sorgte.

Orientalischen Zauber, osteuropäische Melodien und Stelzenartistik

„Kozma Orkestar“ zelebrieren deutsche Texte zu osteuropäischen Melodien, urbane Beats zu Folklore! 

Der Samstag startete mit ein paar kurzen Regenschauern, einem dennoch gut gelaunten Publikum und der Balkan-Cross-Over-Band„Kozma Orkestar“, die mit deutschen Texten zu osteuropäischen Melodien, urbanen Beats zu Folklore und tanzbaren Grooves einen schwungvollen Auftakt in den zweiten Festivaltag hinlegte.

Orientalischen Zauber brachten die fünf Musiker von „TAN“ auf die große Festivalbühne, gefolgt von der ekstatischen Liveshow der acht Argentinier von „Rosario Smowing“, die mit einem Ska-Swing-Mix den Friedensplatz zum Kochen brachten. Highlight des Tages aber waren die beiden Straßentheater-Performances am Abend.

Mit einer sensiblen Verbindung aus Masken- und Körpertheater inklusive Stelzenartistik erzählte die portugiesische Theatergruppe „Teatro só“ die herzzerreißende Geschichte eines alten Paares, dessen innige Liebe auch nach dem Tod weiter anhält. Zum Abschluss des zweiten Festivaltages versetzte die große Zirkusshow von „Les P’tits Bras“ aus Frankreich das Publikum mit atemberaubender Flugkunst in Erstaunen.

Der Sonntagnachmittag stand im Zeichen des jungen Publikums

TEATRO SÓ – Die Liebe eines alten Paares nach einem langen gemeinsamen Leben und die Kraft der Erinnerung, in der diese Liebe auch nach dem Tod weiterlebt.

Der Sonntagnachmittag stand wie immer ganz im Zeichen des jungen Publikums. Mit Rockmusik für Kinder inklusive Mitmach-Tanz und Beatboxing servierten die drei Jungs von „Die Blindfische“ eine frische Mischung aus Musik, Comedy und Theater. Danach zeigte das Clown-Duo der „Compagnie Lapadou“ spielerisch die naiven Anfänge einer Liebesgeschichte, und die peruanischen Jugendlichen von „Arena y Esteras“ machten mit einer Zirkus- und Theaterperformance in Tierkostümen den Einfluss des Klimawandels auf den peruanischen Regenwald spürbar.

Weiter ging es danach mit einem turbulenten Boxkampf zweier höchst  schusseliger Brüder der „Compagnie Charlie“ sowie gekonnt-traditionellen Tänzen und Musik aus der westgeorgischen Kaukasus-Region mit der Schülergruppe „MAMULI“. Mit dem Topact am Abend ging dann auch die 25. Ausgabe des Micro!Festivals zu Ende.

Eine heiße Mischung aus lateinamerikanischen Rhythmen, Reggae-Beats und verspielten Geschichten von Liebe und paradiesischen Orten der brasilianischen Sängerin „Flavia Coelho“ ließ die herbstlichen Außentemperaturen vergessen.

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