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„Bürgerdialog“ zum stetig wachsenden Hafenverkehr

LKW-Verkehr im Hafen

Der Lkw-Verkehr ist für die Anlieger im Hafen eine massive Belastung. Foto: Alex Völkel

Die Stadt Dortmund, DSW21 und die Dortmunder Hafen AG organisieren einen Bürgerdialog über den Hafenverkehr. Dazu sind zufällig ausgewählte Anwohnerinnen und Anwohner im Umkreis des Hafens sowie Politiker, Siedlergemeinschaft und Unternehmen in der Hafenregion angesprochen und gebeten worden, sich an der Diskussion zu einem Konzept für den zukünftigen Hafenverkehr zu beteiligen.

Worum geht es?

Der Umschlag von Gütern und Waren erzeugt bereits heute zahlreiche Verkehrsströme im und rund um den Dortmunder Hafen. Prognosen sagen voraus, dass der Güter- und Warenumsatz weiter steigen wird, was eine Zunahme des Verkehrs zur Folge haben wird. Dies betrifft insbesondere die Standorte im Hafen, an denen Güter und Waren umgeschlagen werden. Durch diese Entwicklungen in der Hafenregion werden sich die Verkehrsströme im und rund um den Hafen verändern und müssen neu organisiert werden.

Die Anlieger und Anwohner sorgen sich um die Zunahme des Lkw-Verkehrs und vor allem um den damit verbundenen Lärm. DSW21, die Hafen AG und die Stadt Dortmund möchten deswegen mit Anwohnern und Unternehmen im Hafen und aus seinem Umkreis ins Gespräch kommen und ein neues Verkehrskonzept für das kommende Jahrzehnt aufstellen.

Was soll der Dialog leisten?

Folgende Fragen sollen im Rahmen des Dialogs geklärt werden: 
- Wie stark wird sich der Lkw-Verkehr im Hafen erhöhen? 
- Wo werden die Lkw zukünftig herfahren? 
- Welche Möglichkeiten werden ergriffen, um Anlieger und Anwohner vor Lärm und anderen negativen Auswirkungen des Lkw-Verkehrs zu schützen? 
- Welche Anregungen haben die Anlieger und Anwohner selbst zum Umgang mit dem Lkw-Verkehr?
- Wie kann insgesamt ein Verkehrskonzept für den Hafen aussehen, das in der Nachbarschaft toleriert wird?

Was hat der Dialog zum Inhalt?

Hafen Dortmund

Der Dortmunder Hafen hat sich zum größten Kanalhafen Europas entwickelt. Foto: Alex Völkel

DSW21, die Hafen AG und die Stadtverwaltung Dortmund kommen mit Politikern, Anwohnern, Siedlergemeinschaft und Unternehmen aus der Hafenregion in einem gemeinsamen Arbeitskreis zusammen. Diesem Kreis gehören zirka 25 Mitglieder an. E hat die folgenden Aufgaben: Fragen an den Verkehrsgutachter formulieren, die Ergebnisse des Verkehrsgutachtens frühzeitig zu erörtern und die Bürgerversammlungen inhaltlich mit zu gestalten.

Der Arbeitskreis, wirkt an der Auswahl eines Gutachters mit, der zu diesen Fragen erste Antworten geben, vor allem aber Vorschläge zum Umgang mit dem Verkehr im Hafen machen soll. Geplant sind vier Sitzungen des Arbeitskreises. Die Vertreter aus der Verwaltung und des Hafens werden neben dem Gutachter zu den aufgeführten Fragen fachliche Antworten geben. Ergebnisse des Dialogs werden voraussichtlich Anfang 2014 vorliegen.
Die Dortmunder Firma „IKU – die Dialoggestalter“ wird den Dialog begleiten. Sie hat sich bereits vor der ersten Sitzung mit den Teilnehmern des Arbeitskreises über Inhalte und Ablauf des Dialogs ausgetauscht und Einschätzungen, Interessen und Empfehlungen erfragt. Die Ergebnisse der Gespräche werden von IKU in einem Bericht zusammengefasst und sind öffentlich zugänglich.

Wird die Öffentlichkeit beteiligt?

Über den Arbeitskreis hinaus sind zwei Bürgerversammlungen mit offenem Teilnehmerkreis geplant, zu denen alle Bürger über die Medien eingeladen werden sollen. Die erste Bürgerversammlung soll nach derzeitiger Planung im November 2013 stattfinden.

Am Ende erörtert und beschließt der Rat der Stadt Dortmund unter Einbeziehung der Ergebnisse des vorausgegangenen Dialogs ein Verkehrskonzept für den Dortmunder Hafen.

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